INMiND-Neurogenese-Training für junge Neurowissenschafter am Institut für Molekulare Regenerative Medizin

04.07.2013


Junge Neurowissenschafter aus verschiedenen europäischen Ländern nahmen am Training zur Analyse von Neuro- und Gliogenese im adulten zentralen Nervensystem teil.



Das Institut für Molekulare Regenerative Medizin veranstaltete im Juni ein intensives praktisches Training für junge Neurowissenschafter/innen aus verschiedenen europäischen Ländern. Schwerpunkt des Trainings war die Analyse von Neuro- und Gliogenese im adulten zentralen Nervensystem (ZNS). Besonderes Augenmerk wurde auf verschiedene Techniken zur Charakterisierung des Zellschicksals von neuralen Stamm- und Vorläuferzellen (NPCs) in vitro und in vivo gelegt. Die Kursteilnehmer machten ausgiebig von der Möglichkeit Gebrauch, alle gezeigten Methoden selbst auszuprobieren. Da sie aus unterschiedlichen Fachgebieten der Neurowissenschaften kamen, gab es reichlich Gelegenheit für Erfahrungsaustausch und angeregte fachliche Diskussionen.

Der 4-tägige Kurs wurde im Rahmen des EU-Projekts "INMiND – Imaging of Neuroinflammation in Neurodegenerative Diseases" organisiert. Ziel dieses Projekts ist die Erforschung unterschiedlicher Aktivierungstypen von Mikrogliazellen (Immunzellen des ZNS) und ihrer Auswirkung auf die Entstehung und das Fortschreiten von neurodegenerativen Krankheiten. Zentrale Fragen dabei sind, ob bestimmte Mikroglia-Aktivierungsarten für diagnostische Zwecke genutzt werden könnten und ob eine Modulation der Aktivität dieser Immunzellen eine therapeutische Option wäre.

Das Institut für Molekulare Regenerative Medizin leitet jenes Arbeitspaket, welches sich mit dem Zusammenspiel von Mikrogliazellen und endogenen Regenerationsmechanismen des ZNS beschäftigt. Die Organisation des Kurses fand in Kooperation mit dem Spezialforschungsbereich des FWF "Cell signaling in chronic CNS disorders (SFB-F44)" statt.

EU-Projekt INMiND
http://www.uni-muenster.de/InMind/

SFB-F44
http://www.uibk.ac.at/pharmazie/pharmakologie/sfb-f44/   



Die Kursteilnehmer kamen aus unterschiedlichen Fachgebieten der Neurowissenschaften, was dem Erfahrungsaustausch und den Diskussionen zugute kam.