Forschungsprojekte Pflegewissenschaft
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Forschungsprojekte und Studien am Institut für Pflegewissenschaft und -praxis

Die pflegewissenschaftliche Forschung des Instituts konzentriert sich auf den Bereich der Versorgungsforschung, wobei insbesondere der Theorie-Praxis-Transfer im Fokus steht.

Ziel unserer wissenschaftlich fundierten Forschungsarbeit ist es, die Versorgungsqualität von Patient*innen auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse zu optimieren. Seit Institutsgründung im Jahr 2007 wurden mehr als 30 Forschungsprojekte und Studien durchgeführt:

ABSM - Aktionsbündnis Schmerzfreie Stadt Münster

 

Projektlaufzeit: 2010 - 2014
Homepage: www.schmerzfreie-stadt.de
Studiendesigns: Multizentrische Prä-Post-Studien (Ex-post-facto-Design), Explorative qualitative Designs, semi-strukturierte Interviews und Gruppendiskussionen
Status: abgeschlossen

Das Versorgungsforschungsprojekt “Aktionsbündnis Schmerzfreie Stadt Münster” (2010 - 2014) beforschte weltweit erstmals die Schmerzsituation und das interprofessionelle Schmerzmanagement innerhalb eines gesamten städtisch-kommunalen Versorgungssystems. In den Strängen Altenheim, Krankenhaus, ambulanter Pflegedienst, Schmerzpraxis und Hospiz der Stadt Münster wurden insgesamt über 4.000 Bewohner*innen, Patient*innen, Gäste, (Haus-)Ärzt*innen und Pflegende untersucht. Die Schmerzsituation als auch Wissens- und Versorgungslücken wurden analysiert, einrichtungsspezifische Interventionen durchgeführt, gut funktionierende Strukturen gestärkt und Optimierungen umgesetzt. Das Vorzeigeprojekt wird zukünftig eine über Institutions- und Sektorengrenzen hinausgehende vernetzte und umfassende Schmerzbetreuung und -behandlung ermöglichen – eine Zielsetzung, die aktuell durch die Auszeichnung als „Best Practice Modell“ der Weltgesundheitsorganisation WHO besondere Anerkennung findet.

Alfit - Alter und Fitness

Projektlaufzeit: 2009 - 2011
Studiendesigns: Pilotstudie, prospektives RCT, qualitative Interviews
Projektpartner*innen: Universitätsinstitut für Sportmedizin, Universitätsklinik für Geriatrie des Landeskrankenhauses Salzburg
Status: abgeschlossen

Im Rahmen der ALFIT-Studie wurde ein Programm für progressives Krafttraining zur Verbesserung von Kraft, Ausdauer und Balance mit sporttherapeutischen Geräten bei geriatrischen Tagesklinikpatient*innen aus Salzburg auf dessen Effektivität getestet. Zusätzlich standen die Motivation, Trainingserfahrungen sowie Auswirkungen auf den Alltag der Trainierenden im Fokus. Es konnten positive Effekte identifiziert werden. Das Trainingsprogramm fand Anwendung in Altenpflegeheimen.

ANIA – Advanced Nursing in Intensive Care & Anaesthesia

Projektlaufzeit: Juli 2022 – Dezember 2023
Studiendesign: Literatur-Review und Mixed-Methods Design
Projektpartner*innen: Landeskrankenhaus Salzburg - Universitätsklinikum der PMU
Status: ruhend

The first part of ANIA is aimed to give an overview of literature concerning competencies and qualifications of Advanced Nursing Practitioners working in Intensive Care and/or Anaesthesia on an international level. Subsequently a mixed methods approach consisting of individual interviews and questionnaires should provide gathered information on qualifications and tasks already being carried out by Registered Nurses working on ICUs or in Anaesthesia at the University Hospital Salzburg, Austria. The overall aim should be to combine the assessed literature and empirical data in order to give an overview of the academic contents that could serve as background for future ANP Programs in Intensive Care and Anaesthesia at PMU.

Anima mentis - Vorstudie

Homepage: https://www.animamentis.com/
Studiendesign: Vorstudie
Status: derzeit aufgrund der Covid-bedingten schwierigen Datensituation ausgesetzt

Anima Mentis beschreibt die Forschungszusammenarbeit unterschiedlicher Expert*innen auf dem Gebiet der mentalen Gesundheit. Das primäre Ziel ist die nachhaltige Stärkung der mentalen Leistungsfähigkeit und der Lebensfreude. Für jeden Kunden wird ein mit Expert*innen erarbeiteter, individueller mentaler Fitness-Plan, bestehend aus unterschiedlichen Anwendungen, erstellt. Sämtliche Anima Mentis Anwendungen wurden von der PMU auf Basis wissenschaftlicher Studien auf dem Gebiet der mentalen Gesundheit entwickelt. Beispielsweise zählen dazu multisensorisches Farblicht und Brightlight, Virtual Reality und Nature, Cycling und Yoga oder etwa Snoezelen (Sensibilisierung der Sinneswahrnehmung).

Die Vorstudie Anima Mentis widmet sich der Wirksamkeit von Anima Mentis und deren Anwendungen. Dazu untersucht die PMU, welche Veränderungen sich in verschiedenen Bereichen mentaler Gesundheit wie Depression, Angst, Stress und Wohlbefinden, zeigen. Des Weiteren wird untersucht, ob die Veränderungen im Bereich der mentalen Stärke im Laufe der Zeit aufrecht erhalten bleiben.

