Abschlusstagung "Qualität in der Hausarztpraxis" des Instituts für Allgemeinmedizin zum Forschungsprojekt "IQuaB"

17.09.2014


Das Projektteam des IQuaB-Forschungsprojekts (v.l.n.r.): Dr. Martin Sprenger, Dr. Giuliano Piccoliori, Dr. Angelika Mahlknecht, Muna Abuzahra, Prof. Dr. Maria Flamm, Dr. Michael Riener, Dr. Christoph Fürthauer, Prof. Dr. Andreas Sönnichsen, Dr. Sophie Keller, Dr. Alexandra Vontavon, Dr. Adolf Engl.



Das Institut für Allgemeinmedizin der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität hatte von Oktober 2011 bis September 2014 zusammen mit der Südtiroler Akademie für Allgemeinmedizin und 57 Hausärzten im Pinzgau, Pongau und in Südtirol das Forschungsprojekt "IQuaB" durchgeführt, welches im Rahmen des EU-Förderprogramm Interreg IV Italien-Österreich finanziert wurde.

Auf der Tagung "Qualität in der Hausarztpraxis" am 13. September 2014, welche von LH-Stv. und Gesundheits-Landesrat Dr. Christian Stöckl eröffnet wurde, wurden die Ergebnisse zum Projekt allen interessierten Hausärzten und Gesundheitsexperten der Region präsentiert. In anschließenden Workshops wurde das Thema Qualität und Qualitätsmessung weiter vertieft.

Das Ziel des IQuaB Projektes war die Optimierung der Versorgung von Menschen mit chronischen Krankheiten. Die Versorgungsgüte wurde in Hausarztpraxen anhand so genannter Qualitätsindikatoren in den Regionen Südtirol, Pongau und Pinzgau erhoben. Beispielsweise wurde ermittelt, bei wie vielen Diabetikern die Hausärzte regelmäßige Langzeitblutzucker-Messungen durchführten, wie viele "ihrer" Bluthochdruck-Patienten einen adäquaten Blutdruckwert unter der gegebenen medikamentösen Therapie  erzielten. Elektronische Praxissoftwares können dabei für Hausärzte einen wertvollen Beitrag zur Qualitätssicherung leisten.

Insgesamt konnte im Projekt IQuaB in Salzburg jeder vierte gemessene Qualitätsindikator verbessert werden, in Südtirol sogar jeder zweite. Durch das Benchmarking und die Vernetzung der Hausärzte in Qualitätszirkeln kam es vor allem zu einer Verbesserung der Prozessqualität. Darüber hinaus konnten auch Veränderungen der Ergebnisqualität festgestellt werden. 

Nähere Informationen finden Sie unter: http://iquab.net/