Verbesserte Diabetes-Behandlung. Studie des Instituts für Allgemein,- Familien- und Präventivmedizin präsentiert

10.12.2009

In Salzburg leiden rund 13.000 Menschen an Diabetes mellitus Typ 2, der sogenannten Zuckerkrankheit. Gewiss ist, dass die Behandlungen derzeit leider nicht immer optimal verlaufen. Eine breit angelegte Studie des Instituts für Allgemein,- Familien- und Präventivmedizin an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität unter der Federführung von Prof. Andreas Sönnichsen erzielte bemerkenswerte Erfolge.

Bild v.l.n.r.: Gen.-Dir. Regina Ovesny-Straka, Dr. Harald Seiss (Direktor Salzburger Gebietskrankenkasse), Univ.-Prof. Dr. Andreas Sönnichsen, Dr. Christoph Fürthauer

Beim Disease Management Programm „Therapie aktiv“ wurden rund 1500 Patientinnen und Patienten in knapp 100 Arztpraxen Salzburgs begleitet, zu regelmäßigen Kontrolluntersuchungen eingeladen und die Blutzuckerwerte kontrolliert.  Alles wurde strukturiert dokumentiert und es zeigte sich, dass der HbA1c-Wert (ein Blutwert zur Langzeitbeurteilung des Blutzuckerspiegels) signifikant gesenkt werden konnte. Diese verbesserte Behandlung erspart vielen Diabetikern den Weg in eine Klinik. Das wiederum bringt dem Gesundheitssystem eine enorme Kostenersparnis.  Ziel der Gesundheitspolitik, der Kassen und Ärzteschaft muss ein, möglichst viele Diabetiker in dieses Programm zu integrieren, um einen flächendeckenden Effekt zu erreichen.

Die Durchführung dieser Langzeitstudie wurde durch die Salzburger Sparkasse, die Salzburger Gebietskrankenkasse und dem Unternehmen Roche Diagnostics großzügig unterstützt.