Modernität und Mehwert: Neues Masterstudium Pharmazie der Paracelsus Universität startet ab Wintersemester 2020/21

04.12.2019

Im Frühsommer schließen die ersten Absolventen das Bachelorstudium Pharmazie an der Paracelsus Universität ab und werden – neben möglichen externen Einsteigern – auch als Masterstudierende die Pioniere des jungen Studiums sein. In ihrer Ausbildung zum Master durchlaufen sie ein Curriculum, das für die aktuellen Anforderungen an Pharmazeuten und neue Berufsfelder in der Pharmazie entwickelt wurde.


Als die Paracelsus Medizinische Privatuniversität in Salzburg vor ein paar Jahren ihr neues Studium der Pharmazie entwickelte, war nichts fix und alles möglich. Es bot sich – in Kooperation mit dem Österreichischen Apothekerverband – die Möglichkeit, eine neue, moderne sowie praxis- und wissenschaftsgeleitete Ausbildung zu entwickeln: maßgeschneidert für die aktuellen Entwicklungen und Anforderungen in der Pharmazie, Patientenbetreuung und am Markt. Die 25 Pioniere, die im Wintersemester 2017/18 in das neue Bachelorstudium eintraten, starten nun ihre Bachelorarbeiten und werden im September 2019 in das neue Masterstudium wechseln.

"Salzburger Curriculum". Der Lehrplan für den Weg zum Master in Pharmazie zielt – auf den Grundlagen des Bachelors aufbauend – darauf ab, modern und bestens ausgebildete Pharmazeutinnen und Pharmazeuten in den Beruf zu entlassen, die ihr umfangreiches Wissen auch sofort in die Praxis umsetzen können. Je nach Eignung, Neigung und Spezialisierung werden sie in den Berufsfeldern Apotheke, Klinik, pharmazeutische Industrie und Forschung arbeiten. Das vielseitige Curriculum mit zahlreichen Praktika und Forschungsmöglichkeiten, interdisziplinären Lehrveranstaltungen und eigenem Laborplatz ist ein PMU-spezifisches mit Besonderheiten:

Schwerpunkt Klinische Pharmazie. Das Berufsbild des Klinischen Pharmazeuten bzw. der klinischen Pharmazeutin gewinnt zunehmend an Bedeutung, weil speziell qualifizierte Experten die Arzneimitteltherapie für Patienten sicherer und wirksamer gestalten. Als Mitglieder interdisziplinärer Teams aus Ärzten, Pflegenden, Diätologen, Psychologen und anderen Disziplinen helfen sie in Kliniken mit, die bestmögliche Therapie für den einzelnen Patienten zu erarbeiten. Die Klinische Pharmazie bezieht jedoch auch kranke und leidende Menschen außerhalb des Krankenhauses ein. Denn auch in öffentlichen Apotheken wird das Medikamentenmanagement immer wichtiger. In zunehmendem Maße versorgen Apothekerinnen und Apotheker auch Alten- und Pflegeheime mit und stimmen dort die Medikation der Bewohner ab.

Hoher Praxisbezug. "Klinische Pharmazeutinnen und Pharmazeuten sind durch ihre spezielle Ausbildung in der Lage, Wechselwirkungen und Verträglichkeit von Medikamenten zu erkennen, Laborwerte zu lesen und zu interpretieren und die Medikation punktgenau auf den Patienten abzustimmen, auch unter Einbeziehung der jeweiligen Vorerkrankungen", erklärt Johanna Pachmayr, Vorständin des Instituts für Pharmazie (im Bild rechts). Der Umfang dieser speziellen Ausbildung in Klinischer Pharmazie ist im Masterstudium Pharmazie am Standort Salzburg sehr hoch – und gilt als besonderer Mehrwert. In Vorlesungen wird durch das Lernen an Fallbeispielen ein besonders hoher Praxisbezug erreicht und die Studierenden lernen, das Wissen auch sofort anwenden zu können. Darüber hinaus vermitteln Praktika in Kliniken und Krankenhäusern – unter anderem ein verpflichtendes fünfwöchiges Krankenhauspraktikum – das praktische Rüstzeug in Klinischer Pharmazie.

Interdisziplinär Lernen und Lehren. Eine weitere Besonderheit im Masterstudium Pharmazie – und generell an der Paracelsus Universität in Salzburg – ist das Beisammensein von Pharmazie, Medizin und Pflegewissenschaft auf einem Campus. Dieser Vorteil wird dahingehend genutzt, dass Pharmazie- und Medizinstudierende – und künftig verstärkt auch jene der Pflegewissenschaft – gemeinsame Lehrveranstaltungen besuchen. So lässt zum Beispiel Antonio Sarikas, Vorstand der Pharmakologie, umfangreiche und bewährte Fallbeispiele in den Unterricht einfließen. An diesen erlernen die Studierenden der verschiedenen Fachrichtungen gemeinsam praxisnahes Wissen, nicht zuletzt auch durch evidenzbasierte Diskussionen. Der Einblick ins Tätigkeitsspektrum der jeweils anderen Disziplin bereitet auf den beruflichen Alltag vor, in dem die multiprofessionelle Zusammenarbeit schließlich gelebt werden muss. Das didaktische Konzept auf Basis dieses Miteinanders – für das es bereits jetzt ein starkes E-Learning-Konzept gibt – wird künftig noch weiter ausgebaut und vertieft werden

Last but not least … Freuen dürfen sich die künftigen Masterstudierenden darüber hinaus auf ein Apotheken- und Industriepraktikum, ein Forschungspraktikum in Industrie, Kliniken oder Universitätsinstituten und zahlreiche Laborübungen am eigenen Laborplatz. Und für den Input von außen stellt auch das Auslandssemester im 8. (zur Gänze in Englisch abgehaltenen) Semester eine gute Möglichkeit dar, andere pharmazeutische Einrichtungen und Gesundheitssysteme kennenzulernen und damit den Horizont zu erweitern. Das in anderen Ländern erworbene Wissen darf dann gerne in die Masterarbeit einfließen, die im 10. Semester den Weg in eine vielversprechende Zukunft ebnet.