Universitätsmedizin Salzburg 2016: Neue „Zentrale Notaufnahme“

06.01.2012

Mit der Umstrukturierung der „Internistischen Notaufnahme“ (INA) in eine „Zentrale NotAufnahme“ (ZNA) konnte ein weiteres Projekt der Universitätsmedizin Salzburg 2016 umgesetzt werden. Mit dem Umzug in die neue Chirurgie West II. werden ungeplante Patienten/innen der Chirurgie und Inneren Medizin in der neuen Notaufnahme erstversorgt.

Künftig wird es zwei Schalter, einen für geplante und einen für ungeplante Patienten/innen geben. „Für die ungeplanten Patienten, also die Notfälle, gibt es einen genauen Ablaufplan“, berichtet der Leiter der Zentralen NotAufnahme, OA Dr. Thomas Michalski. Nach dem Erstkontakt und der Einschätzung der Behandlungsdringlichkeit durch eine Pflegekraft wird der Patient in der Erstbegutachtungsambulanz je nach Beschwerden einer Fachrichtung zugeteilt.

„Die Erstbegutachtungsambulanz hat viele Vorteile für Mitarbeiter und Patienten.  Die Erstbehandlung erfolgt ohne lange Wartezeiten und gleichzeitig werden die Notfallstrukturen entlastet. Denn es kommt sehr oft vor, dass Patienten zu uns kommen, ohne vorher einen niedergelassenen Arzt konsultiert zu haben. Wenn also jemand mit Husten zu uns kommt, wird er nach einer seriösen Untersuchung mit Behandlungs- und Untersuchungsvorschlag an seinen Hausarzt verwiesen. So können wirkliche Notfälle, bei denen oft jede Minute zählt,  sofort effizient versorgt werden“, sagt Michalski. Ein weiterer Vorteil entsteht durch die räumliche Nähe zum Hubschrauberlandeplatz. „So können die Patienten direkt übernommen werden, denn schon jetzt kommen zwei Drittel der mit dem Hubschrauber Angelieferten zu uns. Wir sind der wichtigste Übernahmepartner der Rettungsorganisationen und des Roten Kreuzes.“

Neu ist auch, dass dem bewährten 11-köpfigen Ärzteteam von Michalski in der neuen Notaufnahme tagsüber auch ein Chirurg zur Seite stehen wird, in der Nacht je nach Bedarf. Die Erfahrung des Teams der Internistischen Notaufnahme ist nach fast sieben Jahren groß. Im Sommer 2011 wurde der hunderttausendste Patient behandelt, das sind 18.000 Personen im Jahr. Auf der angegliederten Überwachungsstation werden im Jahr fast 2000 Patienten aufgenommen.  Etwa ein Drittel davon konnte wieder nach Hause gehen, ein Drittel musste stationär aufgenommen werden und ein Drittel der Fälle benötigen eine Intensivbehandlung.

Die neue Zentrale NotAufnahme  ist mit der Umstrukturierung auch nicht mehr der Universitätsklinik für Innere Medizin II zugeteilt, sondern der Ärztlichen Direktion. „Trotzdem bleibt die Innere Medizin II natürlich ein wichtiger Partner von uns, hier liegen ja auch unsere Wurzeln.“


OA Dr. Thomas Michalski leitet die neue Zentrale NotAufnahme.