Auszeichnungen und Erfolge im Herbst 2011

21.11.2011

European Change Communications Award 2011. Die Paracelsus Medizinische Privatuniversität und die Salzburger Landeskliniken (SALK) durften sich  im November über eine Auszeichnung freuen: Das gemeinsame Schnittstellenprojekt „Universitätsmedizin 2016“ wurde mit dem European Change Communications Award 2011 ausgezeichnet. Im Rahmen der Preisverleihung auf dem Change Communication Congress 2011 erhielten Univ.-Prof. Dr. Herbert Resch, Rektor der Paracelsus Universität, SALK-Geschäftsführer Burkhard van der Vorst und die Leiterin der Stabstelle Strategie und Unternehmensentwicklung Alexandra Graf die Trophäe „Flying Egg“ für den ersten Preis in der Kategorie „Strategy and Leadership“.

Die Agentur Symbiosis und die Internal Branding Academy (IBA) verleihen die Auszeichnung  an beispielhafte Projekte im Bereich Veränderungs-kommunikation.  Eine Jury aus internationalen Marketing- und Kommunikationsexperten ermittelt die Gewinner in den Kategorien „Strategy and Leadership“, „Reorganisation and Innovation“, „Identity and Branding” und „Image and Public Affairs“. In diesem Jahr wurde auch erstmals ein Sonderpreis für Corporate Volunteering Projekte verliehen.


Bild (v.l.n.r.): SALK-Geschäftsführer Burkhard van der Vorst, Leiterin Stabstelle Strategie und Unternehmensentwicklung Alexandra Graf und Rektor Univ.-Prof. Dr. Herbert Resch mit dem „Flying Egg“.


Internationaler Preis für Wissenschaft und Forschung. Univ.-Prof. Mag. Dr. Barbara Kofler wurde mit einer besonderen Auszeichnung bedacht: Die Chemikerin erhielt am 22. November 2011 den Internationalen Preis für Wissenschaft und Forschung des Kulturfonds der Stadt Salzburg verliehen. Die Stadt würdigt damit Koflers langjährige, überaus erfolgreiche wissenschaftliche Tätigkeit auf dem Gebiet des Tumorstoffwechsels und auf ihrem persönlichen Spezialgebiet, der Neuropeptidforschung. Sie ist die Entdeckerin des Neuropeptids Alarin, eines Eiweißhormons.

Die gebürtige Innsbruckerin leitet seit 1995 das Labor an der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde, wo 2009 über ein Exzellenzförderprogramm der FFG ein Laura Bassi Centre of Expertise für Neuropeptidforschung etabliert wurde. Seit 2009 ist Barbara Kofler Forschungsprofessorin für Rezeptorbiochemie und Tumorstoffwechsel der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität und fungiert als akademische Koordinatorin für den PhD Molekulare Medizin.


Heinz Schaden, Bürgermeister der Stadt Salzburg, überreichte Univ.-Prof. Mag. Dr. Barbara Kofler den Internationalen Preis für Wissenschaft und Forschung des Kulturfonds der Stadt Salzburg.


Die Preisträgerin und ihre Gratulanten (v.l.n.r.): Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Sperl, Vorstand der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde, Univ.-Prof. Dr. Johann Bauer, Leiter des Forschungsprogramms für Molekulare Therapie bei Genodermatosen und Lebenspartner der Preisträgerin, Univ.-Prof. Mag. Dr. Barbara Kofler,  Mag. Silke Weineck, Leiterin des Forschungsbüros der Paracelsus Universität, und Kanzler Dr. Michael Nake.


Unilever Dermatologenpreis 2011. Das Forschungsprogramm „Molekulare Therapie bei Genodermatosen (Epidermolysis bullosa)“ der Universitätsklinik für Dermatologie und der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität wurde auf der Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie (ÖGDV) mit dem Unilever Dermatologenpreis ausgezeichnet.

Die „Schmetterlingskinder“ , Patienten mit der genetischen Hauterkrankung Epidermolysis bullosa (EB), leiden an einem fehlenden Zusammenhalt der Oberhaut mit der Lederhaut durch das Fehlen von Struktur-Eiweißen der Haut wie Kollagen Typ 17. Das EB-Haus Austria auf dem Gelände der SALK in Anbindung an die Universitätsklinik für Dermatologie der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität forscht an Behandlungsmethoden durch Gentherapie.  Das Forschungsprogramm „Molekulare Gentherapie bei Genodermatosen“ wird von Univ.-Prof. Dr. Johann Bauer geleitet.

