Das Institut für Pflegewissenschaft feiert fünfjähriges Bestehen

07.05.2012


Das Team der Pflegewissenschaft an der Paracelsus Universität feiert das fünfjährige Bestehen des Instituts.


Seit dem Start im Jahr 2007 mit dem Bachelorstudiengang Pflegewissenschaft – samt 14 Studierenden  sowie drei Mitarbeitern/innen – hat sich am Institut einiges getan. Der Bachelorstudiengang wurde drei Jahre später als Online-Studiengang rekonzipiert, was ihn durch die minimalen Anwesenheitszeiten vor allem für Berufstätige innerhalb des deutschsprachigen Raumes besonders attraktiv macht. Die Studieninhalte, in drei aufeinander abgestimmten Levels organisiert, weisen einen hohen Praxisbezug auf und orientieren sich sowohl an nationalen Gegebenheiten als auch an internationalen Studiengängen.

Ebenfalls sehr erfolgreich läuft seit 2008 das „2in1-Modell Pflege“. Dieser Bachelorstudiengang wird in Kooperation mit den Gesundheits- und Krankenpflegeschulen in Schwarzach, Vöcklabruck, Steyr, Wels-Grieskirchen und Wien angeboten. Er richtet sich an Maturanten/innen, die mit dieser Ausbildung in nur sieben Semestern gleichzeitig das Diplom in der Gesundheits- und Krankenpflege sowie den universitären Bakkalaureatsabschluss in der Pflegewissenschaft erlangen können. Universitätslehrgänge für Wound Care Management, Palliative Care und Führungskräfte im Gesundheitswesen (Basales und Mittleres Management) runden das Ausbildungsangebot ab. Damit betreut das Institut aktuell über 350 Studierende. Neben der Lehre  ist auch die Forschung zu einem starken Schwerpunkt angewachsen: Beides wird von einem mittlerweile 17-köpfigen Team in Salzburg sowie 5 Kollegen/innen in Münster geleistet.

Alfit (Altersbezogenes Fitness-Training) ist ein bereits erfolgreich abgeschlossenes multiprofessionelles Projekt in Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum für  Geriatrie unter sportmedizinischer Beratung.  Es wurde die  Effektivität  und  Nachhaltigkeit eines  Trainingsprogramms  zum  Training  von  Kraft,  Ausdauer und  Balance  mit  sporttherapeutischen  Geräten  bei  betagten und hochbetagten Menschen nachgewiesen.

Das „Aktionsbündnis Schmerzfreie Stadt Münster“ (www.schmerzfreie-stadt.de) ist ein mehrjähriges Forschungsprojekt. Ziel ist es, die Umsetzung von effektiven multiprofessionellen Schmerztherapien zu fördern und damit einen wesentlichen Beitrag zur Versorgungsforschung und Weiterentwicklung des schmerztherapeutischen Versorgungssystems zu leisten. Im Rahmen des Projekts wird eine systematische Untersuchung des Schmerzmanagements in lokalen Versorgungseinrichtungen durchgeführt, um etwaige bestehende Versorgungsbrüche zu identifizieren. Gemeinsam mit den lokalen Akteuren werden zurzeit Optimierungsmaßnahmen entwickelt.

OSIA (Optimiertes Schmerzmanagement in Altenpflegeheimen) ist ein ebenfalls mehrjähriges Forschungsprojekt in Kooperation mit der SeneCura, dem größten privaten Pflegeheimbetreiber Österreichs. Das Projekt setzt sich mit Schmerzerkennung, -management und -vermeidung in Altenpflegeheimen auseinander. In den Einrichtungen werden das Schmerzmanagement und seine Effektivität aus Sicht der Bewohner/innen und der Pflegenden analysiert:  Wie wird Schmerz im Altenheim erkannt? Welche Konzepte des Schmerzmanagements kommen zum Einsatz? Ziel ist es, Optimierungsmöglichkeiten aufzuzeigen und verbessernde Maßnahmen abzuleiten.

Der Auftrag des DNQP – Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege  (www.dnqp.de), einen Expertenstandard für Schmerzmanagement in der Pflege zu entwickeln, ging abermals an das Institut für Pflegewissenschaft. Hiermit wir ein State of the Art für eine gesamte Berufsgruppe entwickelt.