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Berufsfelder in der Pharmazie

Berufsfelder in der Pharmazie

Das Pharmaziestudium muss nicht zwangsläufig in die Apotheke führen – den Absolventen stehen weitere interessante Berufs- und Karrierewege offen.  

Die  öffentliche Apotheke ist ein nach wie vor beliebter Klassiker: Von der Herstellung verschiedener Arzneien über die Kundenberatung bis hin zum Verkauf beinhaltet dieses gängige Berufsfeld der Pharmazie zahlreiche Aufgabenbereiche. In Österreich sind rund 5.800 Apothekerinnen und Apotheker in 1.400 öffentlichen Apotheken für täglich rund 300.000 Kunden im Einsatz. Die Nachfrage nach gut ausgebildeten Apothekern ist hoch. "Bei dieser vielseitigen und abwechslungsreichen Arbeit sind die fachliche Arzneimittelberatung und der wertschätzende Umgang mit den Kunden und Patienten von großer Bedeutung", erklärt Thomas Veitschegger, Vizepräsident des Österreichischen Apothekerverbandes und Präsident der Apothekerkammer Oberösterreich.

Pharmazeutische Industrie. Die österreichischen Pharmaunternehmen – Hersteller und Depositeure – bieten ein breites Beschäftigungsfeld und sind mit rund 18.000 Mitarbeitern ein wichtiger Arbeitgeber für Pharmazeuten. Besonders Fachexperten mit Forschungserfahrung sowie Zusatz-Know-how in Betriebswirtschaft, Gesundheitsökonomie und Kommunikation sind hier gefragt, bestätigt Jan Oliver Huber, Generalsekretär der Pharmig (Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs).

Pharmaforschung. "In diesem vielseitigen Bereich besteht die Herausforderung darin, Grundlagenforschung mit therapeutischer Anwendung zu verknüpfen – vom Verständnis für die Pathologie von Krankheiten bis zur Suche nach neuen Zielstrukturen und die Entwicklung neuer Therapiemöglichkeiten", informiert Johanna Pachmayr, Vorständin des Instituts für Pharmazie der Paracelsus Medizinische Privatuniversität. Dafür sind die Zusammenarbeit der verschiedenen pharmazeutischen Wissenschaften – Pharmazeutische Biologie, Pharmazeutische Chemie, Pharmakologie, Pharmazeutische Technologie und Klinische Pharmazie – sowie die Anbindung an eine Klinik essenziell.

Klinische Pharmazie. Klinisch-pharmazeutisch zu arbeiten bedeutet, als Mitglied in einem interdisziplinären Team aus Ärzten, Pflegenden, Diätologen, Psychologen und anderen Disziplinen die bestmögliche Therapie für einen Patienten zu erreichen. "Pharmazeutisch betrifft das vor allem das Wahrnehmen und Vermeiden von arzneimittelbezogenen Problemen sowie die Beratung zur Applikation und Kombination von Arzneimitteln", sagt Sigrun Gundl von der Abteilung für Arzneimittelinformation der Landesapotheke Salzburg.

Individuelle Nischen. Absolventen eines Pharmaziestudiums können sich auch auf  Nischen wie Fachjournalismus, Unternehmensberatung und Bankwesen spezialisieren.  

Informationen zur Anmeldung für das Studium der Pharmazie in Salzburg für das Wintersemester 2018/19 und zu den Stipendien und Fördermöglichkeiten finden Sie unter: www.pmu.ac.at/pharmazie

Titelbild auf der Startseite: iStock