Zwei Auszeichnungen des Kulturfonds der Stadt Salzburg an die Paracelsus Universität

04.12.2014

Bereits zum 12. Mal fand Anfang Dezember die jährliche Verleihung der Preise des Kulturfonds der Stadt Salzburg statt.

Den diesjährigen internationalen Preis für Wissenschaft und Forschung verlieh Bürgermeister-Stellvertreterin Mag. Anja Hagenauer an Univ.-Doz. Dr. Hans-Christian Bauer, Vorstand des Forschungsinstituts für Sehnen- und Knochenregeneration der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität. Bauer und sein Team beschäftigen sich seit Jahren mit der Frage "Wie entwickelt sich Leben?". Entsprechend der Komplexität dieser Fragestellung tun sie dies mit interdisziplinärer Haltung und Forschung auf unterschiedlichen Ebenen. Das Wachstum von Zellen, ihr Zusammenspiel im Zentralnervensystem und schließlich die Regeneration von Zellorganismen und Organen sind die bestimmenden Themen seiner kontinuierlichen Forschung. Im Mittelpunkt steht seit einigen Jahren die Frage nach der Regenerationsfähigkeit von zwei besonders verletzungsanfälligen Geweben, nämlich von Sehnen und Knochen. Gerade im Alter regenerieren diese nur schlecht.

Das Institut der Paracelsus Universität verfolgt die These, dass die Regeneration – und somit die Heilung nach Verletzungen – durch die adulten Stammzellen und bestimmte Wachstumsmoleküle im Sehnen- bzw. Knochengewebe verbessert werden kann. Sie haben die Stammzellen im Sehnengewebe charakterisiert und identifiziert, um auf dieser Basis neue Strategien für verbesserte Therapien zu entwickeln. Die Grundlagenforschung am Institut findet an der Schnittstelle zur klinischen Praxis statt. Maßgeblich dafür ist einerseits die langjährige, enge Kooperation mit der Universitätsklinik für Unfallchirurgie und andererseits seit 2011 das Forschungszentrum für Querschnitt- und Geweberegeneration (SCI-TReCS). Kooperative Projekte sowie insbesondere die Nachwuchsförderung betreibt Bauer weit über die Salzburger Grenzen hinaus.


Hans-Christian Bauer, Vorstand des Instituts für Sehnen- und Knochenregeneration, erhielt den diesjährigen Preis für Wissenschaft und Forschung des Kulturfonds der Stadt Salzburg.



Den Förderpreis für Wissenschaft und Forschung des Kulturfonds der Stadt Salzburg erhielt das Leitungsteam des Universitätslehrgangs Palliative Care der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität. Palliativmedizin ist ein noch junges Fach; noch jünger aber ist der ganzheitliche Ansatz der Palliative Care – die medizinische und psychosoziale Begleitung von unheilbar kranken Menschen. Der Universitätslehrgang Palliative Care wurde im Jahr 2006 an der Paracelsus Universität eingerichtet. Ein interdisziplinäres Team vermittelt die spartenübergreifenden Kompetenzen, die für die anspruchsvolle Arbeit in Hospizen notwendig sind. Der Lehrgang wurde in Kooperation mit dem Dachverband Hospiz Österreich, der Hospiz-Bewegung Salzburg sowie dem Bildungszentrum St. Virgil nach internationalen Standards entwickelt und wird unter Leitung von Dr. Irmgard Nake umgesetzt. Zum Leitungsteam gehören weiters Prof. Mag. Peter Braun (Direktor St. Virgil), Mag. Dr. Christof Eisl (GF Hospiz-Bewegung Salzburg), Dr. Michael Nake (Kanzler Paracelsus Universität) und Mag. Leena Pelttari (GF Dachverband Hospiz Österreich).


Bürgermeister-Stellvertreterin Anja Hagenauer mit dem Leitungsteam des Unjversitätslehrgangs Palliative Care: Irmgard Nake, Leena Pelttari, Michael Nake, Christof Eisl, Peter Braun (von links).