Der bekannte Forscher Josef Penninger zu Gast an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität

04.11.2010

Das Institut für Molekulare Regenerative Medizin lud Anfang November zum Neuroscience Club Seminar ein. Als Vortragenden konnte das Institut niemand geringeren, als den namhaften Forscher, Prof. Josef Penninger, gewinnen. Das Thema seines Referats lautete: „Von Systemgenetik im Fliegenmodell zur Entschlüsselung des ersten Synästhesie-Gens“. Der Österreicher erläuterte anhand einer ‚Knock-out’-Maus das Phänomen des ‚sehenden Schmerzes’.


© IMBA/Rainer Wohlfahrt

Penninger ist ein international renommierter Forscher im Bereich der Molekularbiologie und Genetik. Seit 2002 ist er wissenschaftlicher Direktor am IMBA - Institut für Molekulare Biotechnologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) in Wien. Seine wissenschaftlichen Leistungen schlagen sich in mehr als 300 wissenschaftlichen Arbeiten nieder, von denen eine große Zahl in führenden Journalen wie „Nature“ und „Science“ publiziert wurden. Zu den viel beachteten Forschungsergebnissen zählt etwa die Identifizierung des RANK Ligand, eines wichtigen Regulators im Knochenstoffwechsel, der für Knochenschwund bei Osteoporose, rheumatoider Arthritis und metastasierenden Karzinomen verantwortlich ist. Viel versprechende klinische Studien mit Substanzen, die RANK Ligand hemmen, eröffnen zukünftige Therapiemöglichkeiten, von denen Millionen Patienten profitieren können.

Das von Josef Penninger wissenschaftlich geleitete IMBA kombiniert Grundlagen- und angewandte Forschung auf dem Gebiet der Biomedizin. Unter seiner Leitung arbeiten über 100 Spitzenwissenschaftler aus 25 Nationen daran, molekularbiologische und genetische Zusammenhänge von Erkrankungen aufzuspüren und zu erklären. Schwerpunkte bilden die systematische Genanalyse, die Stammzellforschung und die RNA-Interferenz. Die Erkenntnisse werden in die Entwicklung neuer Ansätze zur Prävention, Diagnose und Therapie von Krankheiten eingebracht.