Salzburger Krebshilfe-Stipendium an zwei Forschungsvorhaben vergeben

11.04.2012

Der Verein Österreichische Krebshilfe Salzburg hat kürzlich das Krebshilfe-Stipendium 2011/2012 vergeben. Die Förderung geht jährlich an Forschungsprojekte aus Salzburg mit direktem onkologischem Bezug. Das Stipendium ist mit 7.500 Euro dotiert und kann pro Ausschreibung einem oder mehreren Projekten zuerkannt werden. Dieses Jahr werden zwei Forschungsvorhaben mit einer Gesamtsumme von 15.000 Euro unterstützt.

  • Im Projekt von Priv.-Doz. Dr. Martin Jakab vom Institut für Physiologie und Pathophysiologie der Paracelsus Universität (Vorstand: Univ.-Prof. Dr. Markus Ritter) soll untersucht werden, ob ein spezielles Eiweißmolekül mit Namen ATP12A für die Entstehung des Prostatakrebses, dessen Diagnostik und möglicherweise auch die Therapie eine Rolle spielen könnte. Bisherige Untersuchungen legen diesen Schluss nahe.
  • Das Projekt von Dr. Tobias Kiesslich von der Universitätsklinik für Innere Medizin I (Vorstand: Univ.-Prof. Dr. Frieder Berr) beschäftigt sich mit den zellulären Effekten der Photodynamischen Therapie – ein Ansatz, der in der Klinik erfolgreich für die palliative Behandlung von Gallenwegstumoren eingesetzt wird. Vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen in der Onkologischen Forschung wird untersucht, welchen Effekt die Photodynamische Therapie auf Krebs-Stammzellen hat, welche relativ resistent gegenüber konventionellen Therapien wie Chemo- und Radiotherapie sind.


V.l.n.r.: Doris Streif, MSc. und  Priv.-Doz. Dr. Martin Jakab (Projekt des Instituts für Physiologie und Pathophysiologie der Paracelsus Universität), Univ.-Doz. DDr. Anton Graf (Präsident der Salzburger Krebshilfe), Dr. Tobias Kiesslich und Doris Bach, MSc. (Projekt der Universitätsklinik für Innere Medizin I).


Die Österreichische Krebshilfe Salzburg kooperiert seit 2011 mit der Paracelsus Universität im Bereich des Salzburger Krebshilfe-Stipendiums. Im letzten Jahr verabschiedete der Verein neue Förderrichtlinien für das Stipendium. Besonderes Augenmerk liegt neben der Durchführung der Forschung in Salzburg auch auf der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, also auf Projekten für Diplomarbeiten, Dissertationen oder postpromotionelle Ausbildung. Die Paracelsus Universität fungiert nunmehr als Einlaufstelle für die Projektanträge, organisiert die Ausschreibungen und führt gemeinsam mit der Salzburger Krebshilfe die wissenschaftliche Begutachtung durch.

Für Krebshilfe-Präsident Univ.-Doz. DDr. Anton-H. Graf ist es von großer Bedeutung, dass die Krebshilfe (regionale) Forschungsförderung betreibt. „Durch die Vergabe des Krebshilfe-Stipendiums können wir junge Mediziner und Wissenschafter in Salzburg unterstützen, die an konkreten Projekten in der Krebsforschung arbeiten. Es freut mich besonders, dass wir dieses Jahr gleich zwei Projekte fördern können. Beide jetzt geförderten Projekte haben uns überzeugt, so dass wir beschlossen haben, zwei Stipendien zu vergeben“, betont Graf.

Die diesjährige Ausschreibung für das Salzburger Krebshilfe-Stipendium läuft bis zum 15. September 2012. Nähere Informationen und die Förderrichtlinie finden Sie hier.