Bundesligastudie - Risikokontrolle und Prävention von Covid-19 bei professionellen Fußballspielern in Österreich

Projektlaufzeit: Mai 2020 - Juli 2020
Studiendesign: prospektive Kohortenstudie
Projektpartner*innen: Red Bull Athlete Performance Center, Thalgau/Österreich, Electronic Caregiver, USA
Status: abgeschlossen

Im Zuge der konkreten Studie hat die PMU gemeinsam mit dem Red Bull Athlete Performance Center in Thalgau und dem in den USA ansässigen Unternehmen Electronic Caregiver Daten von professionellen Fußballspielern in Österreich gesammelt und analysiert, um neue Erkenntnisse zu COVID-19-Risikofaktoren und -Präventionsmaß[1]nahmen im Mannschafts-Spitzensport zu erhalten. Hintergrund dafür war die Tatsache, dass seit Beginn der Covid-19-Pandemie viele Kontaktsportteams vor großen Herausforderungen stehen, um Training und Wettkampf sicher fortzusetzen. Ziel war die Konzeption und Umsetzung eines strukturierten Überwachungskonzepts für die österreichische Fußballnationalliga. Untersucht wurde der Zusammenhang zwischen COVID-19-Inzidenz und psychischer Gesundheit bei 225 Teams und Mitarbeiter*innen von fünf professionellen österreichischen Fußballvereinen. 146 Profispieler aus fünf Vereinen der österreichischen Profifußballliga wurden über einen Zeitraum von 12 Wochen überwacht. Subjektive Gesundheitsparameter, PCR-Testergebnisse und Daten, die von einer Geo-TrackingApp erhalten wurden, wurden gesammelt. Es wurden Simulationen berechnet, die die Folgen eines COVID-19-Falls mit zunehmender Reproduktionszahl modellierten. Während des Beobachtungszeitraums trat bei den Spielern keine COVID-19-Infektion auf. Infektionen in der näheren Umgebung führten zu einem erhöhten wahrgenommenen Infektionsrisiko. Eine zunehmende Anzahl neuartiger COVID-19-Fälle war signifikant mit einer Verschlechterung der Schlafqualität verbunden, jedoch mit keinem der anderen Proxies für psychische Gesundheit. Eine zunehmende Anzahl aktiver COVID 19-Fälle war signifikant mit einem Anstieg des wahrgenommenen Infektionsrisikos und der Ortsvarianz verbunden.

Die Studie lässt folgende Schlussfolgerungen zu: Ein strukturiertes Überwachungskonzept kann dazu beitragen, den Kontaktsport in Zeiten einer Pandemie sicher fortzusetzen. Die Zusammenarbeit aller Beteiligten ist unabdingbar. Der nachteilige Zusammenhang einer zunehmenden COVID-19-Inzidenz mit der psychischen Gesundheit bei Profifußballern und Mitarbeiter*innen wurde insbesondere bei der subjektiv gemessenen psychischen Gesundheit deutlich. Während der anhaltenden Pandemiesollte eine gezielte psychische Betreuung in den Tagesablauf dieser Bevölkerung einbezogen werden.

Describing the Ethical Landscape – Perspectives from Nursing Leaders in the U.S., Canada, Germany, Austria and Switzerland

Projektlaufzeit: Februar 2018 – Dezember 2023
Studiendesign: Deskriptive, qualitative Studie
Projektpartner*innen: Old Dominion University in Norfolk, Virginia USA
Status: laufend

The purpose of this descriptive project is to explore the ethical issues facing nurse leaders in today’s complex health care systems. Competencies in moral reasoning and ethical decision making are woven into the Essentials of Doctoral Education for Advanced Nursing Practice (AACN, 2006) with the aim of facilitating the development of ethical leaders in complex healthcare systems. Real world practice experiences/scenarios/narratives/ cases often act as the springboard for framing ethics education for DNP students. Identification of the ethical issues that face advanced practice nurse, nurse executives, and nurse leaders can inform ethics education and provide a necessary reflection of the ethical landscape in today’s complex health care systems. This project will survey Doctor of Nursing Practice prepared Advanced Practice Nurses and Nurse Executives in the U.S. and Directors and Deputy Directors of Nursing in Germany, Switzerland, and Austria. Additionally, this project will explore levels of moral distress and narratives of encounters with ethical issues in nursing leadership. A convenience sample of nurse leaders who are members of professional Doctor of Nursing Practice organizations in the United States and members of professional nursing organizations in Germany, Switzerland, and Austria will be surveyed.

 

DNQP – Aktualisierung des Expertenstandards Schmerzmanagement in der Pflege

Projektlaufzeit: 2018 - 2020
Studiendesign: Literaturstudie
Projektpartner*innen: Fachhochschule in Osnabrück, Deutschland
Status: abgeschlossen

Das Deutsche Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) arbeitet an der Entwicklung von Expertenstandards zu Themen der Pflegepraxis. Die Hochschule Osnabrück kooperiert über das DNQP bei der Entwicklung und Aktualisierung mit wechselnden Partnern. Im konkreten Projekt arbeiteten die Hochschule Osnabrück und das Institut für Pflegewissenschaft und -praxis der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Salzburg zusammen, um den Expertenstandard, “Schmerzmanagement in der Pflege bei akuten Schmerzen, 1. Aktualisierung 2011" sowie den Expertenstandard „Schmerzmanagement in der Pflege bei chronischen Schmerzen, Entwicklung - Konsentierung - lmplementierung (2015)“ zu aktualisieren.

Der PMU oblag die Erstellung der Literaturstudie, die wissenschaftliche Leitung der Expertengruppe und sie trug mitunter die Verantwortung für die inhaltliche Qualität der Themenbereiche der Expertenstandards. Die Hochschule Osnabrück stellte die methodische Qualität der Entwicklung sicher. Die PMU legte die Literaturstudie zur Aktualisierung der beiden Standards vor. Auf dieser Grundlage wurde entschieden, ob und inwieweit die genannten Expertenstandards eine Aktualisierung benötigen. Die Standardkriterien und Kommentierungen der Expertenstandards wurden auf dieser Grundlage von der Expertenarbeitsgruppe unter der Leitung der PMU an den aktuellen Wissensstand angepasst. Auch die Durchführung von Workshops mit der Fachöffentlichkeit ist seitens der Hochschule Osnabrück geplant, um die Inhalte der aktualisierten Expertenstandards vorzustellen und zu diskutieren.

