Symposium anlässlich 10 Jahre Universitätslehrgang Palliative Care

12.10.2016



Der Universitätslehrgang Palliative Care, eine Kooperation von Paracelsus Medizinischer Privatuniversität, Dachverband Hospiz Österreich und St. Virgil Salzburg, feierte sein 10-jähriges Bestehen. Anlässlich des Jubiläums fand unter dem Titel "Braucht Österreich ein Hospiz- und Palliativgesetz?" ein Symposium in Wien statt.

Waltraud Klasnic, Präsidentin des Dachverbandes Hospiz Österreich, erinnerte an die gemeinsamen Anliegen und Forderungen: Rechtsanspruch auf Hospiz- und Palliative Care, eine Klärung der Zuständigkeiten, Regelfinanzierung, die nun im 2016 neu konstituierten Hospiz- und Palliativforum einer Lösung zugeführt werden sollen. Ob dazu auch ein neues und eigenes Gesetz notwendig sei, ließ Klasnic offen. Dagegen plädierte Harald Retschitzegger, Präsident der Österreichischen Palliativgesellschaft (OPG), als Arzt und Palliativmediziner, Absolvent des Unilehrgangs und OPG-Präsident eindeutig für ein Gesetz, um die Umsetzung voranzutreiben. Hospiz- und Palliative Care seien kein Luxus, sondern ein Menschenrecht.

Einblicke in die Entwicklung von Hospiz- und Palliative Care in Bayern gab Dr. Erich Rösch, Geschäftsführer des Bayerischen Palliativ- und Hospizverbandes. In Deutschland wurden bereits bestehende Gesetze im Rahmen der umfassenden Hospiz- und Palliativ-Gesetzgebung angepasst und vervollständigt. Die Finanzierung der Leistungen geschieht über die Kranken- und Pflegeversicherungen.

Der berufsbegleitende Universitätslehrgang Palliative Care richtet sich an Mediziner, diplomierte Pflegekräfte und Experten aus den Bereichen Sozialarbeit, Psychologie, Physiotherapie und Seelsorge mit Erfahrung in der Begleitung schwerkranker, sterbender Menschen. Dabei steht das interprofessionelle, gemeinsame Lernen im Mittelpunkt.