Pressekonferenz zum neuen Forschungshaus der Paracelsus Universität

30.01.2012

Am 30. Jänner veranstaltete die Paracelsus Medizinische Privatuniversität im Hangar-7 eine Pressekonferenz zum geplanten Forschungshaus mit Querschnitt- und Geweberegenerationszentrum. Das Forschungsgebäude wird in der Strubergasse – gegenüber der Universität – errichtet, Baubeginn ist in der ersten Jahreshälfte 2012. Auf insgesamt 8.000 m2 Bruttofläche werden zahlreiche Forschungseinrichtungen sowie Räumlichkeiten für die Lehre Platz finden. Neben dem neuen Querschnitt- und Geweberegenerationszentrum werden sich auch zwei neu zu errichtende Forschungseinrichtungen einquartieren: ein Institut für Experimentelle Präklinische Neurorehabilitation sowie ein Institut für Experimentelle Zelltherapie. Darüber hinaus werden die bestehenden laborführenden Institute der Paracelsus Universität wie Physiologie und Pathophysiologie, Pharmakologie und Toxikologie, Molekulare Regenerative Medizin sowie Sehnen- und Knochenregeneration ihre „neue Heimat“ finden. Nähere Informationen zur Raumverteilung und Flächennutzung finden Sie hier.


Die beiden „Bau-Spezialisten“ der Paracelsus Universität: Mag. Lydia Gruber und Kanzler Dr. Michael Nake vor der Gebäudeansicht.  


Rektor Univ.-Prof. Dr. Herbert Resch und die beteiligten Wissenschaftler informierten die zahlreich erschienenen Medienvertreter über das neue Forschungszentrum mit angeschlossenem GMP-Labor (Good Manufacturing Practice). Als Primar der Universitätsklinik für Unfallchirurgie ist Resch auch Teil des federführenden Forscherteams, das weiters aus Univ.-Prof. Dr. Ludwig Aigner (Institut für Molekulare Regenerative Medizin der Paracelsus Universität), Univ.-Prof. Dr. Eva Rohde (Universitätsklinik für Blutgruppenserologie und Transfusionsmedizin), Univ.-Prof. Dr. Günter Janetschek (Uniklinik für Urologie und Andrologie) und Univ.-Prof. Dr. Eugen Trinka (Uniklinik für Neurologie)  besteht. Als Vertreter der Geldgeber und Kooperationspartner standen Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller, Dr. Volker Viechtbauer von Red Bull, Anita Gerhardter von Wings for Life und Dipl.-Ing. Burkhard van der Vorst von den SALK Rede und Antwort.


Das Wissenschaftlerteam des neuen Querschnitt- und Geweberegenerationszentrums (v.l.n.r.): Univ.-Prof. Dr. Ludwig Aigner, Univ.-Prof. Dr. Günter Janetschek,  Univ.-Prof. Dr. Herbert Resch, Univ.-Prof. Dr. Eva Rohde und Univ.-Prof. Dr. Eugen Trinka.  


„Die enge Vernetzung von Grundlagenforschung und klinischer Forschung am neuen Querschnitt- und Geweberegenerationszentrum wird eine der großen Besonderheiten Salzburgs sein“, hob Prof. Resch hervor. Von der präklinischen Versorgung unmittelbar nach dem Unfall und der Aufnahme sowie Operation des Patienten an der Unfallchirurgie bis hin zur Akutrehabilitation besteht künftig eine geschlossene Kette mit Forschungsansätzen in allen Teilbereichen in enger Zusammenarbeit. Im Zentrum der Grundlagenforschung und der präklinischen Forschung befindet sich ein GMP Labor (Good Manufacturing Practice) mit insgesamt drei Forschungsprofessuren und zirka 38 angestellten Personen. Ein weiterer Baustein des Forschungsprojektes ist die enge Zusammenarbeit und Verknüpfung mit der Wings for Life Stiftung für Rückenmarksforschung, deren Expertise und weltweit vorhandenes Expertennetzwerk zum Entstehen frühest möglicher Therapieoptionen für Patienten mit Rückenmarksverletzungen beitragen werden.

„Unter Einbeziehung der Folgekosten bis zum Jahr 2023 wird das Projekt auf ein Gesamtvolumen von 74 Millionen Euro kommen, wobei das Land Salzburg vier Millionen Euro und Red Bull bzw. Dietrich Mateschitz 70 Millionen Euro aufbringen werden“, verkündete der Rektor und bedankte sich bei beiden Förderern für das große Vertrauen in die Paracelsus Universität. „Herr Mateschitz setzt als privater Sponsor einen weiteren großen Meilenstein bei der Entwicklung dieser Universität, nachdem er schon entscheidende Mithilfe bei der Gründung geleistet und zwischenzeitlich immer wieder großzügige Zuwendungen gemacht hat.“ Resch verdeutlichte das Ausmaß der großzügigen Spende von Dietrich Mateschitz im internationalen Vergleich: Es handelt sich hierbei um die drittgrößte Privatspende an eine Universität, die jemals in Europa getätigt wurde.


Beteiligte und Förderer des neuen Großprojektes (v.l.n.r.): Dipl.-Ing. Burkhard van der Vorst (Geschäftsführer der gemeinnützigen Salzburger Landeskliniken), Anita Gerhardter (Geschäftsführerin von Wings for Life), Prof. Dr. Herbert Resch (Rektor der Paracelsus Universität), Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller und Dr. Volker Viechtbauer (Head of Legal & HR von Red Bull).  

Burgstaller betonte die Wichtigkeit der Forschung an der Paracelsus Universität  und die Sinnhaftigkeit der Unterstützung durch das Land Salzburg. „Das Wissenschaftsressort finanzierte die erste Stiftungsprofessur des Landes für die Paracelsus Universität, mit der Univ.-Prof. Dr. Ludwig Aigner, der Stammzellenforscher und Leiter des Instituts für Molekulare Regenerative Medizin an der Paracelsus Universität, nach Salzburg geholt wurde“, rief die Landeshauptfrau in Erinnerung.

„Wir unterstützen dieses Projekt, weil wir von dessen Ziel und Konzeption absolut überzeugt sind und weil sich die Richtigkeit unserer Unterstützung bereits einmal bei der Gründung der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität erwiesen hat“, sagte Dr. Volker Viechtbauer, Head of Legal and HR von Red Bull. An der Paracelsus Universität würde bereits jetzt, wenige Jahre nach Aufnahme des Studienbetriebs im Jahr 2003, wissenschaftliches und klinisches Talent ausgebildet. Sie genieße europaweit einen hervorragenden Ruf. Management-Strukturen seien knapp und effizient, die Zusammenarbeit mit dem Landeskrankenhaus und der Dopplerklinik erweise sich als Vorteil. „Entstehungsgeschichte und Erfolg der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität lassen eine ähnliche Entwicklung auch beim Querschnitt- und Geweberegenerationszentrum erwarten“, schloss Red-Bull-Prokurist Viechtbauer.

Dass Forschung – und insbesondere die Thematik Querschnittslähmung – bewegt, zeigte die große Anzahl an Medienvertretern, die zur Pressekonferenz erschienen war. Neben Fernseh- und Radiosendern waren zahlreiche Printjournalisten erschienen und nutzten die Zeit danach für Interviews mit den Wissenschaftlern. Dementsprechend positiv und intensiv war die Berichterstattung über das Großprojekt und seine Forschungsinhalte.


Ansicht des neuen Forschungsgebäudes (Bild: Berger+Parkkinen Architekten).