Akademische Feier am PMU-Standort Nürnberg mit Antrittsvorlesung von Prof. Gundula Schulze-Tanzil

04.07.2016

Großes Engagement in der Lehre, Zunahme der Forschungsaktivität, hochkarätige Berufungen: Die Paracelsus Medizinische Privatuniversität in Nürnberg ist auf einem sehr guten Wege. Dies hat der Rektor der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU), Univ.-Prof. Dr. Herbert Resch, bei ihrer Akademischen Feier am 6. Juni 2016 in Nürnberg, dem deutschen Standort der Universität bestätigt.

Seit 2014 werden in Nürnberg 50 Medizinstudierende pro Jahr nach dem modernen, am Konzept der amerikanischen Mayo Medical School orientierten Curriculum ausgebildet, das Theorie, Wissenschaft und klinische Praxis vereint. Die Forschungsaktivitäten in Nürnberg konnten im vergangenen Jahr von 300 auf mehr als 400 Publikationen gesteigert werden. Rektor Resch wies darauf hin, dass der Gegenwind, den die junge Universität immer wieder verspüre, die Motivation aller Beteiligten noch erhöhe.

Antrittsvorlesung der Lehrstuhlinhaberin für Anatomie

Im Mittelpunkt der Feier stand die Antrittsvorlesung von Univ.-Prof. Dr. Gundula Schulze-Tanzil (im Bild), der Nürnberger Lehrstuhlinhaberin für Anatomie. 2015 war die Wissenschafterin von der Berliner Charité nach Nürnberg gekommen, wo sie inzwischen die vorklinische Lehre in der Anatomie und einen Forschungsschwerpunkt aufgebaut hat, der sich mit den molekularen Mechanismen von Arthrose (Gelenkverschleiß) und der Entwicklung von Knorpel- und Sehnenersatz befasst. In ihrer Vorlesung präsentierte sie faszinierende Lösungsansätze, wie durch Stammzellen und Züchtung von Gewebe biologischer Ersatz für zerstörte Gelenke geschaffen werden könnte. 

"Der Aufbau der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität in Nürnberg ist durch weitere hochkarätige Berufungen rasch vorangeschritten", betonte Vizerektor Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Söllner (im Bild oben). In diesem Jahr wurden der Lehrstuhl für Physiologie (Prof. Dr. Dr. Boris Musset, zuvor Helmholtz-Forschungszentrum, Jülich) und die Chefärzte und Lehrstuhlinhaber für Urologie (Prof. Sascha Pahernik, zuvor Universität Heidelberg) und Radiologie (Prof. Dr. Michael Lell, zuvor Universität Erlangen) berufen.

Studierende würdigten ihre "Teachers of the Year"

Traditionell werden bei der Akademischen Feier besondere Leistungen in Forschung und Lehre ausgezeichnet. So wählten die beiden Nürnberger Studierenden-Jahrgänge jeweils ihre drei "Teachers of the Year": Prof. Dr. Stefan Heuser und Prof. Dr. Ronald Ebbert von der Technischen Hochschule Georg Simon Ohm, die Chemie bzw. Biochemie unterrichten, sowie Dr. Ralf Kling und Prof. Dr. Dr. Boris Musset (Physiologie), Prof. Papadopulos (Pathologie) und Prof. Dr. Frank Erbguth (Ethik), alle Paracelsus Medizinische Privatuniversität in Nürnberg.

Paracelsus-Wissenschaftspreise verliehen

Für herausragende Publikationen des Vorjahres erhielten 16 Wissenschafter/innen der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität in Nürnberg Forschungspreise. Forschungsaktivste Nürnberger Institute und Kliniken waren die Herzchirurgie, Innere Medizin/Hämatologie und Onkologie und die Medizinische Chemie und Labormedizin. Die Auszeichnung "Forscher des Jahres / Forscherin des Jahres" erhielten Dr. Kerstin Schäfer-Eckart, Universitätsklinik für Innere Medizin 5, Hämatologie und Onkologie, und Dr. Giuseppe Santarpino, Universitätsklinik für Herzchirurgie. Ihre Forschungsgebiete sind die Stammzelltransplantation und die Herzklappenchirurgie.

Fotos: Uwe Niklas