EDUPALL – Palliative Care Standardized Curriculum: Translating International Recommendations into Undergraduate Palliative Care Curriculum

Projektlaufzeit: September 2017 - August 2020
Studiendesign: Erasmus+ Project Strategic partnership
Projektpartner*innen: Universität Transilvania Brasov, Rumänien
Status: abgeschlossen

EDUPALL was funded through the Erasmus+ Cooperation for innovation and the exchange of good practices action. It aimed to produce a complete programme for undergraduate medical student education in Palliative Care and was based on the EAPC recommendations for the development of undergraduate curricula. The produced Palliative Care curriculum is available in Romanian, English and German. The produced curriculum for trainers includes interactive teaching methods, use of technology, mentoring of students and innovative assessment methods. The curriculum includes the following topics: basis of palliative care, Pain assessment and management, symptom assessment and management. Ethical and legal issues, communication, teamwork and self-reflection. The monitor and research impact of the new undergraduate pro[1]gram will be published in medical literature.

GeDePa - Optimierung der interprofessionellen perioperativen Versorgung geriatrischer Patient*innen mit Delirium-Risiko nach elektiven Eingriffen

Eine Multi-Method-Studie zur Entwicklung und Evaluation der Machbarkeit und Praktikabilität eines Geriatrischen Delirpasses

 

Projektleitung: Dr. Dietmar Ausserhofer (PI), Dr. Patrick Kutschar (Co-PI)Team und
Partner*innen:
Chiara Muzzana, MSc (Wiss. MA), MMag. Simon Krutter, PhD (Wiss. MA) Dr. Giuliano Piccoliori, Dr.in Angelika Mahlknecht (Allgemeinmedizin und Public Health, Claudiana Research, Bozen), Dr.in Ingrid Ruffini (Südtiroler Sanitätsbetrieb), Univ. Prof. Dr. Bernhard Iglseder (Christian-Doppler-Klinik, SALK), Univ. Prof.in Dr. Maria Flamm (Allgemein-, Familien- und Präventivmedizin, PMU)
Laufzeit:
Mai 2023 – Juli 2024

Hintergrund: Das Delir ist ein komplexes neuropsychiatrisches Syndrom, das sich als Reaktion des Gehirns auf interne oder externe Störungen mitunter durch kognitive Veränderungen von Bewusstsein, Aufmerksamkeit oder Wahrnehmung darstellt. Das Delir gilt als häufige Nebenwirkung bei älteren Patient*innen nach chirurgischen Eingriffen, die zu einem verlängerten Krankenhausaufenthalt und einer erhöhten Sterblichkeit führen kann. Trotz zunehmender internationaler Evidenz bestehen weiterhin Herausforderungen bei der präoperativen Identifizierung von Risikopatient*innen, um ein postoperatives Delirium zu verhindern. Eine systematische Identifikation von Risikofaktoren und die Erstellung individueller Risikoprofile, die prästationär in der hausärztlichen Versorgung erfolgen und in die medizinische und pflegerische perioperativen Versorgung integriert werden, können Delirprävention und -management bei älteren Patient*innen mit elektiven Eingriffen bedeutend optimieren.

Zielsetzung: Die übergeordneten Ziele dieser sequentiellen Multi-Method-Studie sind
(1) eine erste Entwicklung eines "Geriatrischen Delir-Pass" (GeDePa), d. h. eines analogen, papier-basierten Profils mit Risikofaktoren, das auf der wissenschaftlichen Evidenz und klinischen Erfahrung von zentral beteiligten Healthcare Professionals (Hausärzt*innen, Geriater*innen, Anästhesist*innen, Pflegefachpersonen) basiert, und
(2) die Expertenevaluation von Relevanz, Machbarkeit und Praktikabilität des GeDePa und dessen Implementierung in die Versorgungspraxis.

Methoden: Die Machbarkeit, die Praktikabilität und mögliche Inhalte des GeDePa aus Perspektive der beteiligten Healthcare Professionals werden mittels semi-strukturierter Experteninterviews erhoben (bewusste Auswahl, n=4 Hausärzt*innen, jeweils 2 Geriater*innen, Anästhesist*innen, DGKP pro Studienort Salzburg und Südtirol) und inhaltsanalytisch qualitativ analysiert. Auf Basis dieser qualitativen Ergebnisse und ergänzend zur davor erfolgten Aufbereitung der Evidenz aus der Literatur wird eine Item-„Long-List“ für den GeDePa entwickelt. Die Items dieser Checkliste werden danach von denselben Expert*innen in einem quantitativen Online-Survey standardisiert nach Relevanz und Machbarkeit beurteilt. Das Expertenrating wird mit LimeSurvey umgesetzt, basierend auf der RAND/UCLA Appropriateness Method (RAM) analysiert und führt zu einer „Short-List“ von als „machbar“ und „relevant“ beurteilten Items. Mit der konsensbasierten „Short-List“ erfolgt die finale Erstellung, Layoutierung und Übersetzung (deutsch/italienisch) eines papierbasierten, analogen GeDePa.

Erwarteter Nutzen/Relevanz: Es handelt sich um ein Kooperationsprojekt zwischen Claudiana Research (Südtirol) und Paracelsus Medizinischer Privatuniversität (PMU, Salzburg), das im Rahmen des Südtiroler Fond zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung finanziert wird. Wir gehen davon aus, dass ein systematisch entwickelter Geriatrischer Delir-Pass zur weiteren Optimierung von Delirprävention und -management bei geriatrischen Patient*innen beiträgt. Dieses Projekt soll die Grundlage für eine größere Folgestudie darstellen, in der ein schlussendlich digitaler Delirpass in die Primär- und Krankenhausversorgung implementiert und getestet werden soll. 

