Nachwuchsforschungspreis des internationalen Skiverbandes F.I.S. an Dr. David Niederseer

22.02.2011

Beim 5. Internationalen Kongress für Wissenschaft im Skilauf in St. Christoph/Arlberg wurde vom internationalen Skiverband (F.I.S.) ein prestigeträchtiger Nachwuchsforschungspreis für die besten Nachwuchswissenschafter ausgelobt. Dr. David Niederseer vom Institut für präventive und rehabilitative Sportmedizin der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Salzburg wurde von einer internationalen Expertenjury mit dem 2. Platz geehrt.

Foto v.l.n.r.: Dr. David Niederseer, Prof. Dr. Josef Niebauer

Die Arbeit, für die Dr. Niederseer aus der Arbeitsgruppe von Prof. Niebauer vom Universitätsinstitut für präventive und rehabilitative Sportmedizin der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität ausgezeichnet wurde, untersuchte den Einfluss von regelmäßigem Skifahren auf die Risikofaktoren für einen Herzinfarkt bei 65-78-jährigen Frauen und Männern. In dieser Studie konnte gezeigt werden, dass sich durch ein 12-wöchiges geführtes alpines Skitraining bedeutsame Veränderungen in einigen Risikofaktoren für Schlaganfall, Herzinfarkt und Herztod ergaben. Es sanken Blutfette und Fettmasse der Studienteilnehmer, wohingegen die körperliche Leistungsfähigkeit und die Muskelmasse zunahmen und der Zuckerstoffwechsel positiv beeinflusst werden konnte. Besonders interessant waren positive Veränderungen der Gefäße, die durch regelmäßiges Skifahren induziert werden konnten. Die Zahl der endothelialen Vorläuferzellen stieg durch das Training deutlich an. Diese Zellen stellen eine Art Selbstheilungsmechanismus des Gefäßsystems dar. "Der Anstieg von endothelialen Vorläuferzellen in unserer Studie kann als eine Verjüngung des Gefäßsystems der untersuchten Skifahrer interpretiert werden.", sagt Prof. Niebauer, der als Kardiologe und Sportmediziner Dr. Niederseer bei seinen Forschungsarbeiten maßgeblich unterstützt und betreut hat.