Wissenschaftliche Institute > Universitätsinstitute > Early Life Care

Institut für Early Life Care

Vorstand: Univ.-Prof. Dr. med. Karl Heinz Brisch

„Mit einer sicheren Bindung werden die Eltern große Freude an ihrem Kind haben,
weil sicher gebundene Kinder eine bessere Sprachentwicklung haben,
flexibler und ausdauernder Aufgaben lösen, sich in die Gefühlswelt
von anderen Kindern besser hineinversetzen können,
mehr Freundschaften schließen und in ihren Beziehungen voraussichtlich
glücklichere Menschen sein werden.“ (K. H. Brisch)


Das Institut für Early Life Care ist weltweit das erste dieser Art. Es wurde im Oktober 2016 eröffnet und widmet sich den Wurzeln des Lebens. Die Forschungsfragen decken ein weites Feld an Grundlagen- sowie Interventionsforschung ab; dabei geht es um die Entwicklungszeiten von der Zeugung über die Schwangerschaft bis zur Geburt und frühkindlichen Entwicklung.

In Kooperation mit dem Bildungszentrum St. Virgil in Salzburg ist im Oktober 2016 auch der gleichnamige Universitätslehrgang gestartet worden. Er wendet sich an alle Berufsgruppen, die Kinder und Eltern in der Zeit vor und nach der Geburt betreuen, wie etwa Hebammen und GeburtshelferInnen, MedizinerInnen, PsychologInnen, PsychotherapeutInnen, Krankenpflegepersonal, HeilpädagogInnen, ErzieherInnen und SozialarbeiterInnen, Physio- und ErgotherapeutInnen, Beratungsberufe. Weitere Informationen:

 

Mission

Die ersten Jahre eines Säuglings sind das Fundament für einen guten Start ins Leben, für tragfähige Beziehungen und eine gesunde bio-psycho-soziale Entwicklung. Darüber ist man sich in der Forschung, gestützt auf eine gute Studienlage, einig. Wir wissen heute zum Beispiel, welchen Einfluss in dieser Zeit frühe Erfahrungen in Beziehungen haben, durch welche die vorhandenen Gene des Ungeborenen ,an‘- oder ,ab‘geschaltet werden, und wie dadurch Bindungserfahrungen, Gehirnentwicklung, Stressregulation und die Immunologie eines Säuglings entscheidend geprägt werden. Dennoch sind diese Entwicklungszeiten von der Zeugung über die Schwangerschaft, Geburt und bis zur frühkindlichen Entwicklung noch vergleichsweise unerforschte Bereiche.

Es wird vermutet, dass diese einen wesentlichen Anteil auch an der späteren körperlichen, psychischen und sozialen Entwicklung eines Menschen haben. Das Institut stellt sich die Aufgabe, einen wesentlichen Beitrag zur Erforschung dieses Lebensbereiches zu leisten.

Forschungsbereiche

Durch die lange Zeitspanne von der Zeugung bis hin zum ersten Lebensjahr des Kindes und durch die vielen verschiedenen Faktoren, die Einfluss auf die Entwicklung eines Säuglings haben, ergeben sich viele spannende Forschungsbereiche. Welche Faktoren sind in der heutigen Gesellschaft von Bedeutung, um die wichtige und kritische Phase am Beginn eines Lebens zu begleiten? Es kommt etwa darauf an:

  • Paare im Übergang zur Elternschaft gut zu unterstützen und elterliche Kompetenzen zu stärken;
  • Krippen und andere Frühförderungsstellen, auch Pflege- und Adoptivfamilien in ihren Herausforderungen zu begleiten;
  • Hebammen und weiteres Fachpersonal zu schulen, frühe Störungen, die eine gesunde Entwicklung gefährden, zu erkennen und im feinfühligen Umgang zu entschärfen;
  • frühe Auswirkungen von elterlichen psychischen Erkrankungen wie Depression, Angst, Sucht einzudämmen und ein unterstützendes, aufmerksames Umfeld zu schaffen;
  • den Teufelskreis der Weitergabe traumatischer Erfahrungen über Generationen hinweg zu durchbrechen, indem die Bezugspersonen sensibilisiert und ihnen beim Umgang mit dem Kind Begleitung, Beratung und Therapie angeboten werden;
  • die Auswirkungen von künstlicher Befruchtung, Pränataldiagnosik und Schwangerschaftsabbruch zu erforschen.

Konkrete Forschungsprojekte

Im Rahmen einer breit angelegten Studie zur Entwicklung der Eltern-Kind-Beziehung werden zwei Dissertationsarbeiten zu frühen Störungen der Eltern-Kind-Interaktion durch das Smartphone und durch elterliche Depression geplant und durchgeführt.

Presseberichte

Wenn sich Eltern nicht in ihr Baby einfühlen können, Der Standard (10.5.2017)

Gestressten Kindern eine Familie geben, Salzburger Nachrichten (22.11.2016)

Homosexuelles Paar kein Nachteil für Kind, Salzburger Nachrichten (24.4.2013)

Baby gegen Smartphone, Zukunft mit Kindern (27.1.2017)

Wie Bindung die Seele formt, Salzburger Nachrichten (12.3.2016)

Nicht nur an eine Person gebunden, Salzburger Nachrichten (27.3.2017)

Bindung als Fundament fürs Leben, Paracelsus Today (1/2017)

Team und Kontakt

Univ.-Prof. Dr. med. Karl Heinz Brisch
Institut für Early Life Care
Vorstand

Tel.: +43 662 2420-80590
Mobil: +43 699 14420084
Fax: +43 662 2420-80009
E-Mail: karl-heinz.brisch@pmu.ac.at
Publikationen
Thimea Elisabeth Török, BA
Institut für Early Life Care
Assistentin

Tel.: +43 662 2420-80591
Mobil: +43 699 14420053
E-Mail: thimea.toeroek@pmu.ac.at
Mag. Hannah Bischof
Institut für Early Life Care
Wissenschaftliche Mitarbeiterin | Psychologin

Tel.: +43 662 2420-80595
E-Mail: hannah.bischof@pmu.ac.at
Publikationen
Katharina Trost, MSc
Institut für Early Life Care
Wissenschaftliche Mitarbeiterin | Psychologin

Tel.: +43 662 2420-80594
E-Mail: katharina.trost@pmu.ac.at
Publikationen