Institutsvorstand Jürgen Osterbrink erhält das Große Ehrenzeichen der Republik Österreich

21.06.2013

In den Jahren seines Wirkens in Salzburg habe Osterbrink Meilensteine in Lehre und Forschung in der Pflegewissenschaft setzen und Maßgebliches bewegen können, hieß es in der Laudatio.


In Namen des österreichischen Bundespräsidenten überreichte Gesundheitsminister Alois Stöger (re.) das Ehrenzeichen an Jürgen Osterbrink.
Foto: OEKV



Auf Entscheidung des österreichischen Bundespräsidenten Dr. Heinz Fischer erhielt Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Osterbrink, Vorstand des Institutes für Pflegewissenschaft und -praxis der Paracelsus Universität, am 3. Juni 2013 das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich. Die Auszeichnung wurde im Rahmen des Galaabends der 20. Nationalen Konferenz des Österreichischen Gesundheits- und Krankenpflegeverbandes (ÖGKV) in Bregenz von Bundesminister Dr. Alois Stöger überreicht.

In seiner Laudatio betonte der stellvertretende Präsident des ÖGKV, Mag. Karl Schwaiger, dass Osterbrink in den Jahren seines Wirkens in Salzburg Meilensteine in Lehre und Forschung setzen und Maßgebliches bewegen konnte. So beeinflusse das Projekt "Optimiertes Schmerzmanagement in Altenpflegeheimen", das gemeinsam mit SENECURA durchgeführt wird, beispielsweise direkt die Versorgung von Menschen in österreichischen Pflegeheimen. Mit ALFIT, einem Trainingsprogramm für Hochbetagte, konnte erreicht werden, dass in jedem Pflegeheim der SENECURA-Gruppe ein individualisiertes gewichtgestütztes Trainingsprogramm angeboten wird.

Durch die von Jürgen Osterbrink mitgegründete Gesellschaft Certkom wurde jede Fachabteilung der Universitätsklinik Graz im Jahr 2012 schmerzmanagementbezogen zertifiziert. Und mit dem Aufbau und der Akkreditierung von mittlerweile fünf pflegewissenschaftlichen Studiengängen konnten fast 200 Pflegende mit Bachelor- und Master-Abschlüssen in Krankenhäusern, der ambulanten Versorgung und in Pflegeheimen tätig werden. Damit werde die interprofessionelle Versorgung auf hohem Niveau ermöglicht. Ein besonderes Anliegen Osterbrinks sei die Verbindung von Theorie und Praxis, führte der Laudator weiter aus. Dies werde neben der Forschung beispielsweise in der intensiven Zusammenarbeit mit den Lehrkrankenhäusern für Pflegewissenschaft deutlich.

Osterbrink bekleidet neben seinem Lehrstuhl in Salzburg seit neun Jahren eine weitere Professur in Gesundheits- und Pflegewissenschaften an der University of North Florida in Jacksonville/USA. Der Austausch von Lehrenden und Studierenden beider Universitäten als auch gemeinsame Forschungsbestrebungen stehen hier im Mittelpunkt der Kooperation.

Eine weitere Ehre wurde Jürgen Osterbrink unlängst im Ausland zuteil: Am 25. Vierjahres-Kongress des ICN (International Council of Nurses) vom 18. bis 23. Mai 2013 in Melbourne/Australien wurde er in den ICN-Board of Directors gewählt (http://www.icn.ch). Der ICN-Vorstand sieht sich als Vertreter des Councils of Representatives (CNR). Zu seinen Aufgaben gehören Entwicklung, Implementierung und Monitoring von Strategien im Einklang mit dem weltweiten Netzwerk des CNR. Die 15 gewählten Mitglieder des ICN-Boards repräsentieren die Krankenpflege und insgesamt über 13 Millionen Pflegekräfte auf der ganzen Welt. Hohes Ansehen innerhalb einer der ICN-Mitgliedsverbände und in der Pflege generell sind Voraussetzung, um als Vorstandsmitglied gewählt zu werden.


Am 25. Vierjahres-Kongress des ICN (International Council of Nurses) in Melbourne/Australien wurde Jürgen Osterbrink in den ICN-Board of Directors gewählt.