HAIP – Optimierung des Hygienemanagements in der außerklinischen Intensivpflege

Projektlaufzeit: März 2019 - Juli 2021
Studiendesign: Systematische Literaturrecherche
Projektpartner*innen: Deutsche Pflegegruppe GmbH (DPG)
Status: abgeschlossen

Die Forschungskooperation zwischen der PMU und der DPG bezieht sich auf den Bereich der Versorgung von beatmeten Patient*innen in der außerklinischen Intensivpflege (Wohngemeinschaften). Auf dem Gebiet der ambulanten intensivpflegerischen Versorgung besteht die Notwendigkeit der Praxisentwicklung und der Grundlagenforschung; dies ist der Zunahme von Multimorbidität, einer zunehmenden Chronifizierung von Erkrankungen sowie veränderter Finanzierungskonzepte geschuldet. Ein deutlicher und kontinuierlicher Zuwachs an ambulant versorgten Intensivpatient*innen ist zu verzeichnen – damit einher geht ein erhöhter Bedarf an ambulanten Intensivpflegestrukturen. Auf diesem Gebiet wurden bisher wenige wissenschaftliche Grundlagen erforscht. Dieser Umstand war der Grund für die Kooperation auf diesem Forschungsgebiet. Die Ziele der Zusammenarbeit war eine Optimierung des Hygienemanagements in Wohngemeinschaften der außerklinischen Intensivpflege und eine Umsetzung einer digitalen Lösung zur hygienespezifischen Wissensvermittlung in den Pflegediensten.

Institutional Excellence Reloaded: a 17-year, Two-phase In-depth Study of Corporate Culture Change in the Health Care Sector.

Projektlaufzeit: 2014 - 2017
Studiendesign: Ethnographie
Status: abgeschlossen

This ethnographic revisit of a general hospital aims to critically re-analyse a much-lauded corporate culture. Rather than accepting the managerial and academic claims concerning the mobilisation of corporate culture at face value, this ethnographic revisit again builds upon a labour process analysis and takes a close look at how it truly seems to work.

By means of an ethnographic revisit, this research work explores and describes once again how management practitioners still seek to design and impose corporate culture change and how it affects the nursing employees of this hospital organisation. This was achieved by means of a five-month field study of day-to-day life in the hospital’s nursing division.

Using labour process analysis and ethnographic data from a general hospital, the researcher represents the corporate culture as faceted, complex and sophisticated and brings results into play which still lend little support to the official claims that if managerial objectives are realised, they are achieved through some combination of shared values, beliefs and practices. The findings lend more support to the critical view in labour process writing that modern managerial initiatives lead to tightened corporate control, advanced employee subjection and extensive effort intensification. Drawing on ethnographic data and using labour process analysis, the way in which the employees enthusiastically embrace many aspects of the managerial message, yet at the same time, still remain suspicious and distance themselves from it through misbehaviour and adaptation, and in some cases, use the rhetoric against management for their own ends, can be demonstrated.

The research work considers ethnographic data from a labour process analysis of corporate culture change in a general hospital and revisits the ways in which contradictory expectations and pressures are experienced by nursing employees and management practitioners.

InTherAKT – Initiative zur Arzneimitteltherapiesicherheit in der Altenhilfe durch Kooperation und Teamwork

Projektlaufzeit: 2014 - 2018
Homepage: www.intherakt.de
Studiendesign: Prä-Post-Design und qualitative Methoden
Projektpartner*innen: Institut für Allgemein-, Familien- und Präventivmedizin der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Salzburg; Institut für Pharmazeutische undMedizinische Chemie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster
Status: abgeschlossen

Im Rahmen des Projektes InTherAKT wurde die Arzneimitteltherapiesicherheit in Altenpflegeheimen durch Optimierung der interprofessionellen Kooperation und Kommunikation zwischen den beteiligten Berufsgruppen und durch Etablierung einer strukturierten Dokumentation und Reflexion der Medikation der Altenheimbewohner*innen verbessert. InTherAKT wurde in der Stadt Münster in Nordrhein-Westfalen, Deutschland, durchgeführt. An der Studie beteiligten sich stationäre Pflegeeinrichtungen, Hausärzt*innen und Apotheken. Im Rahmen des Projektes wurde ein Kompetenzaufbau zur Arzneimitteltherapie(-sicherheit) bei Ärzt*innen, Apotheker*innen und Pflegenden und eine umfassende Analyse der aktuellen medikamentösen Therapie der teilnehmenden Bewohner*innen mithilfe der InTherAKT-online-Plattform umgesetzt.

iQuestMed - Wissenschaftliche Begleitung und Evaluation einer Smartphone Applikation zur prä- und postoperativen Betreuung von Patientinnen mit Liposuktion

Projektlaufzeit: Januar 2021 - Februar 2022
Studiendesign: wissenschaftliche Begleitung und Evaluation
Projektpartner*innen: iQ Digital Health GmbH (Grödig/Österreich)
Status: abgeschlossen

 

Mit der gegenständlichen Zusammenarbeit des Instituts für Pflegewissenschaft und -praxis der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Salzburg und der iQ Digital Health GmbH wurde ein Beitrag zur Forschung auf dem Gebiet der Behandlung des Lipödems angestrebt. Gemeinsames Ziel war die wissenschaftliche Begleitung der Entwicklungs- und ersten Nutzungsphase einer App zur prä- und postoperativen Begleitung von Patientinnen mit Liposuktionen sowie die wissenschaftliche Evaluierung und Optimierung während bzw. nach Nutzung durch Patientinnen jeweils mittels qualitativer und quantitativer Forschungsmethode. Das Lipödem ist eine seltene chronische Erkrankung bei Frauen und umfasst eine Vergrößerung primär der unteren, seltener auch der oberen Extremitäten durch eine krankhafte Anreicherung des Fettgewebes. Die Kooperationspartner reagierten auf den Forschungsbedarf und das Optimierungspotential in der Versorgung der betroffenen Frauen. Unterstützung beim Selbstmanagement der Erkrankung verbessert die Bewältigung der Erkrankung sowie Therapiefolge im Allag; insbesondere die herausfordernde Situation in Vorbereitung auf und den Genesungsprozess nach der Operation stehen im Fokus. Grundsätzlich werden zunehmend Smartphone Applikationen (Apps) eingesetzt, um Informationen für Patient*innen bereitzustellen, eine direkte Kommunikation mit Gesundheitsberufen zu ermöglichen sowie das Gesundheitsverhalten von Nutzer*innen direkt zu unterstützen. Das vorliegende Projekt spricht eine spezifische Patientinnengruppe an und die vom Kooperationspartner entwickelte App bietet eine maßgeschneiderte Auswahl an evidence-basiertem Wissen zur Edukation, informierten Entscheidungsfindung und zur Befähigung zum erfolgreichen Selbstmanagement. In Erwartung grundlegender Erkenntnisse auf diesem Forschungsgebiet begleitete die PMU diesen Entwicklungsprozess und untersuchte wissenschaftlich den Nutzen für die Anwender*innen.

