Pharmacogenomics Working Party der European Medicines Agency (EMA) an der Paracelsus Universität

22.12.2014


Beim PGX-Workshop am 17. Dezember 2014 tauschten sich führende Persönlichkeiten aus dem Bereich der Pharmakogenetik über aktuelle Entwicklungen und Forschungsfragen aus.



Vom 15. bis 17. Dezember 2014 tagte die Pharmacogenomics Working Party der European Medicines Agency (EMA) zum zweiten Mal in Salzburg. Organisiert wurde das Meeting vom Zentrum für Pharmakogenetik und Pharmakogenomik des Instituts für Pharmakologie und Toxikologie der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität.

Am letzten Tag fand ein PGX-Workshop mit führenden Persönlichkeiten aus der Pharmakogenetik statt. Eröffnet wurde dieser von Salzburgs Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer, PMU-Vizerektorin Univ.-Prof. Dr. Eva Rohde, Institutsvorstand Univ.-Prof. Dr. Markus Paulmichl und Dr. Marisa Papaluca, Head of Scientific Support Office der European Medicines Agency. Folgende Vortragende gaben einen aktuellen Überblick über Entwicklungen und Forschungsfragen ihres Fachbereichs: 

  • Prof. Magnus Ingelman-Sundberg, Section Head and Vice Chairman, Karolinska Institute, Stockholm, Schweden: "Epigenetics in Pharmacogenetics"
  • Prof. Andrea Gaedigk, Director Pharmacogenetics Core Laboratory, Children`s Mercy Hospital, Kansas City, USA: "Genetics of CYP2D6 (emphasis on CNV)"
  • Dr. Klaus Lindpaintner, CSO Thermo Fisher Scientific: "Analytical aspects in PGx"
  • Prof. Robert B. Diasio, Director Mayo Clinic Cancer Center, Rochester/Minnesota, USA: "Translation of PGx from the workbench to bedside"

Das Zentrum für Pharmakogenetik und Pharmakogenomik unter Prof. Markus Paulmichl wurde vor vier Jahren mit Mitteln des Landes Salzburg gegründet. Die Pharmakogenetik beschäftigt sich mit der Aufklärung von genetischen Merkmalen, die zu Arzneimittelnebenwirkungen führen, und stellt eine wichtige Grundlage für die "Personalisierte Medizin" dar.

Zu Arzneimittelnebenwirkungen kommt es besonders bei der Einnahme von mehreren Medikamenten. Die Pharmakogenetische Analyse hilft, diese zu reduzieren oder zu vermeiden.