Storys
WHO-Collaborating Centre

Das Institut für Pflegewissenschat und -praxis der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität in Salzburg ist seit Jänner 2016 das erste Collaborating Centre der Weltgesundheitsorganisation (WHO) unter pflegewissenschaftlicher Leitung im deutschsprachigen Raum – und das insgesamt dritte Kooperationszentrum der WHO in Österreich. Die offizielle Auszeichnung des Instituts durch WHO-Generaldirektorin Margaret Chan als WHO CC erfolgte am 12. Januar 2016.

Die WHO benötigt oft Beratung durch Expertinnen und Experten und kooperiert deswegen mit wissenschaftlichen und technischen Partnern, um ihre Mission zu erfüllen. WHO Collaborating Centres (WHO CCs) sind Institutionen, welche bereits seit Jahren zuverlässige Partner der WHO sind und die Organisation dabei unterstützen, ihre Ziele, wie zum Beispiel Health for All oder Primary Health Care, weltweit zu erreichen. WHO CCs sind Schlüsselorganisationen mit relevanter Expertise und nützlichen Ressourcen, welche über die ganze Welt verteilt sind. Sie arbeiten an unterschiedlichsten Schwerpunkten: angefangen von der Datenerhebung über die Entwicklung von Guidelines bis hin zur Organisation von Fachtreffen.  

Palliativpflege-Lehrplan für 53 Länder

Neben dem seit längerem aufgebauten Kontakt des Instituts für Pflegewissenschaft und -praxis zur Weltgesundheitsorganisation – etwa im Rahmen des Aktionsbündnisses "Schmerzfreie Stadt Münster" – sieht  Institutsvorstand Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Osterbrink vor allem drei Ursachen für den Erfolg: "Ein gutes Team, eine gute Idee und ein gutes Programm." Vor allem Aufgaben aus der Versorgungsforschung, der Primärversorgung sowie universitärer, pflegebasierter Studiengänge gehören zu den Aufgabenstellungen als Kooperationszentrum.

Als zentrales Beispiel nennt Osterbrink den Bereich Palliative Care, also die Expertise seines Instituts rund um die Versorgung, Beratung und generell die Lebensqualität von Patienten, die mit lebensbedrohlichen Erkrankungen konfrontiert sind. "Im Rahmen der Versorgungsforschung unterstützen wir die WHO dabei, einen multidisziplinären und interprofessionellen Palliativpflege-Lehrplan für alle 53 Mitgliedsländer der europäischen WHO-Region zu erstellen, diesen zu testen und während der Implementierungsphase in diesen Ländern beratend zu unterstützen", erläutert Osterbrink.

Diese Zusammenarbeit ist für beide Teile von Vorteil. Durch sie erhalten die Paracelsus Medizinische Privatuniversität und ihre Kooperationspartner mehr Publicity und Aufmerksamkeit für ihre exzellenten Forschungstätigkeiten auf nationaler und insbesondere auf internationaler Ebene. Zusätzlich ergeben sich weitere Kooperationsmöglichkeiten, der Informationsaustausch wird gefördert und es entstehen Synergieeffekte durch die Verwendung gemeinsamer Ressourcen. Darüber hinaus können sich durch die Designation als CC zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten auftun und neue Sponsoren gefunden werden. 

Details finden Sie hier.

Informationen zu den WHO CC im Allgemeinen