Rektor Wolfgang Sperl für Leistungen als Pädiater doppelt ausgezeichnet

04.10.2021

Salzburg war am vergangenen Wochenende (30. 9. bis 2. 10.) wichtige Bühne für die Kinder- und Jugendheilkunde: Rund 700 Teilnehmer*innen aus Österreich und den angrenzenden Nachbarländern nutzten nach einer schwierigen Phase in Zeiten der Pandemie die Gelegenheit, sich persönlich auszutauschen. Für PMU-Rektor Wolfgang Sperl war das 59. Jahresmeeting der Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde auch ein Abschied von seiner Vorstandstätigkeit im Uniklinikum Salzburg und damit seiner aktiven Zeit als Pädiater.

Debattiert wurde bei der Konferenz über die Komplexität in der Pädiatrie bzw. Möglichkeiten personalisierter Medizin. Saskia Wortmann, Leiterin der Stoffwechselambulanz am Uniklinikum und Forscherin des Jahres der PMU, zeigt das anhand der „Murmeltiersprechstunde“, wo seltene Entwicklungsstörungen zeit- und ressourcensparend diagnostiziert werden. Die Zahlen und Erfolge zeigen, dass die Uniklinik damit auf goldrichtigem Weg ist: Bei bisher 43 teilnehmenden Kindern konnten in 28 Fällen der krankheitsverursachende genetische Fehler entdeckt und somit eine Diagnose gestellt werden. Bei sechs kleinen Patient*innen (14 Prozent) wurde eine maßgeschneiderte Therapie eingeleitet. Jeder einzelne Erfolg macht das behandelnde Team aus Kinder- und Jugendärzt*innen, Humangenetiker*innen und Biochemiker*innen stolz und spornt es an, in der personalisierten Präzisionsmedizin laufend neue Schritte zu gehen.

Neue Möglichkeiten eröffnen sich auch mit dem Telepräsenz-Roboter AVATAR „AV1“: Der High-Tech-Schüler kann für erkrankte Kinder Erstaunliches bewirken. Während eines längeren Spitals- oder Reha-Aufenthaltes sitzt der AVATAR auf dessen Platz in der Stammklasse. Das Kind kann sich sogar via Tablet zuschalten und so Teil der Klassengemeinschaft bleiben.

Bei der Eröffnung der Jahrestagung im Salzburger Kongresshaus bekam PMU-Rektor Sperl von Landeshauptmann Wilfried Haslauer das Ehrenzeichen des Landes feierlich verliehen. Für seine besonderen Verdienste für die Kinder- und Jugendmedizin nahm Sperl von seiner Gesellschaft dann noch die höchste Auszeichnung, die Escherich-Medaille, entgegen.