Start: Studium der Humanmedizin
Medizinstudenten werden Rettungssanitäter des Roten Kreuzes
24.04.2012
Medizinstudenten werden Rettungssanitäter des Roten Kreuzes
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Studium der Humanmedizin

Studienaufbau

Das Curriculum beinhaltet eine fünfjährige Studiendauer. Das erste, zweite und dritte Jahr umfasst jeweils 40 Wochen, das vierte und das fünfte Jahr 48 Wochen. Im fünften Jahr sind 37 Wochen klinischer Famulatur. Die Unterrichtsstunde dauert jeweils eine volle Stunde, also 60 Minuten.

Am Ende des Studiums der Humanmedizin an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität steht der handlungskompetente Arzt, ein Absolvent also, der nicht nur medizinisch theoretisches Wissen hat, sondern bereits über einsetzbare Fertigkeiten verfügt. Das Studium ist so konzipiert, dass der solcherart Herangebildete in der Lage ist, Zusammenhänge zu erkennen und Probleme zu lösen, die er nicht speziell gelernt hat, logisch aus dem inneren Kontext heraus.

Dazu sollen die vielfältigen Lehr- und Lernmethoden beitragen wie Vorlesungen, Seminare, Minicases, Fallbesprechungen, problemorientiertes Lernen (POL), Referate, Gruppenarbeiten, selbstständiges Bettenführen mit Entwickeln eigenständiger Therapieplänen etc. Der rote Faden ist dabei auf größtmögliche Selbständigkeit in der Wissensakquirierung ausgerichtet. Im Studierenden soll die Quervernetzung von Theorie und Praxis, von Statik und Funktion, von gesund und krank, von der Zelle über das Organ zum Menschen und von dort zur Gesellschaft erzeugt und gefestigt werden. Der „gute Arzt“ muss aber auch Instrumente der kommunikativen Auseinandersetzung beherrschen und er muß „Führen“ können. Dabei soll er einfühlsam sein und sich in sein gegenüber hineinhören können, er soll aber auch lenken und leiten könne, er muss überzeugend und kompetent sein. Nur so kann er seinen „Patienten“ auf dessen „richtigen Weg“ leiten und begleiten. Unsere Ausbildung muss den künftigen Therapeuten befähigen, Patienten in Ihrer Selbstständigkeit zu unterstützen, damit diese in die Lage versetzt werden, Ihre Entscheidungen über Therapie oder nicht Therapie bzw. Über Art oder Umfang einer solchen treffen zu können. Letztlich muss der Therapeut aber auch fähig sein, Empathie für jene Menschen aufzubringen, die er auf ihrem letzen schweren Weg adäquat begleiten und betreuen muss. Dieses weite Spektrum bzw. Anforderungsprofil ist nur durch intensives Lernen und permanentes Üben von entsprechenden Verfahren auszubilden.

Daher versteht sich das Studium an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität nicht als reine Wissensvermittlung ähnlich einem Nürnberger Trichter, sondern soll und will Umfeld sein zu einer ersprießlichen, interaktiven theoretisch – praktischen Ausbildung. Es soll und muss die Möglichkeit bieten, durch permanente Anwendung des Erlernten die komplexen Wechselwirkungen zwischen gesund und krank, zwischen Therapeut und Patient zu erfahren und zu vertiefen.
Nicht weniger bedeutend für unsere „zukünftigen Ärzte“  ist uns zudem deren Sensibilisierung für das „Neue, das noch nicht Machbare, für das Unkonventionelle und Querdenkerische, für das Kreative und Zukünftige“ – für Wissenschaft und Forschung also. Wir wollen mit unserem diesbezüglichen Anteil im Curriculum und der Art seiner Vermittlung Appetit machen auf Weiterentwicklung des medizinischen Wissens und wir wollen dies als unbeirrbaren Trieb und ständigen Wegbegleiter in jedem einzelnen Studierenden verankern.


Studienbeginn

Das Studium beginnt jeweils in der letzten Augustwoche. Ein späterer Anfang des Studiums ist leider nicht möglich.


Wer unterrichtet?

Große Teile des Studiums werden von den Professoren der Universitätsinstitute für Anatomie, Physiologie, Pharmakologie und Allgemein-Familien- und Präventivmedizin sowie deren Mitarbeiter gestaltet.

