Russische Kur-Spezialisten zum Infobesuch im Forschungsinstitut Gastein

13.08.2014


Das Edelgas Radon in der Kurmedizin stand im Mittelpunkt des Interesses: Martin Gaisberger, Leiter des Forschungsinstituts Gastein, der russische Delegationsleiter Alexander Razumov und Institutsvorstand Prof. Markus Ritter (v.l.n.r.).



Besuch einer hochrangigen fünfköpfigen Delegation russischer Kur-Spezialisten erhielt das Forschungsinstitut Gastein (FOI) der Paracelsus Universität, vertreten durch Vorstand Univ-Prof. Dr. Markus Ritter und Leiter Dr. Martin Gaisberger. Geleitet wurde die russische Delegation von Prof. Alexander Razumov von der Akademie der medizinischen Wissenschaften der russischen Föderation. Als Präsident der nationalen Organisation für Kuratologie in Russland ist Razumov oberster Entscheidungsträger in Kurwesen , Kurpolitik und kurmedizinischer Wissenschaft seines Landes.

Das Treffen soll der Startschuss einer wissenschaftlich-medizinischen Kooperation auf dem Gebiet der Bäderheilkunde (Balneologie) und physikalischen Therapie sein. Im Zentrum des russischen Interesses standen die natürlichen Gasteiner Heilquellen. Die Delegation besuchte auch diverse Therapieeinrichtungen im Gasteinertal, um sich vor Ort ein Bild über die Radontherapie in Österreich zu verschaffen.

In Gastein wird traditionell das radioaktive Edelgas Radon in niedrigen Dosen bei zahlreichen Erkrankungen – etwa bei Rheuma, Hautleiden oder Asthma – als Therapieform angewendet. In Russland wird Radon ebenfalls seit Jahrzehnten in der Kurmedizin verwendet, allerdings in teilweise anderen Applikationsformen und auch bei unterschiedlichen Krankheitsbildern. Da ein diesbezüglicher Wissensaustauschfür beide Seiten von größtem Interesse ist, wurden mögliche gemeinsame Projekte besprochen.