Delegation der Kathmandu University absolviert zweiwöchigen Intensivbesuch an der Paracelsus Universität

16.06.2014


Leman Emin (li.), Markus Ritter (Mitte) und Silke Weineck (re.) von der Paracelsus Universität betreuten die nepalesischen Universitätsvertreter bei ihrem zweiwöchigen Besuch in Salzburg.


Die Paracelsus Medizinische Privatuniversität, die Medizinischen Universität Graz und die Kathmandu University School of Medical Sciences (KUSMS) sowie deren Universitätsklinikum, das Dhulikhel Hospital in Nepal, arbeiten im Projekt ANMMEC (Austrian-Nepali Mutual Medical Education Cooperation) zusammen. Dieses soll den Wissentransfer im medizinisch-ärztlichen, pflegerischen und akademisch adninistrativen Bereich ermöglichen und letztendlich einen Beitrag zur Verbesserung der Gesundheitseinrichtungen in Nepal leisten. Im Mai und Juni gab es in diesem Rahmen nun erstmals einen Austausch von Personal aus dem Universitätsmanagement.

Dipak Prasad Dahal, MBS, und Birendra Bahadur Lakhey, MA, konnten jeweils zwei Wochen lang die Medizinischen Universitäten Salzburg und Graz, insbesondere die Universitätsverwaltung und das Diplomstudium Humanmedizin, intensiver kennenlernen. Die beiden arbeiten an der KUSMS in den Bereichen Controlling und Prüfungsevaluation sowie in der Studiengangsorganisation Humanmedizin. An der Paracelsus Universität sind mehr als 30 Führungskräfte und Mitarbeiter der Universität in Gespräche, Führungen und Diskussionen mit den nepalesischen Kollegen involviert. Das Projekt wurde durch das austro-asiatische Universitätsnetzwerk "Eurasia-Pacific Uninet" und vom Rotary Club Salzburg Paracelsus finanziell unterstützt.

"Die Zusammenarbeit mit der Paracelsus Universität geht auf den langjährigen Kontakt unseres ehemaligen Ehrenrektors Prof. Julian Frick mit Prof. Ram Shresta zurück, der nach seinem Medizinstudium und der Facharztausbildung zum Chirurgen in Österreich das Dhulikhel Hospital begründete und heute der Kathmandu University als Rektor vorsteht", erklärt Univ.-Prof. Dr. Markus Ritter, der seit 2010 auf Einladung von Prof. Shresta in der Curriculumskommission der nepalesischen Partneruniversität mitwirkt. Der Vorstand des Instituts für Physiologie und Pathophysiologie besuchte im vergangenen April bereits zum wiederholten Male Curriculum-Workshops in Dhulikhel.

"Die strukturellen und curricularen Ähnlichkeiten zwischen der Paracelsus Universität und der KUSMS sind sehr ausgeprägt. Wie unsere Universität bietet auch die KUSMS in der Humanmedizin eine praxisorientierte Medizinerausbildung in kleinen Studentengruppen mit einem innovativen Curriculum und ist mit 17 Jahren ebenfalls eine relativ junge universitäre Ausbildungsstätte“, sagt die Leiterin des Forschungsbüros, Mag. Silke Weineck, die gemeinsam mit Markus Ritter die Koordination im „Eurasia-Pacific Uninet“ innehat.

Trotz der schon bisher intensiven Kontakte durch Studierendenaustausch und Curriculumsentwicklung ist dieser "Management Exchange" der Erste seiner Art. Als nächster Schritt soll ein strukturiertes Famulatur-Austauschprogramm etabliert werden, wie es zwischen den vier österreichischen Medizinischen Universitäten und vier renommierten Partneruniversitäten in China bereits besteht.