FWF unterstützt EB-Forschungsprogramm der Paracelsus Universität

04.10.2012


Mithilfe der FWF-Förderung erforscht das EB-Labor unter Leiter Univ.-Prof. Dr. Johann Bauer einen neuen Therapieansatz  für die Krankheit der dystrophen Epidermolysis bullosa.


Der Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) hat Anfang Oktober bei seiner Herbstsitzung den Antrag des PMU-Forschungsprogrammes „Molekulare Therapie bei Genodermatosen – Gene correction by double RNA trans-splicing“ genehmigt. Es handelt sich dabei um die Summe von 173.000 Euro. Im Zuge dieses Projekts soll Dr. Ulrich Koller die Methode des „double RNA trans-splicing“ für die Korrektur von Epidermolysis bullosa-relevanten Mutationen im Kollagen 7 Gen untersuchen. Dabei soll im Speziellen der Fokus auf den Austausch von internen Genregionen gelegt werden.

Es konnte bereits der Austausch eines internen Genabschnitts des Kollagen 17 Gens über ein neues Reparaturmodell simuliert werden. Dieses Reparaturmodell soll nun für das Kollagen 7 Gen adaptiert und verbessert werden um anschließend eine gezielte Genkorrektur in Patientenzellen nachzuweisen. Die Optimierung der Methode soll im Endeffekt zu einem neuen Therapieansatz für die Krankheit der dystrophen Epidermolysis bullosa führen.

Das EB-Haus Austria – in Anbindung an die Universitätsklinik für Dermatologie – widmet sich seit seiner Gründung 2005 der professionellen medizinischen Versorgung von Patienten mit der seltenen und folgenschweren Erkrankung Epidermolysis bullosa (EB). Im Labor des Kompetenzzentrums wird unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Johann Bauer die Behandlung durch Gentherapie und andere zukunftsweisende Ansätze erforscht. Die meisten hier behandelten Patienten stammen aus Österreich. Aufgrund der Tatsache, dass das EB-Haus weltweit die einzige derartige Einrichtung ist, strömen nun immer mehr Betroffene aus anderen Ländern auf der Suche nach kompetenter Hilfe nach Salzburg.