Darüber hinaus erfolgt die medizinische Ausbildung auch durch die Integration externer Fachkompetenz:

  • Naturwissenschaftliche Fakultät der Paris Lodron Universität Salzburg
  • Abteilungsvorstände und Fachärzte der Salzburger Landeskliniken
  • Lehrkrankenhäuser im Raum Salzburg und Bayern
  • Allgemeinmedizinische Lehrpraxen

Laufende Qualitätssicherungen und -verbesserungen sind ein großes Anliegen der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität. Alle Maßnahmen des Qualitätsmanagements der Lehre dienen letztendlich dazu einen lebendigen, praxisnahen, und begeisternden Unterricht anzubieten. Es sollte jedoch nicht nur das komplexe medizinische Wissen vermittelt werden, sondern jedem Absolventen dieser Universität sollte bewusst sein, dass nur lebenslanges Lernen die Qualität des eigenen ärztlichen Handelns garantiert. Um innovativen Unterrichtsformen (POL, OSCE, assistiertes Internetstudium) möglichst breiten Raum zu geben, finden mehrmals jährlich Fortbildungsveranstaltungen für die Lehrenden statt. Die Teilnahme des Lehrkörpers an diesen Tutorials garantiert einen didaktisch hochwertigen Unterricht. Programme in Kooperation mit der LMU München und anderen deutschen Universitäten sowie der Munich Havard Alliance wie  auch mit  ausgezeichneten Lehrrenden der Mayo Medical School werden angeboten z.B. Mayo Training, POL – Fälle, OSCE Kasuistiken, Curriculum Erwachsengerechtes Unterrichten, Gestaltung von Multiple Choice – Test und andere.

Für jede Lehrveranstaltung wird eine Evaluierung durch die Studierenden durchgeführt. Diese Evaluationsverfahren sollen eine weitere Garantie dafür  bieten, dass die komplexen Inhalte des Medizinstudiums in hoher  didaktischer Qualität unterrichtet werden. Die Studierenden leisten so einen entscheidenden Beitrag die Paracelsus Medizinische Privatuniversität als eine führende medizinische Ausbildungsstätte zu etablieren.


Prinzipien der Ausbildung

  • Die Bedürfnisse der PatientInnen stehen an erster Stelle
  • Patientenorientierte, ganzheitliche Sichtweise in Diagnostik, Therapie, und Prävention
  • Patientengerechte, professionelle Kommunikation
  • Problemorientierung, Problemlösungsstrategien
  • Fokussierung auf das Wesentliche
  • Ständige Evaluierung der Lehre
  • Vermittlung ethischer und sozialer Grundsätze ärztlichen Handelns
  • Berücksichtigung der englischen Fachsprache und –terminologie in Wissenschaft und Klinik
  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit mit hervorragenden Fachkräften
  • Erfolgsbeurteilung nach qualitativen Kriterien


Der Aufbau des Studiums

Der inhaltliche Aufbau des Studienplanes folgt 5 Prinzipien: 

  • Die Zelle
  • Das Organ
  • Der Patient, der Arzt und die Gesellschaft
  • Die Klinische Erfahrung
  • Die Wissenschaft als Basis der medizinischen Praxis (Forschungstrimester)

Der Aufbau des Studiums, von der Zelle hin zur klinischen Tätigkeit mit Einbindung in die Forschung, entspricht den Erfordernissen einer modernen und humanen Medizin.

Pro Woche werden etwa 38 bis 40 Stunden Unterricht abgehalten, darin sind auch einige Stunden freies Lernen enthalten. Das Studium ist in 5 Studienjahre aufgeteilt. Das Forschungstrimester findet im 4 Studienjahr statt.

Wie kann der Stoff des Medizinstudiums in 5 Jahren untergebracht werden?

  • Intensives Curriculum
  • Verkürzung der Ferien
  • Unterricht in kleinen Gruppen (POL)
  • Neue Lehr- und Lernmethoden wie Problem-orientiertes Lernen

Sprachkenntnisse

Als Studierender müssen sie über ausgezeichnete Deutschkenntnisse verfügen, um im klinischen Teil einwandfrei mit Patienten kommunizieren zu können.

