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Forschungsprogramm für Musikmedizin

Leiterin: Vera Brandes


Zentrales Thema dieses interdisziplinären Programms sind die Erforschung, Entwicklung und Erprobung neuer Musiktherapiekonzepte, u.a. im Bereich psychosomatisch bedingter Erkrankungen.

Weitere Themen:

  • Musik, Kunst und Medien als Heilfaktor und Prävention,
  • Visuelle und akustische Gestaltung als adjuvante
  • Therapie im klinischen Bereich unter Einbeziehung von
  • Erkenntnissen aus Public Health, Pflegewissenschaften und Arbeitsmedizin

Forschungsmethoden

Das Forschungsprogramm arbeitet mit psychologischen und physiologischen Daten und setzt qualitative und quantitative Forschungsinstrumente ein, u.a. tiefenpsychologische Analysemethoden (psychologische Morphologie) und chronobiologische Zeitreihenanalysen (u.a. für die Parameter Hautpotential, Hautwiderstand, EMG, HRV).

Forschungsaktivitäten

Aktuelles Projekt: „Ermittlung individueller Faktoren zur Optimierung rezeptiv-musiktherapeutischer Interventionen bei Herz-/Kreislauferkrankungen“

Bei dieser Studie geht es um die Entwicklung neuer musiktherapeutischer Behandlungsverfahren zur adjuvanten Therapie bei essentieller Hypertonie, Arrhythmie und Herzinsuffizienz.

Weiter geht es um den Nachweis ihrer Wirksamkeit resp. der Ermittlung der relevanten Faktoren, die Art und Intensität der Wirkung determinieren.

Im Rahmen der Studie entstehen drei Diplomarbeiten:

  • Auswirkungen einer Kombination von NLPt und Musiktherapie
  • Adaptives Audio für Interaktive Applikationen
  • Wirksamkeit auditiver Stimulationen bei Hypertonie

Die Studie wird vom Jubiläumsfond der Österreichischen Nationalbank finanziert.  


Weitere Forschungsaktivitäten

In Zusammenarbeit mit der Universität Heidelberg (Lehrstuhl für Medizinische Psychologie) wurde ein spezielles Musikprogramm zur Begleitung des stationären Aufenthaltes von Krankenhauspatienten entwickelt. Das Pilotprojekt an der Universitätsklinik Heidelberg began im Jänner 2006.

Weitere gemeinsame Forschungsprojekte mit nationalen und internationalen Partner sind in Vorbereitung, u.a. mit mit der Universität Köln (Neuropädiatrie), der Universität Sheffield (Sprachwissenschaften) und mit Forschungseinrichtungen in Skandinavien, Griechenland und den USA.

Das Forschungsprogramm Musik-Medizin der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität ist Mitglied der I.M.A.R.A.A. (International Music & Art Research Association Austria), einer österreichischen Forschungsinitiative für interdisziplinäre Musikwirkungsforschung.

Darüber hinaus hat das Forschungsprogramm ein internationales Projekt initiiert, das sich mit der Integration von musik-medizinischen und musiktherapeutischen Interventionen im Bereich der Geriatrie befassen wird.

Auf lokaler Ebene beteiligt sich das Forschungsprogramm an Projekten, die vom Forum Gesundes Österreich gefördert werden und bei denen es u.a. um die Entwicklung und Evaluierung verschiedener Musik-Interventionsformen zur Prävention und Verbesserung der Arbeitsgesundheit geht.

Für die Forschungsaktivitäten im Bereich der Salzburger Kliniken kooperiert das Forschungsprogramm mit dem Verein saludArt.e.v.

Kontakt

Vera Brandes
Leitung des Forschungsprogramms für Musikmedizin

Tel.: +43 664 2550102
E-Mail: vera.brandes@pmu.ac.at