KOPFF - Wissenschaftliche Begleitung der Pflegepraxis: Kompetente pflegerische Fall- und Fachführung

Projektlaufzeit: 2021 - 2023
Studiendesign: Praxisentwicklungen
Projektpartner*innen: Oberösterreichische Gesundheitsholding GmbH
Status: laufend

Durch Zunahme der medizinischen, pflegerischen und therapeutischen Komplexitäten (Aufgaben) in der Patient*innenversorgung zeigen sich mehr Herausforderungen in der Pflege. Um gerade im geplanten Skill and Grade Mix Patient*innen optimal zu versorgen und auch den Mitarbeiter*innen in der Pflege Sicherheit zu geben, bedarf es Expert*innen / Advanced Practice Nurses (APN). Sie agieren bei ausgewählten Fällen in der Praxis und unterstützen mit evidence-basiertem Expert*innenwissen. In Zusammenarbeit mit dem Nursing Development Center (NDC) des Institutes für Pflegewissenschaft und -praxis wird eine dauerhafte Implementierung von Pfegeexpert*innen/APN geplant und durchgeführt.

Ziel des Projektes ist ein Konzept zur nachhaltigen Implementierung der kompetenten pflegerischen Fall- und Fachführung und dem Skill & Grade Mix

• in Kooperation mit dem Kompetenzmanagement Gesundheits- und Sozialberufe (KMGS) und den Pflegedirektor*innen
• in Anlehnung an int. Vorgehen, Quellen aus der Literatur, PEPPA-Framework

Morbus Parkinson in Salzburger Seniorenheimen

Projektlaufzeit: 2017 - 2018
Studiendesigns: Exploratives, interdisziplinäres Mixed-Methods-Design, Leitfadeninterviews und quantitative Fragebogenerhebung
Status: abgeschlossen

Hintergrund dieses Forschungsprojektes war die Tatsache, dass es kaum Informationen bezüglich der Lebenssituation von Bewohner*innen gibt, die weit fortgeschritten unter Morbus Parkinson (PD) leiden und in Seniorenheimen in Salzburg leben.

Leitende Forschungsfragen waren, wie Bewohner*innen ihre derzeitige Situation wahrnehmen und wie stark sie durch Symptome belastet sind (die Symptomlast wird in der internationalen Literatur als ähnlich hoch oder teilweise noch höher beschrieben, als bei Patient*innen, die unter weit fortgeschrittenen onkologischen Erkrankungen leiden). Auch die Leitfadeninterviews mit den Bewohner*innen selbst und deren pflegenden Angehörigen dienten dazu, die Situation der Beteiligten besser zu illustrieren.

Obwohl es von 23 Bewohner*innen hieß, dass sie den Einschlusskriterien entsprächen, ließ sich nur bei 9 Bewohner*innen die Diagnose verifizieren. Obwohl alle Teilnehmenden erheblich in ihrer Mobilität eingeschränkt waren (die meisten waren bettlägerig), waren der überwiegende Teil der Interviewten nicht verzweifelt über ihre Situation. Erhebliche Belastung durch unangenehme Symptome habe es in der Vergangenheit gegeben, natürlich wünsche man sich, dass sich der Gesundheitszustand verbessern möge, aber es sei gut aushaltbar, so wie die Situation derzeit eben sei. Keiner der Bewohner*innen war für die Nahrungs- oder Medikamentenaufnahme auf eine Magensonde („PEG“) angewiesen. Alle Bewohner*innen erhielten eine minimale Dosis klassischer Parkinsonmedikation. Das Gefühl „gut versorgt zu sein“ wurde gleichermaßen von Bewohner*innen und Angehörigen geteilt. Grund dafür ist sicher zu einem großen Prozentsatz die sehr umfassende und adäquate pflegerische und medizinische Versorgung durch Pflegende und die involvierten Ärzt*innen vor Ort in den Salzburger Seniorenheimen.

NDU - Nursing Development Unit Oberösterreichische Gesundheitsholding

Wissenschaftliche Begleitung der Pflegepraxis: Patient Safety

Projektlaufzeit: 2019 - 2022
Studiendesign: deskriptive Querschnittsstudie
Projektpartner*innen: OÖG – Oberösterreichische Gesundheitsholding
Status: abgeschlossen

Gesundheitseinrichtungen stellen komplexe Organisationen mit einem hohen Risikopotential für Fehler dar, welches sich durch die vorhandene Organisationskultur beeinflussen lässt. Die Sicherheitskultur stellt einen generellen Aspekt der Organisationskultur dar, ihr messbarer Parameter ist das Sicherheitsklima. Das Sicherheitsklima beeinflusst das Verhalten der Mitarbeiter*innen und in weiterer Konsequenz das Outcome der Patient*innen. Basierend auf diesen Überlegungen wurde zu Beginn des Jahres 2019 in der Medizinischen Direktion der Oberösterreichischen Gesundheitsholding GmbH (OÖG) die Entscheidung getroffen, die Sicherheitskultur im Unternehmen zu evaluieren und Maßnahmen zur Stärkung dieser zu entwickeln. Mithilfe einer Online Befragung wurden die Elemente der Sicherheitskultur im Unternehmen der OÖG in allen Kliniken (ausgenommen Kepler Universitätsklinikum) unter Einbezug der multiprofessionellen Perspektive der Mitarbeiter*innen in den patientennahen Bereichen erfasst. Anhand der Ergebnisse sollen Maßnahmen zur Etablierung einer Sicherheitskultur für das Unternehmen abgeleitet und diese im Unternehmen implementiert werden. Ziel dieses Projektes ist eine Stärkung der Patient*innensicherheit an den Klinikstandorten der Oberösterreichischen Gesundheitsholding.

