Riesenerfolg. 1500 Forschungsinteressierte strömten zum Medizinischen Forschungspfad der Paracelsus Universität

07.11.2009

Die Lange Nacht der Forschung war auch heuer wieder ein Riesenerfolg. Der "Medizinische Forschungspfad" stand im Jahr 2009 ganz im Zeichen der menschlichen Sinne und lockte über 1500 Besucherinnen und Besucher zu den Stationen an der Paracelsus Universität, der Christian-Doppler-Klinik und am Landeskrankenhaus.

Österreichweit strömten rund 360.000 Forschungsinteressierte zu den verschiedenen Stationen, allein in Salzburg waren es 21.600. Pünktlich bei Sonnenuntergang am Samstag, dem 7. November war der Start. Salzburgs Landeshauptfrau Gabi Burgstaller eröffnete den Medizinischen Forschungspfad - und nahm sich viel Zeit für die Stationen.

Bild: Dr. Falk Schrödl präsentiert LH Mag. Gabi Burgstaller die eindrucksvolle Station "Was reizt uns?" an der Paracelsus Universität

Die Station an der Paracelsus Universität in der Strubergasse stand unter dem Motto „Was reizt uns?“ Das Studententeam des zweiten Jahrgangs um Falk Schrödl und Sebastian Cotofana vom Institut für Anatomie und muskuloskelettale Forschung hatte im Vorfeld in weit über tausend freiwilligen Arbeitsstunden Modelle selbst hergestellt, Präparate und Videofilme vorbereitet.

Wie die Reize in elektrische Nervenimpulse übersetzt, weitergegeben und im Gehirn verarbeitet werden, war Thema eines eigenen Stopps. „Die Sprache des Gehirns“ war es, die hier den interessierten Zuhörern vermittelt wurde, die „Übersetzer“ waren Sabine Schmidt und ihr Team vom Institut für Physiologie und Pathophysiologie.

Beim Stopp „Stammzellenforschung“ gab der Leiter des Instituts für Molekulare Regenerationsmedizin Ludwig Aigner spannende Einblicke – viele BesucherInnen haben hier wohl zum ersten Mal mit eigenen Augen lebende Nervenzellen beobachten können.

Bild: Univ.-Prof. Dr. Ludwig Aigner referierte zum Thema Stammzellenforschung

Von der Strubergasse war es nicht weit in die Kliniken des Salzburger Universitätsklinikums. „Wie sehen wir?“ war das Thema der Station an der Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie. Das Ärzteteam machte die BesucherInnen mit den modernen Technologien bekannt, die bei der Erforschung, Diagnose und Behandlung von Augenerkrankungen eingesetzt werden. Für die interessierten BesucherInnen war es eine wichtige Erfahrung zu erleben, wie sich der Sehsinn täuschen lässt. Glaukomforscher Herbert Reitsamer machte klar, dass dadurch der „Grüne Star“ viel zu spät bemerkt wird – und wie wichtig daher gerade hier die Vorsorgeuntersuchung ist.

Bild: Prof. Dr. Herbert Reitsamer

An der Universitätsklinik für Hals- Nasen-Ohrenerkrankungen lautete das Motto der Station „Wie hören – riechen – schmecken wir?“. Besonders beeindruckt zeigten sich die BesucherInnen, wenn Primar Gerd Rasp und sein Team komplizierte Eingriffe mit „feinmechanischen“ Methoden unter dem Operationsmikroskop demonstrierten und wie dabei winzige Implantate zum Einsatz kommen.

„Was passiert bei einem Schlaganfall?“ Thema an der Station der Universitätsklinik für Neurologie und am Neuroscience Institut in der Christian Doppler-Klinik war dieser Notfall, der alle Sinne beeinträchtigen kann. Das Team, allen voran der ärztliche Direktor Gunther Ladurner sowie die Neurologen Monika Killer-Oberpfalzer und Gernot Luthringshausen, informierte die BesucherInnen über die Akutbehandlung in der Schlaganfall-Überwachungs-Station, wie sie optimal koordiniert und danach gezielt behandelt wird. Am Simulator und am Modell wurde auch der direkte Eingriff mittels Stent oder „Korkenzieher“ an verschlossenen Gefäßen demonstriert – ihn konnten die BesucherInnen interaktiv nachvollziehen.