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Institut für Pharmazie

Vorständin: Univ.-Prof. Dr. Johanna Pachmayr


Das 2017 gegründete Institut für Pharmazie wird aus der Abteilung für Klinische Pharmazie und Pharmazeutische Biologie, die sich gerade im Aufbau befindet, einer Abteilung für Pharmazeutische und Medizinische Chemie (ab Winter 2017/18) und einer Abteilung für Pharmazeutische Technologie und Biopharmazie (zu einem späteren Zeitpunkt) bestehen.

Die Forschungsschwerpunkte des Instituts werden im Bereich Entwicklung und Testung von Wirkstoffen, der Charakterisierung neuer Zielstrukturen für Arzneistoffen sowie Analytik und Bioanalytik liegen.

Neben der Forschung wird das Institut einen Großteil der Lehre im Studiengang für Pharmazie übernehmen, dessen Ziel es ist, handlungskompetente Pharmazeuten/innen auszubilden, die für die Anforderungen des Marktes, der pharmazeutischen Praxis und der Forschung bestmöglich gerüstet sind.

 

Abteilungen

Pharmazeutische Biologie und Klinische Pharmazie

Die Abteilung für Pharmazeutische Biologie und Klinische Pharmazie unter der Leitung von Prof. Johanna Pachmayr befasst sich mit der pharmakologischen Testung neuer biogener und synthetischer Arzneistoffe und der Charakterisierung neuer Zielstrukturen für Arzneistoffe und wird in Richtung pharmakoökonomische Aspekte sowie die Evaluierung und Optimierung der Pharmakotherapie spezifischer Patientengruppen weiterentwickelt.

Pharmazeutische und Medizinische Chemie

Die Abteilung für Pharmazeutische und Medizinische Chemie entwickelt und optimiert neue Arzneistoffe und befasst sich mit der Analytik bzw. Bioanalytik von Arzneistoffen und Metaboliten.

Pharmazeutische Technologie und Biopharmazie

Die Abteilung für Pharmazeutische Technologie und Biopharmazie befasst sich mit Drug Delivery und Drug Targeting, neuen Trägersystemen und -materialien, Tissue Engineering sowie mit pharmakokinetischen und Vorhersage-Modellen.

Forschungsprojekte

Tumorerkrankungen stellen als zweithäufigste Todesursache ein großes Gesundheitsproblem dar. Die Zahl der Neuerkrankungen steigt und viele Tumorarten können durch Resistenzentwicklung nur sehr schlecht therapiert werden. In der Abteilung für Pharmazeutische Biologie und Klinische Pharmazie adressieren wir dieses Problem: wir charakterisieren neue Zielstrukturen und untersuchen die Effekte und den Wirkmechanismus neuer Wirkstoffe für die Tumortherapie.

Tumortherapie mit Cdk5

Eine sehr interessante Zielstruktur für die Tumortherapie stellt die Zyklin-abhängige Kinase Cdk5 (cyclin dependent kinase 5) dar. Cdk5 wurde in den 1990er Jahren entdeckt und galt lange als „neuronale Kinase“, da sie im ZNS die neuronale Entwicklung und Funktionen wie Axon-Ausrichtung und synaptische Transmission steuert und in die Pathogenese neurodegenerativer Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson involviert ist. Während der letzten Jahre wurden immer mehr nicht-neuronale Funktionen von Cdk5 beschrieben. Wir konnten wichtige Funktionen von Cdk5 im Gefäßsystem aufdecken: Cdk5 ist essentiell für die Entwicklung des Lymphgefäßsystems – genetischer knockout von Cdk5 im Endothel führt zu embryonaler Letalität, sowie für die Tumorangiogenese – eine Hemmung der endothelialen Cdk5 im Tumor unterdrückt das Tumorwachstum.

Leberkrebs (Hepatozelluläres Karzinom, HCC) ist eine der am häufigsten vorkommenden Tumorarten mit hoher Mortalität und einer steigenden Zahl an Neuerkrankungen. In früheren Stadien kann HCC durch Lebertransplantation und –resektion operativ oder mittels Transarterieller Chemoembolisation (TACE) therapiert werden, meist wird HCC aber im Spätstadium entdeckt wofür die Therapiemöglichkeiten sehr limitiert sind. HCC ist ein extrem chemoresistenter Tumor und die einzige Möglichkeit, HCC im Spätstadium zu therapieren, ist Sorafenib, ein oral verfügbarer Multikinase-Inhibitor. Die Prognose für die Patienten ist sehr schlecht – Sorafenib verlängert das Überleben um ca. 3 Monate und nur 2% der Patienten sprechen auf die Therapie an. Neue Therapien zeigten bisher keinen klinischen Erfolg. Wir beschäftigen uns mit Cdk5 als neuer, vielversprechender Zielstruktur im HCC.

Kooperationen

Publikationen

Da das Institut für Pharmazie erst im Mai 2017 gegründet wurde, gibt es derzeit noch keine Publikationen unter der Affiliation der PMU.

Die bisherigen Publikationen der Institutsvorständin Univ.-Prof.in Dr.in Johanna Pachmayr finden sie aber unter folgendem Link: https://sqquid.pmu.ac.at/fis/suchen.person_publikationen?sprache_in=de&person_id_in=301409&sortierung_id_in=1

Team und Kontakt

Allgemeine Anfragen bitte an: pharmazie@pmu.ac.at

Univ.-Prof. Dr. Johanna Pachmayr
Institut für Pharmazie
Vorständin

Tel.: +43 699 14420065
Tel.: +43 662 2420-80600

E-Mail: johanna.pachmayr@pmu.ac.at
Publikationen
Mag. Waltraud Seitz
Institut für Technologieentwicklung in der Strahlentherapie - radART
Institut für Pharmazie

Assistentin

Tel.: Pharmazie +43 662 2420-80601
Tel.: radART +43 699 16105383

E-Mail: waltraud.seitz@pmu.ac.at