NDU - Nursing Development Unit Kardinal Schwarzenberg Klinikum

Begleitung der Implementierung und nachhaltigen Sicherung einer evidence-basierten Pflegepraxis im Kardinal Schwarzenberg Klinikum

Projektlaufzeit: 2020 - 2023
Studiendesign: Praxisentwicklungsprojekt
Projektpartner*innen: Kardinal Schwarzenberg Klinikum
Status: laufend

In der Kooperation des Kardinal Schwarzenberg Klinikums mit der Abteilung Nursing Development Center (NDC) des Instituts für Pflegewissenschaft und -praxis soll eine evidence-basierte Pflegepraxis systematisch entwickelt und nachhaltig gesichert werden. Hierzu sollen konkret die im Klinikum bestehenden Pflegeexpert*innen in der Umsetzung einer evidencebasierten Pflege gestärkt werden. Systematische Bearbeitungen von Themenschwerpunkten, eine wissenschaftliche Begleitung dieser Bearbeitungen im Klinikum und deren Evaluation werden verfolgt. Die Kooperation stößt Entwicklungsprozesse an um neu gewonnene Erkenntnisse und Konzepte langfristig in der Praxis umzusetzen. Dabei dienen Praxisentwicklungs- bzw. Forschungsprojekte zur Entwicklung, Evaluation und Implementierung von Pflegemaßnahmen in die Pflegepraxis, die die Rigidität des institutionellen organisationsgebundenen Handelns minimieren. Die spezifischen Interaktionen zwischen Pflegenden und Patient*innen sollen sich derart verändern, dass sie zu einer verbesserten, möglichst selbstbestimmten Situation der Patient*innen führen. Zu konkreten Themenschwerpunkten wird ein evidence-basiertes Arbeiten eingeführt und hierdurch Pflege auf akademischem Niveau nachhaltig implementiert.

NDU - Nursing Development Unit Sozialstiftung Bamberg I und II

Wissenschaftliche Begleitung der Implementierung des Unternehmensbereiches Pflege- und Versorgungsforschung in der Sozialstiftung Bamberg I

Projektlaufzeit: 2019 - 2021
Studiendesign: Praxisentwicklungen
Projektpartner*innen: Sozialstiftung Bamberg
Status: abgeschlossen

Seit 2018 besteht mit der Sozialstiftung Bamberg ein gemeinsames Bestreben mit dem NDC des Institutes die dauerhafte Etablierung einer evidence-basierten Pflegepraxis in den Einrichtungen der Sozialstiftung Bamberg nachhaltig zu sichern. Adressaten für die Entwicklung der evidence-basierten Pflegepraxis sind Mitarbeiter*innen der Sozialstiftung Bamberg, die klinisch basiert tätig sind und deren Fachwissen im klinischen Bereich vertieft und ausgebaut werden soll. Neben der Entwicklung von Strukturen bzw. Instrumenten für den Versorgungsbereich, z. B. Traineepragramm, Aufbau von Netzwerkstrukturen wurde ebenfalls eine Projektleitung Pflegewissenschaft etabliert. Gemeinsam ist dann ein Modellprojekt zur Implementierung von Bachelorabsolvent*innen Pflege in die klinische Praxis auf unterschiedlichen Fachbereichen durchgeführt worden.

 

Wissenschaftliche Begleitung der Implementierung des Unternehmensbereiches Pflege- und Versorgungsforschung in der Sozialstiftung Bamberg II

Projektlaufzeit: 2021 - 2023
Studiendesign: Praxisentwicklungen
Projektpartner*innen: Sozialstiftung Bamberg
Status: laufend

Seit 2021 wird das gemeinsame Kooperationsvorhaben zur wissenschaftlichen Begleitung des Unternehmensbereiches Pflege- und Versorgungsforschung in der Sozialstiftung Bamberg (SSB) gezielt auf die klinische Forschungsförderung gelegt. Die wissenschaftliche Pflege- bzw. Versorgungsforschung soll gemeinsam forciert werden um die Ermittlung eines direkten Wirkungsnachweises in der Patient*innenbetreuung zu erzielen.

Pro Jahr wurde hierzu zwischen PMU und SSB versorgungsbasierte Schwerpunkte ausgewählt, diese Themen gemeinsam erarbeitet, festgelegt, durchgeführt sowie zielgerichtet angepasst werden und letztendlich in Projektskizzen münden sollen.

NursEduPal@Euro – Palliative Care Core Competencies and novel European matrix for education bachelor-degree nurses

 

International research shows that an innovative, attractive way of providing experiential and immersive training, with educators who have the appropriate knowledge, skills and attitudes to deal with something as complex as palliative care is needed. Moreover, it is widely recognised that palliative care topics are not sufficiently included in most if not all undergraduate nursing curricula. Within this context, the NursEduPal@Euro project was conceived.

The project aims to improve quality of higher education in the field of palliative care nursing education. The project has four interconnected objectives:

  1. Defining European common core competencies in palliative care and producing a report endorsed by international experts
  2. Developing innovative education tools for palliative care education to transfer these competencies and creating a European matrix to facilitate their introduction into the Nursing education curricula
  3. Training educators on working with the European matrix and the innovative education tools
  4. Connecting: Assembling European educators in palliative care in the virtual showroom to enable collaborative interactions

At the end seven intellectual outputs will be produced. The project anticipates that over time the European Core Competences Palliative Care report and the European Matrix for Pallia[1]tive Care Education will strengthen the competency of educators, significantly contributing to the education of bachelor degree nurses, and ultimately impacting on the palliative care delivered by nurses to their patients.

