PMU-Forschungsprogramm "Molekulare Therapie bei Genodermatosen" erhält finanzielle Unterstützung durch den FWF

16.10.2014

Der Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) hat Anfang Oktober bei der Kuratoriumssitzung den Antrag des Forschungsprogrammes "Molekulare Therapie bei Genodermatosen – Antisense Oligonukleotid vermittelte Verbesserung der SMaRT Therapie" der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU) mit der finanziellen Unterstützung von 171.000 Euro genehmigt. Unter der Leitung von Dr. Ulrich Koller (Bild rechts) soll über die kombinatorische Anwendung der Trans-Splicing-Technologie und Antisense Oligonukleotiden das in Epidermolysis  bullosa simplex veränderte KRT14 Gen auf RNA-Ebene korrigiert werden.

Das Projekt inkludiert die Etablierung einer Screening-Methode für die Identifizierung von funktionellen Antisense Oligonukleotiden, die die Trans-Splicing-Effizienz eines bereits konstruierten RNA Trans-Splicing-Moleküls für die KRT14-Korrektur erhöhen können. Die erfolgte Reparatur von KRT14 und die daraus resultierende korrekte Produktion und Lokalisierung von funktionellen Keratin 14 soll über diverse molekularbiologische Techniken gezeigt werden. Das Forschungsprojekt wird im Labor für Epidermolysis bullosa-Forschung an der Paracelsus Universität durchgeführt. Die neue Forschungsstätte beherbergt seit Mai die Gentherapieabteilung der Salzburger Universitätsklinik für Dermatologie.

Das EB-Haus Austria am Universitätsklinikum Salzburg stellt seit seiner Gründung 2006 eine professionelle medizinische Versorgung für Patienten mit der seltenen und folgenschweren Erkrankung Epidermolysis bullosa (EB) bereit und wird von Spendengeldern der Patientenselbsthilfegruppe DEBRA Austria unterstützt. Unter der Leitung von Prim. Univ.-Prof. Dr. Johann Bauer wird hier die Behandlung von Epidermolysis bullosa über verschiedene zukunftsweisende Ansätze erforscht. "Das ist der fünfte laufende PI-Grant der Universitätsklinik für Dermatologie der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität im Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung. Wir zählen somit zu den führenden Forschungsinstitutionen in Österreich, die vom FWF gefördert werden."


Primar Johann Bauer (ganz rechts) und Projektleiter Ulrich Koller (2. von rechts) freuen sich gemeinsam mit ihrem Team über den FWF-Grant für die Erforschung der angeborenen und nicht heilbaren Hauterkrankung Epidermolysis bullosa (EB).