Die PMU auf der Kinderuni Almtal: Warum Kängurus weit springen und Skifahrer oft verletzt sind

09.08.2019

Im Rahmen der Kinderuni Almtal des Vereins IFAU – Institut für Angewandte Umweltbildung beteiligte sich ein Team des Instituts für Sehnen- und Knochenregeneration der Paracelsus Universität (im Bild links Wissenschafter Herbert Tempfer mit Teilnehmerinnen) am bunten Sommerprogramm. Gemeinsam mit den Kindern ging man der Frage nach, "warum Kängurus weit springen und Skifahrer so oft verletzt sind".

Sehnen verbinden Knochen mit Muskeln und ermöglichen so die Bewegung unseres Körpers. Zusammen mit den Knochen, Muskeln, Gelenken und Bändern bilden die Sehnen den Stütz- und Bewegungsapparat. Wir denken zumeist erst dann an sie, wenn sie entweder wehtun oder gar reißen. Die PMU-Wissenschafter/innen veranschaulichten den Kinder anhand einer präparierten Schweinshaxe, was ein Bein bewegt.

Darüber hinaus erforschten sie das ausgeklügeltes Zusammenspiel, bei dem die Sehnen die Muskelkraft auf das relativ starre Skelett übertragen. Gemeinsam versuchte man herauszufinden, was es neben starken Muskeln noch für weite Sprünge braucht und ob Menschen mit viel Training dem Känguru Konkurrenz machen können.

Das 2011 gegründete Institut für Sehnen- und Knochenregeneration der Paracelsus Universität ging aus einer Forschungsinitiative für Zellbiologie hervor und erforscht, welche Ursachen Sehnenerkrankungen haben und wie einander Sehnenzellen und Sehnenmatrix (die unbelebte Grundsubstanz der Sehnen) beeinflussen. Das Ziel der Forschungsarbeiten ist, diese gegenseitige Beeinflussung steuern zu können und so Sehnenverletzungen zu verhindern oder besser zur Heilung zu bringen. Dies ist nicht nur für verletzte Sportler wichtig, sondern auch im Alter, wenn sich unsere Sehnenmatrix verändert und uns verletzungsanfälliger macht.