Auszeichnung für „Rechercheservice Evidenzbasierte Medizin“

16.03.2009

Das Deutsche Netzwerk Evidenzbasierte Medizin (DNEbM) verlieh am 6. März  2009 im Rahmen der 10. Jahrestagung in Berlin den David-Sackett-Sonderpreis für Implementierungsprojekte in der Praxis. Der Preis würdigt herausragende und nachhaltige Arbeiten auf dem Gebiet der Evidenzbasierten Medizin (EbM) und Gesundheitsversorgung sowie Projekte zur Förderung der Praxisimplementierung von EbM. 

David Sackett, nach dem der Preis benannt ist, gilt als Pionier der EbM, die vom angloamerikanischen Raum ausgehend mittlerweile weltweit praktiziert wird. Der heute in Kanada lebende Sackett gründete 1967 das erste Institut für klinische Epidemiologie an der McMaster Universität in Kanada und später das Oxford Centre for Evidence-based Medicine. Er ist Initiator und Mitherausgeber des Journals Evidence Based Medicine, Autor von zahlreichen Lehrbüchern und zudem Begründer der Fortbildungskurse für EbM an der Universität Oxford.

Der diesjährige Preis ging an Dr. Andreas Rinnerberger, Dr. Michaela Grafinger und Univ.-Prof. Dr. Andreas Sönnichsen (Institut für Allgemein-, Familien- und Präventivmedizin der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität) für das Projekt „Rechercheservice Evidenzbasierte Medizin“ (REM) und wurde durch den Präsidenten des DNEbM, Univ.-Prof. Dr. Edmund Neugebauer überreicht.

V.l.n.r.: Mag. Siegfried Leitner (Actavis), Dr. Andreas Rinnerberger, Dr. Michaela Grafinger, Dr. Andreas Sönnichsen (Institut für Allgemein- Familien- und Präventivmedizin), Mag. Susanne Lammer, Mag. Stefan Reicho (Actavis)

Im Rechercheservice Evidenzbasierte Medizin erhalten niedergelassene Ärzte aller Fachrichtungen seit nunmehr fast zwei Jahren die Möglichkeit, über eine Internetplattform Fragen aus der täglichen Praxis an das Rechercheteam der Paracelsus Universität zu stellen. Nach eingehender Literaturrecherche und kritischer Bewertung der Studienevidenz wird über besagte Internetplattform eine Antwort übermittelt, die auf der derzeit besten verfügbaren Studienevidenz beruht.

Ermöglicht wurde das Projekt durch eine Kooperation mit dem Generikahersteller Actavis GmbH. Idee und Ausführung von „REM“ wurden von Actavis und dem Institut für Allgemein-, Familien- und Präventivmedizin in enger Kooperation entwickelt, wobei eine strikte Aufgabentrennung sichergestellt ist: Die inhaltliche Recherchearbeit sowie die evidenzbasierte Beantwortung der Fragen obliegt ausschließlich dem Rechercheteam der Paracelsus Universität. Actavis stellt die Internetplattform als Serviceleistung für niedergelassene Ärzte zur Verfügung und unterstützt die PMU finanziell. Auf den Inhalt der Antworten nimmt Actavis keinen Einfluss.