Shadi Alhamam ist der erste syrische Pharmaziestudent in Salzburg

12.04.2021

In seiner Heimat Aleppo fielen Bomben, als sich Shadi Alhamam vor sechs Jahren auf den Weg machte: In Salzburg baute sich der erste syrische Pharmazie-Student der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität eine neue Existenz auf. Der internationale Charakter gehört zum Leitbild der PMU: Neben Studierenden aus Deutschland, Italien, Luxemburg oder Belgien gibt es ein attraktives Netzwerk für Forschungsaufenthalte von den USA bis in die Schweiz oder Nepal.

„Ich habe mich über die Balkanroute auf den Weg nach Europa gemacht“, schildert der 27-Jährige, der sich immer schon stark für Chemie interessierte, wie er über Traiskirchen in Salzburg landete. Den Traum, Pharmazie zu studieren, hatte er damals schon fast aufgegeben, bewarb sich aber trotzdem zuerst an der Universität Wien und später auf Anraten von Bekannten an der Paracelsus Universität. „Es war total überraschend für mich, dass ich aufgenommen wurde“, erinnert sich der Syrer, dass ihn das Studium mit garantierten Laborplätzen, einer Übungsapotheke und einem sehr guten Betreuungsverhältnis sofort überzeugt habe.

„Ich studiere jetzt im vierten Semester Pharmazie und habe es nie bereut, mich für die PMU entschieden zu haben“, erzählt Alhamam über seinen großen Lebenstraum. Er hofft, später einmal etwas zurückgeben zu können. Natürlich sei es für ihn auch eine finanzielle Herausforderung. Er bekommt ein Stipendium, arbeitet neben dem Studium und jobbt auch im Sommer. „Pharmazie zu studieren ist für mich ein Privileg und ich hoffe, dass ich mit diesem Beruf einmal in der Lage bin, Medikamente herzustellen und Menschen zu helfen, vielleicht sogar den Menschen im meiner Heimat.“

In den Salzburger Nachrichten ist eine Reportage über sein Leben erschienen (Foto: SN/Anna Boschner)