Weiters legen wir großen Wert auf Englischkenntnisse, und bemühen uns, einen ständig wachsenden Anteil des Unterrichts auf Englisch zu halten. Parallel zum Unterricht in deutscher Sprache erfolgen in vielen Vorlesungen z.B. kurze Wiederholungen auf Englisch, um unsere Studierenden mit dem medizinischen Englisch vertraut zu machen, und sie auf die amerikanische Zulassungsprüfung USMLE vorzubereiten.


Der Studienplan im Detail

Der Studienplan weist eine Reihe moderner, für die heutige Zeit absolut notwendiger Lehrveranstaltungen auf, von denen einige im Folgenden aufgelistet sind:

  • Erstes Jahr:
    Medizinische Ethik, Computer und medizinische Informatik, Biostatistik und Dokumentation, Muskuloskelettaler Präparierkurs, Vorlesung Systematische Anatomie, Seminar Neuroanatomie, Einführung in die Patientenbetreuung, Molekularbiologie und Genetik.
  • Zweites Jahr:
    Einführung in die Patientenabklärung, Wachstum und Entwicklung, Organsysteme im Sinne einer klinischen Physiologie,  Allergologie, Immunologie, Topographischer Präparierkurs, Zellbiologie und Pathologie, Sexualmedizin.
  • Drittes Jahr:
    Pharmakologie, Mikrobiologie, Untersuchungstechniken, Allgemein- und Familienmedizin, Klinische Pathophysiologie der Organsysteme.
  • Viertes Jahr:
    Forschungstrimester, Notfall-, Intensiv- und Transfusionsmedizin, klinische Epidemiologie, medizinische Ökonomie, Palliativmedizin, Ernährung, Aging und Geriatrie, klinische Genetik, Professionalität in der Medizin.
  • Fünftes Jahr:
    Abschlussseminar mit Pharmakologie, Palliativmedizin, Bioethik mit besonderer Berücksichtigung der Reproduktionsmedizin und Transplantationsmedizin, First Love Ambulanz, Präventivmedizin, rechtliche Aspekte der Medizin und Public Health.

Das Studium ist nicht in einzelne Abschnitte unterteilt - die Lehrveranstaltungen sind aber blockweise gestaltet und bauen aufeinander auf.


Klinischer Unterricht

Der klinische Unterricht beginnt bereits am Ende des ersten Jahres mit den Lehrveranstaltungen "Einführung in die Patientenbetreuung" und "Erste Hilfe" und wird im zweiten Jahr mit dem Kurs "Einführung in die Patientenabklärung" fortgesetzt. In diesem Kurs werden die Studierenden mit den klinischen Untersuchungstechniken in den Fächern HNO, Augenheilkunde, Kardiologie, Gastroenterologie, Neurologie, Senologie, Pneumologie und Urologie sowie der Anamneseerhebung vertraut gemacht.

Im zweiten Jahr wird, gegliedert nach Organsystemen und unter Miteinbeziehung klinischer Lehrer, eine Physiologievorlesung gehalten.
Im dritten Jahr sind die Vormittage zum Großteil klinisch besetzt mit Chirurgie, Pädiatrie, Gynäkologie und Geburtshilfe, Dermatologie, Untersuchungstechniken, Rehabilitation und der großen Lehrveranstaltung über die Pathophysiologie der Organsysteme.
Diese Lehrveranstaltung hat die klinische Medizin zum Inhalt, und verbindet Aspekte der Pathologie, der Pathophysiologie und der inneren Medizin mit verwandten Subspezialtäten.

Im dritten Jahr werden weitere klinische Fächer angeboten, wie HNO, Ophthalmologie, Stomatologie, Unfallchirurgie und Orthopädie, Neurochirurgie, Anästhesiologie und Urologie.

Der klinische Part verdichtet sich im vierten Jahr noch mehr (klinische Rotationen). Das fünfte Jahr hat 37 Wochen klinisches Praktikum.


Das Forschungstrimester

Das Forschungstrimester im vierten Jahr ist verpflichtender Bestandteil des Curriculums. Es soll dem Studierenden, der ein Basiswissen in theoretischen Teilgebieten der Medizin mitbringt und eine gewisse Erfahrung mit klinischen Fragestellungen gesammelt hat, die Möglichkeit bieten, an einem theoretischen oder klinischen Forschungsprojekt an den Kliniken und Instituten der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität ,oder an der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg oder einer Partneruniversität / Lehrkrankenhaus mitzuarbeiten.