Nursing Development Center

Das Institut für Pflegewissenschaft und -praxis hat zur Unterstützung der Implementierung und nachhaltigen Sicherung einer evidence-basierten Pflegepraxis und Implementierung akademisch ausgebildeter Pflegender die Abteilung Nursing Development Center etabliert. Hier erfolgt eine wissenschaftliche Begleitung der professionellen Pflegepraxis in Kooperationseinrichtungen. Die bei den Kooperationspartnern entstehenden Nursing Development Units sorgen für eine dauerhafte Etablierung einer evidence-basierten klinischen Pflegeexpertise in den jeweiligen Einrichtungen. Das vorrangige Ziel ist die Etablierung von entsprechenden Strukturen und Prozessen für eine erfolgreiche Implementierung in den Einrichtungen. Diese Implementierung wird von der PMU wissenschaftlich begleitet und der Erfolg der Umsetzung evaluiert. Gemeinsam mit den Kooperationspartnern wird auch die pflegewissenschaftliche Forschung etabliert und/oder ausgebaut und die pflegefachliche Weiterentwicklung vorangebracht. Derzeit bestehen mehrere Kooperationen mit Unternehmen in Österreich (beispielsweise mit dem Kardinal Schwarzenberg Klinikum in Schwarzach im Pongau) und Deutschland. Weitere sind in Planung.

OSiA – Optimiertes Schmerzmanagement in Altenpflegeeinrichtungen

Projektlaufzeit: 2011 - 2014
Studiendesign: Nicht-experimentelle Prä-Post-Studie mit Clustersample
Status: abgeschlossen

Die OSiA-Studie (2011-2014) verfolgte das Ziel, das Schmerzmanagement in Altenpflegeeinrichtungen durch gezielte Interventionen zu optimieren und wesentliche Elemente wissenschaftlicher Evidenz optimalen pflegerischen Schmerzmanagements zu integrieren. Zu diesem Zweck wurden mittels einer Ist-Analyse spezifische Optimierungspotenziale identifiziert, eine systematische Schmerzerfassung implementiert sowie das Pflegepersonal im Lehrgang „Pain Nurse“ qualifiziert. Die Optimierung des Schmerzmanagements konnte im Posttest der Studie belegt werden.

pabee – Patientenbegleiter für endoprothetische Eingriffe

Projektlaufzeit: 2017 - 2020
Studiendesign: nicht-randomisierte, kontrollierte zweiarmige Studie
Status: abgeschlossen

Im Projekt pabee wurde untersucht, inwieweit die App RECOVER-E als Tool genutzt werden kann, durch das Patient*innen eine bessere Mobilität bei Aktivitäten des täglichen Lebens, eher sportlichen Aktivitäten, eine geringere Schmerzintensität, eine höhere gelenksbezogene Lebensqualität nach 3 Monaten postoperativ, sowie eine geringere präoperative Angst erreichen, im Vergleich zu Patient*innen, die RECOVER-E nicht nutzen.

An der nicht-randomisierten kontrollierten zweiarmigen Studie konnten Patient*innen teilnehmen, die einen totalendoprothetischen Eingriff an der Hüfte oder am Knie in einer der 6 teilnehmenden Kliniken erhielten. Es gab eine Kontrollgruppe (KG) und eine Interventionsgruppe (IG), letztere erhielt zusätzlich zur Regelversorgung die Smartphone-App RECOVER-E. Die Datenerhebung erfolgte zu 5 Zeitpunkten. Neben der quantitativen Datenerhebung fanden halbstrukturierte Interviews mit der IG sowie mit Mitarbeitenden der teilnehmenden Kliniken statt. RECOVER-E dient der Edukation und Motivation von Patient*innen rund um ihre OP und soll eine schnelle Wiederherstellung größtmöglicher Mobilität sowie eine Schmerzverringerung unterstützen. RECOVER-E integriert Konzepte wie Reminder-, Nachschlagewerks-, Edukationsfunktion, Selbstreflektion, -beobachtung, Motivationsfunktion, Gamification, Kommunikation und ermöglicht das Generieren aggregierter Datensätze für das Qualitätsmanagement einsetzender Kliniken. Animations- und Edukationsfilme sowie Übungsvideos dienen der besseren Veranschaulichung. Die Nutzung der App durch die Teilnehmenden war unterschiedlich, am homogensten zeigte sich diese während des Klinikaufenthalts. In den geführten qualitativen Interviews mit Teilnehmenden der IG zeigte sich, dass viele Themen der App Nutzende ansprechen. Die Nutzungsphase ab dem Krankenhausaufenthalt wird als besonders sinnvoll geschildert. Auch die Übungsvideos werden als insbesondere unterstützend und hilfreich dargestellt. In telefonischen Interviews beschreiben die interviewten Mitarbeitenden die Anwendung der App durch die Studienteilnehmenden als problemlos. Bestimmte Funktionen, wie „Strukturierte Selbsterfassung“ und „Übungen“, wurden besonders positiv hervorgehoben, da Patient*innen besser informiert und eigeninitiativer erlebt wurden.

PainApp – Mobiles Schmerzmonitoring

Projektlaufzeit: 2013 - 2015
Homepage: www.painapp.de
Studiendesign: Entwicklung und formative Evaluierung
Status: abgeschlossen

Im Projekt „painApp – Mobiles Schmerzmonitoring“ wurde vor dem Hintergrund der Verbesserung der schmerztherapeutischen Versorgung älterer Menschen die Software painApp für mobile Endgeräte (z.B. Tablet-PCs, Smartphones) entwickelt und deren praktische Anwendung in der ambulanten Versorgung getestet. Bei der im Projekt nutzerzentriert entwickelten painApp handelt es sich um ein an die Bedürfnisse älterer Menschen angepasstes Anwendungsprogramm. Dessen zentrale Elemente stellen die Dokumentation des Schmerzgeschehens durch die Betroffenen selbst sowie die Kommunikation zwischen den an der Schmerzbehandlung beteiligten Akteuren (Hausärzt*innen, ambulante Pflegedienste, Patient*innen) dar. Im Rahmen der Evaluation konnte gezeigt werden, dass sich durch die Nutzung der painApp die Kommunikation verbesserte und sich die an der Versorgung beteiligten Akteure weiter vernetzten.

