Auszeichnungen: Preise des Kulturfonds der Stadt Salzburg und Oral Presentation Award der ÖGAI

11.12.2014

Bereits zum 12. Mal fand Anfang Dezember die jährliche Verleihung der Preise des Kulturfonds der Stadt Salzburg statt. Den diesjährigen internationalen Preis für Wissenschaft und Forschung verlieh Bürgermeister-Stellvertreterin Mag. Anja Hagenauer an Univ.-Doz. Dr. Hans-Christian Bauer, Vorstand des Forschungsinstituts für Sehnen- und Knochenregeneration der Paracelsus Universität. Bauer und sein Team beschäftigen sich seit Jahren mit der Frage "Wie entwickelt sich Leben?". Entsprechend der Komplexität dieser Fragestellung tun sie dies mit interdisziplinärer Haltung und Forschung auf unterschiedlichen Ebenen. Das Wachstum von Zellen, ihr Zusammenspiel im Zentralnervensystem und schließlich die Regeneration von Zellorganismen und Organen sind die bestimmenden Themen seiner kontinuierlichen Forschung. Im Mittelpunkt steht seit einigen Jahren die Frage nach der Regenerationsfähigkeit von zwei besonders verletzungsanfälligen Geweben, nämlich von Sehnen und Knochen. Gerade im Alter regenerieren diese nur schlecht. Die Grundlagenforschung am Institut findet an der Schnittstelle zur klinischen Praxis statt. Maßgeblich dafür ist einerseits die langjährige, enge Kooperation mit der Universitätsklinik für Unfallchirurgie und andererseits seit 2011 das Zentrum für Querschnitt- und Geweberegeneration (SCI-TReCS). Kooperative Projekte sowie insbesondere die Nachwuchsförderung betreibt Bauer weit über die Salzburger Grenzen hinaus.


Hans-Christian Bauer, Vorstand des Instituts für Sehnen- und Knochenregeneration, erhielt von Bürgermeister-Stellvertreterin Anja Hagenauer den diesjährigen Preis für Wissenschaft und Forschung des Kulturfonds der Stadt Salzburg überreicht.



Den Förderpreis für Wissenschaft und Forschung des Kulturfonds der Stadt Salzburg erhielt das Leitungsteam des Universitätslehrgangs Palliative Care der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität. Palliativmedizin ist ein noch junges Fach; noch jünger aber ist der ganzheitliche Ansatz der Palliative Care – die medizinische und psychosoziale Begleitung von unheilbar kranken Menschen. Der Universitätslehrgang Palliative Care wurde im Jahr 2006 an der Paracelsus Universität eingerichtet. Ein interdisziplinäres Team vermittelt die spartenübergreifenden Kompetenzen, die für die anspruchsvolle Arbeit in Hospizen notwendig sind. Der Lehrgang wurde in Kooperation mit dem Dachverband Hospiz Österreich, der Hospiz-Bewegung Salzburg sowie dem Bildungszentrum St. Virgil nach internationalen Standards entwickelt und wird unter Leitung von Dr. Irmgard Nake umgesetzt. Zum Leitungsteam gehören weiters Prof. Mag. Peter Braun (Direktor St. Virgil), Mag. Dr. Christof Eisl (GF Hospiz-Bewegung Salzburg), Dr. Michael Nake (Kanzler Paracelsus Universität) und Mag. Leena Pelttari (GF Dachverband Hospiz Österreich).


Salzburgs Bürgermeister-Stellvertreterin Anja Hagenauer mit dem Leitungsteam des Unjversitätslehrgangs Palliative Care: Irmgard Nake, Leena Pelttari, Michael Nake, Christof Eisl, Peter Braun (von links).



Oral Presentation Award der ÖGAI: Von 6. bis 8. November 2014 fand in Salzburg die Jahrestagung der österreichischen Gesellschaft für Allergologie und Immunologie (ÖGAI) statt.  Klinische und experimentelle Forschende aus ganz Österreich sowie internationale Gastvortragende trafen sich in der großen Aula der Universität Salzburg um ihre jüngsten Ergebnisse aus Grundlagen- sowie klinischer Forschung im Bereich der Immunologie und Allergologie auszutauschen.

Im Rahmen der Tagung präsentierte Dr. Julia Marschallinger, Post-Doc am Institut für Molekulare Regenerative Medizin und im Bereich der Gehirnforschung tätig, in einem Kurzvortrag ihr laufendes Forschungsprojekt. Dieses beschäftigt sich mit den positiven Auswirkungen eines Asthma-Medikaments auf die Gehirnfunktion im Alter. Für den Vortrag mit dem Titel  "Structural and functional rejuvenation of the aged brain by an approved anti-asthmatic drug" erhielt die junge Wissenschafterin in ihrer Session den Oral Presentation Award.


Julia Marschallinger vom Institut für Molekulare Regenerative Medizin – im Bild mit Institutsvorstand Ludwig Aigner – erhielt für ihren Vortrag zu einem laufenden Forschungsprojekt den Oral Presentation Award der ÖGAI.