Rückschau Tagungen und Symposien an der Paracelsus Universität in Salzburg

14.04.2016

Kick-off Meeting zum EU-Projekt TECHNOBEAT

Bei einem Herzinfarkt oder bei Herzschwäche wird häufig das Herzmuskelgewebe irreparabel geschädigt. Vielen Patienten könnte man durch im Labor hergestelltes Gewebe helfen. Doch um Herzgewebe aus menschlichen induzierten pluripotenten Stammzellen (hiPS-Zellen) züchten zu können, benötigen die Forscher Milliarden an Zellen. Auch die effiziente Herstellung von Herzgewebe in der Kulturschale und die wirkungsvolle Integration des Gewebes zur Verbesserung der Herzfunktion stellen bisher große technische und klinische Herausforderungen dar.

Forschende der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität in Salzburg sind Teil eines von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) initiierten Europäisch-Israelischen Netzwerks aus fünf akademischen und drei Industriepartnern, das darauf abzielt, bisherige Hürden durch technische Innovation auszuräumen. Das von der MHH koordinierte, vier Jahre dauernde Projekt mit dem Titel "Tools and Technologies for breakthrough in heart therapies" (Acronym: TECHNOBEAT) wird mit rund 5,9 Millionen Euro im EU-Rahmenprogramm Horizon 2020 gefördert.

Eine wesentliche Rolle spielen dabei das Institut für Experimentelle und Klinische Zelltherapie der Paracelsus Univerität und die Salzburger Universitätsklinik für Blutgruppenserologie und Transfusionsmedizin: Unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Dirk Strunk und PD Dr. Katharina Schallmoser werden Mesenchymale Stammzellen produziert, die die Gewebebildung, Regeneration und das Zellüberleben nach Transplantationen unterstützen. Bei der Auftaktveranstaltung für "TECHNOBEAT" am 3. und 4. März 2016 an der Paracelsus Universität in Salzburg trafen sich 18 KollaborationspartnerInnen aus Großbritannien, den Niederlanden, Belgien, Deutschland, Israel und Österreich.

 

Salzburger Neonatologie-Workshop

Am 11. März 2016 fand bereits zum 3. Mal der Salzburger Neonatologie-Workshop im Medizinischen Simulationszentrum an der Paracelsus Uni statt. Die Teilnehmergruppe umfasste rund 60 Gesundheits- und Krankenpfleger sowie Ärzte. Unter der Leitung von PD Dr. Martin Wald, Leiter der Division für Neonatologie an der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde, und Elke Gruber, Stationsleitung der Division für Neonatologie, wurde ein abwechslungsreiches Programm mit Experten-Vorträgen und Hands-on-Workshops zu den Themen ZVK und parenterale Ernährung sowie entwicklungsfördernde Betreuung geboten.

 

Symposium Austrian Cluster for Tissue Regeneration

Das jährliche Meeting des Forschungscluster für Geweberegeneration vom 14. bis 16. März an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität fand dieses Jahr unter der Leitung des Instituts für Sehnen- und Knochenregeneration statt. Der Cluster besteht aus einem interdisziplinären Team aus Biochemikern, Chemikern, Biophysikern, Molekularbiologen, Biotechnologen, Elektronikern und Veterinär- und Humanmedizinern von derzeit insgesamt 12 wissenschaftlichen Institutionen aus Österreich.

Die Paracelsus Medizinische Privatuniversität ist mit dem Institut für Sehnen- und Knochenregeneration – und seit diesem Jahr auch mit dem Institut für Molekulare Regeneration – im Cluster vertreten. Die Ziele sind ein besseres Verständnis der Regeneration von Weichteilen, Knorpel, Sehnen, Bänder, Knochen, Nerven und darauf aufbauend die bessere therapeutische Unterstützung durch neue bzw. verbesserte Behandlungsmethoden. Beim Meeting wurden die neuesten Erkenntnisse im Bereich der Geweberegeneration präsentiert.