Sectra Visualization Table – Einsatz modernster Visualisierungstechniken am Institut für Anatomie

06.09.2013


Der hochmoderne Sectra-Visualisierungstisch überführt 2D-Schnittbilder aus Computertomographie und Magnetresonanztomographie in die dritte Dimension und kann in Unterricht und klinischem Alltag eingesetzt werden.


Die Darstellung komplexer Frakturen ist auf dem Multi-Touch-Bildschirm ebenso einfach möglich wie die Planung von schwierigen Operationen oder die Abmessung von Tumoren.



Der klassische Anatomieunterricht hat sich als Methode zur Wissensvermittlung bisher überwiegend des Präparates bedient. Viele Anatomen pflegen auch heute noch zu sagen: "Das Präparat hat immer Recht." Aufgrund der Revolutionierung der medizinischen Diagnostik durch dreidimensionale bildgebende Verfahren, die aus dem heutigen klinischen Alltag nicht mehr wegzudenken sind, haben die Lehrenden der Anatomie zunehmend klinische bildgebenden Verfahren in den Unterricht integriert und Darstellungen mittels Röntgen, Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT) herangezogen, um Studenten ein ganzheitliches topographisches Bild des menschlichen Körpers zu vermitteln. Hierbei wurde der Weg vom 3D-Präparat zur 2D-Schnittbildanatomie begangen, wobei die Verknüpfung zurück ins 3-Dimensionale oft eine Herausforderung darstellt.

Mittels modernster Technik können Studierende der PMU nun den Kreis der verschiedenen Dimensionen schließen, indem Sie im Anatomieunterricht mittels eines "Visualisierungstisches" den Weg vom 2-dimensionalen Schnittbildverfahren in die 3-Dimensionalität gehen. 2D-Schnittbilder aus der CT und MRT können mit einem Touch (nicht Click!) in die dritte Dimension überführt und in allen Orientierungen betrachtet werden, so dass sich – in Zusammenschau mit dem Präparat – ein ganzheitliches Bild ergibt, welches später in der medizinischen Diagnostik als "Engramm" direkt abgerufen werden kann.

Diese Methode kann aber nicht nur im studentischen Unterricht verwendet, sondern auch durch klinische Kollegen genutzt werden. Die Darstellung komplexer Frakturen gelingt ebenso einfach wie die Planung von schwierigen Operationen oder die Abmessung von Tumoren. Vor allem die Fachbereiche Chirurgie, Radiologie aber auch die Innere Medizin können daher von dem Visualisierungstisch in großem Ausmaß profitieren.

Die Investition, das neueste Produkt des Medizintechnikherstellers Sectra, ist ein Gemeinschaftsprojekt des Institutes für Anatomie der Paracelsus Universität und der Salzburger Universitätsklinik für Radiologie. Dr. med. Sebastian Cotofana vom Institut für Anatomie fungiert hierbei als Koordinator des Projektes und ist Mitglied im Advisory Board bei Sectra. Seine Aufgabe ist es – auf Basis von in der Uniklinik für Radiologie generierten medizinischen Bilddaten –, eine anatomische Referenzdatenbank wichtiger topographischer Strukturen zu erstellen und den Anforderungen des Visualisierungstisches anzupassen. Die so generierte Datenbank steht weltweit allen Nutzern des Visualization Tables online zur Verfügung und kann sowohl im Anatomieunterricht wie auch als Referenz bei der Visualisierung interessanter klinischer Fälle herangezogen werden.


Sebastian Cotofana vom Institut für Anatomie der Paracelsus Universität ist Koordinator des Projektes und als Mitglied im Advisory Board der schwedischen Herstellerfirma Sectra vertreten.