Universitätsmedizin Salzburg 2016: Das Karrieremodell in der Verwaltung am Universitätsklinikum

02.04.2013

Der Begriff der "klassischen Karriere" hat sich in den letzten Jahrzehnten einem Wandel unterzogen. Karriere ist heute nicht mehr nur ein hierarchischer Aufstieg in der Karriereleiter. Nicht jeder kann und will "Chef" sein. Vielmehr gibt es zahlreiche Mitarbeiter/innen, die mit den neuen Karrierepfaden ihre Fach- oder Projektkarriere starten. Anders als bei den Karrieremodellen für Ärzte/innen oder dem der Pflege ist das Karrieremodell für die Verwaltung ungleich individueller und somit komplexer abzubilden. Daher gibt es am Universitätsklinikum Salzburg gleich vier so genannte Karrierepfade:

  • Fachkarriere – Die Karriereschritte beruhen auf nachweislicher fachlicher Kompetenz und äußern sich in erweiterten Handlungsspielräumen und Aufgaben, die eine erhöhte Qualifikation erfordern und fördern.
  • Die Führungskarriere verlangt nach einer gefestigten Persönlichkeit, betrieblichen Weitblick und sozialer Kompetenz. Führungserfahrung, Führungsspanne und Budgetverantwortung sind die wesentlichen Kriterien für die jeweilige Karrierestufe.
  • Bei der Projektkarriere ist Organisationstalent und Genauigkeit bei der Durchführung komplexer und interdisziplinärer Projekte gefragt. Fach- und Führungsaufgaben fließen mit ein.
  • In der Patchwork-Karriere wird die Entwicklung vom Spezialisten zum „Multi-Experten“ durchlaufen. Dabei sind Kompetenz im Sinne einer Mehrfachqualifikation und erhöhter Kommunikationsfähigkeit gefragt.

Nicht zuletzt durch den Strategieprozess "Universitätsmedizin Salzburg 2016" gibt es am Universitätsklinikum Salzburg zahlreiche Projekte und Aufgabenbereiche, die Möglichkeiten für eine Patchwork-Karriere bieten. Beispielhaft für diesen Karrierepfad ist etwa Mag. Dr. Christoph Augner. Augner leitet interimistisch das IGGMB Forschungsinstitut und zeigt sich gleichzeitig für zahlreiche Projekte in der ärztlichen Direktion verantwortlich (z.B. Projektleitung Karrieremodelle Ärzte, MTD, RSG Positionspapier, Universitätslehrgang, etc.).

Das strukturierte Mitarbeiter-/Zielgespräch ist eine Plattform für die eigene Karriere. "Hier können zwischen Vorgesetzen und Mitarbeiter/innen Perspektiven besprochen werden, welche zur Realisierung der Karriereplanung beitragen. Anhand von definierten Kompetenzkriterien wird sichtbar, welche Qualifikationen für die einzelnen Positionen benötigt werden. So wird ein kontinuierlicher Prozess zur persönlichen, sozialen sowie fachlich und methodischen Weiterentwicklung von Mitarbeiter/innen transparent gemacht und damit eine individuelle Karriereplanung ermöglicht", hält Mag. Maria Pichler, Leiterin Personalentwicklung und -recruiting vom Servicebereich Personal und Recht und Projektleiterin der Karrieremodelle "Verwaltung" fest.