Notfallmanagement für Klinikpersonal: COVID-Simulationstrainings des Clinical Research Centers Salzburg (CRCS)

10.12.2020

Im Clinical Research Center Salzburg (CRCS) werden jedes Jahr zahlreiche Teams des Universitätsklinikums Salzburg im Umgang mit herausfordernden Situationen geschult. Um das ärztliche und pflegerische Personal noch besser auf die Herausforderungen der COVID-Pandemie vorzubereiten, hat das Team von CRCS-Leiter Florian Lagler ein Programm von Online-Simulationen entwickelt. Diese Trainings finden einerseits an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität  im Simulationszentrum direkt statt, aber zum Teil auch vor Ort in den Salzburger Landeskliniken. Landeshauptmann-Stellvertreter und Gesundheitslandesrat Christian Stöckl überzeugte sich bei einem Besuch an der Paracelsus Universität vom durchdachten Trainingskonzept des CRCS.

Im Bild v.l.n.r.: LH-Stv. Dr. Christian Stöckl, CRCS-Geschäftsführer Priv.-Doz. Dr. Florian Lagler, Oberarzt Dr. Aurel Botz (Universitätsklinik für Anästhesiologie, perioperative Medizin und allgemeine Intensivmedizin), SALK-Geschäftsführer Dr. Paul Sungler, Anästhesie-Pflegerin Sabine Zapf-Pingert, BA, MScN, und CRCS-Geschäftsführer Mag. Johannes Adlgasser.

Durch die Corona-Pandemie hat die Intensität der Arbeit in den Intensivstationen deutlich zugenommen und das Klinikpersonal sieht sich mit extremen Bedingungen konfrontiert. Das Programm trägt den Titel "STIC"“ – Schutz vor Traumatisierungen und Infektionen durch COVID-Simulation. "Es geht darum, die Abläufe im Team zu optimieren, um einerseits die Patientinnen und Patienten zu schützen und andererseits auch den ständigen Selbstschutz sicherzustellen, aber auch um den emotionalen und kommunikativen Umgang mit schwierigen Situationen“, erklärt Lagler den Lehrinhalt. "Eigentlich ist es kein klassisches Training, sondern eine Krisenintervention, für die wir die Erfahrungen der ersten Welle gesammelt und mit Expertinnen und Experten aus verschiedenen Bereichen wie Hygiene, Qualitätsmanagement oder Intensivmedizin ausgewertet haben, um sie dann dem ärztlichen Personal und den Pflegekräften in den Szenarien vermitteln zu können."


"Simulationen sind für die ständige Weiterbildung unseres Personals wichtige Tools – sie helfen uns, im täglichen Ablauf auf den Stationen und in den OP-Sälen noch besser zu werden", ist Paul Sungler, Geschäftsführer der Gemeinnützigen Salzburger Landeskliniken Betriebsgesellschaft mbH vom Konzept überzeugt. "Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der jüngsten COVID-Simulation haben uns durch sehr positives Feedback gezeigt, dass wir hier auf dem richtigen Weg sind." In der nächsten Zeit sollen noch weitere Teams des Universitätsklinikumsaus dem Bereich der COVID-Versorgung das "STICS"-Programm absolvieren. Das CRCS bietet sein spezielles Know-how in diesem Bereich auch anderen Spitälern an.

Das CRCS wurde im November 2007 als österreichweit eines der ersten Beratungszentren für klinische Studien und Betreiber eines medizinischen Simulationszentrums gegründet. Es ist eine gemeinsame Tochtergesellschaft der Gemeinnützigen Salzburger Landeskliniken Betriebsgesellschaft mbH (SALK) und der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität.

Fotos: PMU; Andrea Lughofer