Aktionsbündnis Schmerzfreie Stadt Münster: Weltweit größte Patientenerhebung durch das Institut für Pflegewissenschaft gestartet

23.03.2010

Mit dem ,Aktionsbündnis Schmerzfreie Stadt Münster’ wurde ein weltweit einmaliges, auf drei Jahre angelegtes Forschungsprojekt gestartet, in dem erstmals die Versorgungsrealität einer ganzen Kommune analysiert wird.

Die Partner v.li.n.re.: Markus Lewe, Dr. Michael Nake (Paracelsus Universität Salzburg), Dr. Ingrid Spohr (Mundipharma), Birgit Fischer, Prof. Esther Pogatzki-Zahn, Prof. Dr. Jürgen Osterbrink, Prof. Dr. Dr. Brodner. [Foto: Cyrano]

Das Ziel des Bündnisses ist es, Wissens- und Versorgungslücken an den Schnittstellen von Krankenhäusern, Alten- und Pflegeeinrichtungen, Schmerzpraxen und Hospizen zu erkennen und zu schließen, erläutert Projektleiter Professor Dr. Jürgen Osterbrink vom Institut für Pflegewissenschaft der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität.

Eine optimal verlaufende Schmerzbehandlung ist notwendig und wichtig, sind doch in Deutschland 61 Prozent der über 65-Jährigen Schmerzpatienten. Von dieser Gruppe leiden 16 Millionen an Rückenschmerzen, 6,5 Millionen an Kopf- oder Migräneschmerzen und 3,7 Millionen an Bandscheibenschmerzen, so Birgit Fischer, Vorstandsvorsitzende der Barmer GEK. Neben der Schmerzreduzierung der Patienten ist die Senkung der Behandlungskosten das zweite große Ziel des Projektes. Pro Jahr geben die Gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland 104 Millionen Euro für die Schmerzbehandlung aus. Das in Art und Umfang weltweit einzigartige Konzept wird von der Stadt Münster, dem Land Salzburg und dem Unternehmen Mundipharma gefördert.

Detaillierte Informationen zum Aktionsbündnis finden Sie unter folgender Webadresse: www.schmerzfreie-stadt.de