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Sanofi-Preis zur Förderung der medizinischen Forschung 2012 an der PMU ausgeschrieben
26.04.2012
Sanofi-Preis zur Förderung der medizinischen Forschung 2012 an der PMU ausgeschrieben
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Forschungsschwerpunkte

Immunologische und Allergische Krankheiten

Die Inzidenz und Schwere allergischer Erkrankungen hat sich in den letzten Jahren mehr als verdoppelt. Nach Schätzungen der WHO könnten schon im Jahr 2010 vierzig bis fünfzig Prozent der Weltbevölkerung an einer Allergie leiden - und jeder dritte Allergiker läuft Gefahr, am gefährlichen Asthma bronchiale zu erkranken.

Epidemiologische Studien und experimentelle Daten sprechen dafür, dass diese Entwicklung auf eine Abnahme infektiöser Erkrankungen zurückzuführen ist (sog. „Hygiene-Hypothese"), die T-Helfer 1 (Th1) und/oder regulatorische T-Zell (Tr) Antworten induzieren. Diese Zellen haben das Potential, IL-4 produzierende Th2 Zellen, die das allergische Asthma vermitteln, zu unterdrücken. Auf der Grundlage dieser Beobachtung werden derzeit in Salzburg anti-allergische Immuntherapien entwickelt, deren Ziel die Induktion von Th1- oder Tr-Immunantworten ist. Damit scheint für die Zukunft die Prävention und Therapie allergischer Erkrankungen möglich. Neben der Entwicklung solch neuartiger Impfstoffe steht die Optimierung der Allergie-Diagnose mit Hilfe rekombinanter Allergene („component resolved diagnosis“) im Zentrum der Salzburger Forschungsbestrebungen.


Eine an der Fachhochschule Salzburg, Studienzweig „Informationstechnik & System-Management“, in Kooperation mit der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität entwickelte Allergiedatenbank soll die klinischen Forscher unterstützen und neben der Erhebung und Interpretation epidemiologischer Daten bestmögliche Information für die Patienten bereitstellen.

Ziel des Forschungsschwerpunktes ist es, die vorklinischen und klinischen Forschungsaktivitäten auf dem Gebiet der allergischen und immunologischen Erkrankungen an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität, den Salzburger Universitätskliniken für Kinder- und Jugendheilkunde, Dermatologie, Hals-Nasen-Ohren-Krankheiten und Pulmonologie, der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Paris-Lodron Universität und der Fachhochschule Salzburg zu bündeln.

Die Koordination von bereits laufenden und zukünftigen Projekten soll das Forschungsprofil des Standortes Salzburg schärfen und eine Plattform für synergistische wissenschaftliche Arbeit bereitstellen. Gemeinsam betreute junge Wissenschafter stellen schon jetzt ein Kapital für zukünftige Forschungsvorhaben dar; zusätzlich soll durch gemeinsame Verwendung von Methoden- und Geräten eine höchstmögliche Integration  der Salzburger Allergie/Immunologie Forschungsgruppen erreicht werden.