Die Zukunft des Gesundheitswesens: Studienreise des ULGs "Health Sciences & Leadership" zu Stakeholdern

25.01.2018

Wie sehen unterschiedliche Stakeholder die Entwicklung des Gesundheitswesens? Was sind ihre größten Herausforderungen und welche Strategien verfolgen sie? Diesen spannenden Fragen gingen 12 Studierende des Universitätslehrgangs "Health Sciences & Leadership" der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU), Jahrgang 2015, und Vertreter/innen der Studiengangsleitung nach. Im Rahmen einer mehrtägigen Studienreise Mitte Jänner ging es von Salzburg nach Kundl in Tirol, dann weiter nach Wien und schließlich nach Forchheim bei Nürnberg.

In Kundl erwartete die Teilnehmenden eine Vorstellung des Produktionsstandorts für pharmazeutische Wirkstoffe und sterile Arzneimittel der Sandoz Novartis GmbH Österreich. In der anschließenden Gesprächsrunde mit Ard van der Meij, Vorstandsvorsitzender der Sandoz GmbH und Country President der Novartis Austria GmbH, ging es vor allem um Fragen der Führung des Pharmakonzerns.

Tags darauf stand ein Besuch beim Hauptverband der Sozialversicherungsträger in Wien auf dem Programm, wo Dr. Timo Fischer, Abteilungsleiter "Evidenzbasierte Wirtschaftliche Gesundheitsversorgung", und Mag. Andreas Goltz, zuständig für das Thema Gesundheitsökonomie, Einblicke in aktuelle Themen ihrer Arbeit gaben. Diese reichten von der laufenden Überprüfung des österreichischen Gesundheitssystems im internationalen Vergleich über Themen der Zielsteuerung in der Gesundheit und die aktuelle Diskussion der Primärversorgungszentren bis zur Finanzierung des österreichischen Gesundheitssystems.

Im St. Josef Krankenhaus der Vinzenz Gruppe, das als privat geführtes Spital besonderen wirtschaftlichen Herausforderungen ausgesetzt ist, wurde die strategische Neuausrichtung der Vinzenz-Krankenhäuser in Wien vorgestellt. Die damit verbundene fachliche Spezialisierung und das Veränderungsmanagement waren für die PMU-Studierenden ebenso von Interesse wie der Umgang des Krankenhauses mit ethischen Fragestellungen in der Versorgung der Patienten/innen. Eine Reihe von Experten/innen aus den Bereichen der Medizin, Pflege und Verwaltung – unter der Leitung von Sr. Carmen Maria Weiß SDS, Vorstand Wertemanagement im St. Josef Krankenhaus – standen für Gespräche zur Verfügung.

Den Abschluss der Exkursionstage bildete der Besuch bei Siemens Healthineers in Forchheim bei Nürnberg, einem kurz vor dem Börsegang stehenden Unternehmen der Siemens-Gruppe. Ing. Wolfgang Gruber von Siemens Healthineers Österreich, Marketingleiter Alexander Zimmermann und Dr. Wolfgang Kunstmann, Leiter der Kundenbetreuung, gestalteten das Programm. Die Studierenden wurden über die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit den Schwerpunktthemen Digitalisierung, Innovation und individualisierte Medizin informiert, durch die Produktionshallen für medizinisch-technische Großgeräte geführt und besuchten das Siemens Healthineers Experience Center.

Auch wenn das Sturmtief "Friederike" die Heimreise verzögerte, war die Studiengruppe von den Einblicken in die unterschiedlichsten Bereiche des Gesundheitswesens sehr angetan. Die Exkursion ist ein Bestandteil des Curriculums des berufsbegleitenden Masterstudiengangs, der sich an Führungskräfte und Nachwuchsführungskräfte aller Berufsgruppen im Gesundheitsbereich richtet.