Die prämierte Arbeit „A novel screening system improves genetic correction by internal exon replacement“ wurde in der Zeitschrift „Nucleic Acid Research“ publiziert. Sie befasst sich mit der therapeutischen Strategie, interne, veränderte Genabschnitte bei Epidermolysis bullosa durch gesunde Genabschnitte zu ersetzen. Ziel war die Korrektur des Kollagen 17-Gens, das mit der junktionalen Form der Epidermolysis bullosa (JEB) assoziiert ist. In der Arbeit wurde eine Methode entwickelt, mit deren Hilfe man Reparaturbausteine für die gezielte Korrektur einer internen Genregion des Kollagen 17-Gens identifizieren kann. Eine Vielfalt an Reparaturbausteinen kann auf ihre Reparatureffizienz getestet werden, um das beste Molekül für weitere Versuche in Hautzellen von JEB-Betroffenen einzuschleusen. Die Methode soll zudem auch für weitere für Epidermolysis bullosa relevante Gene ihre Anwendung finden.


Bild (v.l.n.r.): Ing. Gerhard Gribl (Unilever Österreich), Dr. Ulrich Koller (Forschungsprogramm „Molekulare Therapie bei Genodermatosen (Epidermolysis bullosa)“) und Prim. Univ.-Prof. Dr. Josef Auböck (Österreichische Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie - ÖGDV).


Isidor Neumann Posterpreis 2011. Auch Dr. Christina Gruber vom  Forschungsprogramm „Molekulare Therapie bei Genodermatosen (Epidermolysis bullosa)“ wurde auf der ÖGDV-Jahrestagung ausgezeichnet. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin am EB-Haus Austria erhielt den Isidor Neumann Posterpreis 2011. Mit ihrer Arbeit „Expression profile of antimicrobial peptides in keratinocytes of patients with recessive dystrophic Epidermolysis bullosa“ konnte Gruber zeigen, dass Patienten mit rezessiv dystropher Epidermolysis bullosa zu geringe Mengen eines antimikrobiellen Peptides produzieren, was zu einer Verschlechterung der Wundheilung beitragen kann. Diese neuen Erkenntnisse werden in Folge zur Entwicklung neuer möglicher Therapieansätze für EB-Patienten verwendet.


Bild (v.l.n.r.): Univ.Prof. Dr.  Michael Binder und Prim. Univ.-Prof. Dr. Josef Auböck (Österreichische Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie - ÖGDV) mit der Preisträgerin Dr. Christina Gruber (Forschungsprogramm „Molekulare Therapie bei Genodermatosen (Epidermolysis bullosa)“).


Markus Paulmichl als Guest Editor. Die aus einem Workshop des Instituts für Pharmakologie und Toxikologie der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität resultierenden 21 wissenschaftlichen Arbeiten wurden im November 2011 in einer Sonderausgabe des Journals „Cellular Physiology and Biochemistry“ (Ausgabe 28, No. 3) publiziert. Institutsvorstand  Univ.-Prof. Dr. Markus Paulmichl fungierte dabei als Guest Editor.

Vom 8. bis 10. April 2011 fand in Leogang ein von der European Science Foundation geförderter und vom Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität organisierter internationaler Workshop statt. Wissenschafter und Wissenschafterinnen aus insgesamt 17 Forschungsgruppen – neun aus Europa, eine aus Israel, fünf aus den USA, eine aus Japan und eine aus Singapur - beschäftigten sich mit dem Transportprotein „Pendrin“. Dieses spielt vor allem bei Krankheiten wie dem „Pendred Syndrom“, der häufigsten angeborenen Innenohrschwerhörigkeit, und bei Asthma bronchiale eine wichtige Rolle – aber auch, wie vermutet wird – bei der Entwicklung des Gehirns.



Die Sonderausgabe des Journals „Cellular Physiology and Biochemistry“ zum Workshop des Instituts für Pharmakologie und Toxikologie.


Prof. Markus Paulmichl fungierte als Guest Editor der Sonderausgabe von „Cellular Physiology and Biochemistry“.