"Tief im Abendrot"... Wissenschaft traf Kunst zu einer Revue der letzten Dinge

24.04.2018

In der Kooperationsveranstaltung der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität mit dem Schauspielhaus Salzburg wurden die Elemente der schönen Künste genutzt, um einen Blick auf die "anderen Seiten des Lebens" zu werfen.

Was verbindet eine Universität mit den schönen Künsten? Medizin, Pharmazie und Pflege haben die Kunst der Begleitung, der Diagnose und der Therapie von zumeist kranken Menschen im Fokus, dabei ist es der Mensch in seiner Gesamtheit aus Körper, Seele und Geist, der im Mittelpunkt stehen sollte. Die bis zum letzten Platz ausverkaufte Veranstaltung zeigte, wie wichtig das Thema "Sterben in Würde" ist.

Besinnlich, rührend aber auch überraschend und komisch wurden die Themen "Leben, Leiden, Sterben, Tod" in einem faszinierenden Reigen aus Tanz, Schauspiel und Musik vom Ensemble des Schauspielhauses Salzburg einem begeisterten Publikum präsentiert. Künstlerin Jasmin Rituper zeigte Akrobatik und Tanz am Vertikaltuch, Gerhild Zeilner (Gesang) und Andreas Gassner (Klavier) gaben "Vier letzte Lieder" von Richard Strauß zum Besten. Das Ensemble des Schauspielhauses sang, spielte und rezitierte Gedichte, Texte und Lieder – und zeigte ein nicht ganz ernst gemeintes Best-of von William Shakespeares Sterbeszenen.

Besonderer Dank gebührt der Firma Schneiders Bekleidung Gesellschaft m.b.H. für die Realisierung des Projekts "Das vorletzte Hemd". Dass bereits bei der Vorbesprechung Tränen geflossen sind, zeigt, wie dieses Thema Menschen berührt. Dass es bei all den schönen Dingen wie Design, feine Stoffe und Farben  am Ende des Lebens auch auf ganz banale Dinge wie die Frage "Kann man das ,Vorletzte Hemd´bei 95 Grad waschen?" ankommt, schilderte Veronika Strauss von Design DOB recht eindrucksvoll. Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für diesen außergewöhnlichen Abend!