Forschung & Innovation
Publikationen
Papa, Baby, Bildschirm: Die Auswirkungen väterlicher Smartphone Nutzung auf die Vater-Kind-Interaktion
PMU Autor*innen
Antonia Dinzinger, Carmen Wusatiuk, Gabriela Markova, Beate Priewasser
Alle Autor*innen
Antonia Dinzinger, Carmen Wusatiuk, Gabriela Markova, Beate Priewasser
Kurzfassung
Digitale Geräte wie Smartphones sind allgegenwärtig. Sie können soziale Interaktionen unterbrechen, was als Technoferenz beschrieben wird, und die Aufmerksamkeit einer Person absorbieren – beides Dynamiken, die in der frühen Eltern-Kind-Beziehung besonders kritisch sind. Bisherige Studien fokussieren fast ausschließlich Mütter, obwohl Väter sich ebenso zunehmend als Bezugspersonen aktiv involvieren. Das Projekt „Smart.Daddy“ untersucht deshalb, wie sich Technoferenz auf das Erleben und Verhalten von Vätern und ihren 4–7 Monate alten Babys auswirkt. Dazu werden in einem modizifierten Still-Face Paradigma sowohl das Verhalten als auch die physiologische Erregung (EKG) der Dyaden analysiert. Im Rahmen des Symposiums sollen erste Ergebnisse der laufenden Studie vorgestellt werden, die sowohl auf negative Auswirkungen von Technoferenz für die Qualität Vater-Kind-Interaktion als auch auf interindividuelle Unterschiede bezüglich des väterlichen Interaktionsverhaltens hindeuten. Außerdem werden die Ergebnisse vor dem Hintergrund der Datenlagen zu Technoferenz bei Mutter-Kind Dyaden sowie hinsichtlich des Einflusses persönlicher Nutzungsgewohnheiten und elterlicher Fähigkeiten diskutiert.
Keywords
SMARTPHONE, KINDER, TECHNOFERENZ, VATER-KIND-INTERAKTION, VÄTERFORSCHUNG