Verleihung der Universitätsprofessur an den neuen Vorstand für Anatomie und Zellbiologie Jan Pruszak

27.11.2019

Jan Pruszak, neuer Vorstand des Instituts für Anatomie und Zellbiologie, erhielt am 25. November 2019 im Rahmen einer Akademischen Feier offiziell die Universitätsprofessur der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU) verliehen. Der Deutsch-U.S.-Amerikaner ist Nachfolger des langjährigen Anatomievorstandes Felix Eckstein und hatte sein Amt Anfang September 2019 angetreten.

Im Bild v.l.n.r.: Univ.-Prof. Dr. Christian Pirich, Dekan für Studium und Lehre, Univ.-Prof. Dr. Jan Pruszak, neuer Vorstand des Instituts für Anatomie und Zellbiologie, und PMU-Rektor Univ.-Prof. Dr. Herbert Resch.

"Anatomie wird heute längst nicht mehr ausschließlich mit der Arbeit am menschlichen Präparat in Verbindung gebracht, sondern hat einen großen Forschungsanteil mit lebendigen Zellen", betonte Herbert Resch, Rektor der Paracelsus Universität. Mit seiner Forschungseinrichtung passe Jan Pruszak hervorragend in die schon vorhandene sehr stark positionierte Stammzellforschung der PMU, welche er nun ergänze.

Jan Pruszak schloss sein Medizinstudium im Jahr 2004 an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) in Deutschland ab und ging direkt im Anschluss als Postdoc an die Harvard Medical School in Boston, um dort unter Professor Ole Isacson am Center for Neuroregeneration Research an den ersten experimentellen Stammzell-basierten Therapieverfahren für die Parkinson-Erkrankung mitzuwirken. Im Alter von 32 Jahren wurde er Fakultätsmitglied (Instructor) der Harvard Medical School sowie assoziiertes Mitglied des noch jungen Harvard Stem Cell Institutes und lehrte von 2004 bis 2010 im dortigen Anatomie-Kurs, wofür er mehrfach ausgezeichnet wurde. „Parallel zur wissenschaftlichen Arbeit habe ich kontinuierlich meine Leidenschaft für anatomische Lehre weiterverfolgt, immer im Bewusstsein der Notwendigkeit einer Vermittlung anatomischer, zellulärer und molekularer Prinzipien, die den Studierenden in ihrem zukünftigen Beruf dienen können.“ Vor seinem Wechsel an die Paracelsus Medizinische Privatuniversität in Salzburg leitete Pruszak von 2011 bis 2019 eine im hochkompetitiven Emmy Noether-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte, unabhängige Arbeitsgruppe am Institut für Anatomie und Zellbiologie der Universität Freiburg.

Die Forschungsinteressen des publikationstarken Mediziners umfassen zelluläre Interaktionen und Signalwege, welche das Wachstum und die Spezifikation von Stammzellen im Kontext der neuralen Entwicklungs- und Tumorbiologie sowie der regenerativen Medizin kontrollieren.

Foto: Paracelsus Universität/wildbild