Pain App Plus

Projektlaufzeit: 2016 - 2018
Studiendesign: Entwicklung und formative Evaluierung
Projektpartner*innen: Diakonie Düsseldorf
Status: abgeschlossen

Das Projekt „painApp Plus“ „Schmerz lass nach! Optimierte Schmerzversorgung für Pflegebedürftige im Alter“ war ein Nachfolgeprojekt des Projektes „painApp“. Auch im Fokus dieses Projektes stand die Verbesserung der Schmerzversorgung von älteren und pflegebedürftigen Menschen in Einrichtungen der stationären, teilstationären und ambulanten Pflege. Zu den Projektzielen zählte die Optimierung der Schmerzsituation sowie des Selbstmanagements der Bewohner*innen/Gäste/Kunden, die Optimierung des Schmerzmanagements aus Perspektive der Pflegenden und die Verbesserung der Koordination und Kommunikation zwischen den involvierten Akteuren (Hausärzt*innen/Fachärzt*innen/SAPV/Pflege). Definitives Hauptziel war die Kompetenzentwicklung von Mitarbeitenden im Pflegeteam (Pflegefachpersonen, Betreuungskräfte, Hauswirtschaft, sozialer Dienst etc.). Die technische Softwarelösung painAppPlus wurde unterstützend eingesetzt – für die Umsetzung des Schmerzassessements, der -dokumentation und -kommunikation mit den weiteren involvierten Akteuren. Das Projekt wurde von der Diakonie Düsseldorf in Kooperation mit der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität, Institut für Pflegewissenschaft und -praxis, Salzburg durchgeführt. Dem Institut oblagen die wissenschaftliche Begleitung und Evaluation des Projektes. Die Finanzierung wurde von der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW im Rahmen der Ausschreibung „Pflege inklusiv“ gefördert.

PAiS – Pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz in Salzburg

Projektlaufzeit: 2016 - 2018
Homepage: www.pais-studie.at
Studiendesign: Fragebogenerhebung und qualitative Interviews
Projektpartner*innen: Institut für Allgemein-, Familien- und Präventivmedizin der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität; Fakultät für Gesundheit (Department für Pflegewissenschaft), Dialog- und Transferzentrum Demenz Universität Witten/Herdecke
Status: abgeschlossen

Im Forschungsprojekt PAiS wurde die Belastungssituation von Pflegenden Angehörigen von Menschen mit Demenz im ländlichen Raum im Bundesland Salzburg, sowie das Vorhandensein und die Inanspruchnahme von Unterstützungsangeboten erhoben. Im Rahmen der Untersuchung wurden Angebotslücken identifiziert und Optimierungsempfehlungen ausgesprochen. Familienorientierte Unterstützungsmaßnahmen, speziell angepasst an die Versorgungssituation von Familien im ländlichen Raum Salzburgs, in denen ein Mitglied mit Demenz gepflegt wird, wurden aufgezeigt. Das Projekt und dessen Ergebnisse trugen direkt dazu bei Pflegende Angehörige vor Überlastungen zu bewahren und eine nachhaltige Verbesserung der regionalen Versorgung zu erreichen.

PD_PAL – Developing new standards for palliative care in Parkinson´s Disease

Projektlaufzeit: Januar 2019 - Dezember 2022
Studiendesign: multizentrische, randomisierte kontrollierte Studie

Projektpartner*innen: Universität Padua (Italien), Stichting Katholieke Universiteit (Niederlande), PD Neurotechnology LTD (Vereinigtes Königreich), Universität Ioannina (Griechenland), das King's College London (Vereinigtes Königreich), Mediolanum Cardio Research SRL (Italien), University College London (Vereinigtes Königreich), Estnische Gesellschaft für Bewegungsstörungen (Estland), PMU Salzburg (Österreich), Philipps-Universität Marburg (Deutschland)

Status: laufend

 

This project brings together a multidisciplinary team with extensive expertise that will also develop evidence based Guidelines and a MOOC for Palliative Care in Parkinson’s Disease involving in the process experts from the European Association for Palliative Care, from the European Academy of Neurology and from the Movement Disorders Society. Parkinson’s patients have considerable (and mounting) unmet physical, psychosocial and spiritual needs, and experience great problems with coordination and continuity of care. The overall ambition of this project is to integrate palliative care with traditional care and suggest a new model of palliative care focused on the patient's quality of life along the entire course of disease. The MOOC “Best Care for People with Late Stage Parkinson” will be integrated into the WHO supported interdisciplinary postgraduate palliative care curriculum. PD_Pal will provide an added layer of support to patients, their loved ones, and treating clinicians.

PhideLa – Phytotherapie in der Langzeitpflege

Projektlaufzeit: 2023 - 2024

Studiendesign: sequentielles Mixed-Methods Design       

Status: laufend

 

Die Behandlung von Erkrankungen und das damit verbundene Medikationsmanagement gestalten sich aufgrund von häufiger Multimorbidität komplex. Im Alter verändern sich die Wirkungen und Verstoffwechselung von Medikamenten. Zudem werden bei Mehrfacherkrankungen oft viele Medikamente benötigt. Die hieraus resultierende Poly- oder sogar Hypermedikation ergibt sich aus einer leitliniengerechten medikamentösen Therapie der Einzelerkrankungen, wobei jede für sich entsprechend der medizinischen Leitlinie therapiert wird. Keine Leitlinie berücksichtigt Mehrfacherkrankungen oder die Notwendigkeit der diesbezüglichen Medikationsanpassung. Hierdurch entstehen „Medikamentenhäufungen“, die in ihren Interaktionen und möglichen unerwünschten Arzneimittelwirkungen nicht mehr kalkulierbar sind. Eine damit einhergehende Eskalation des Versorgungsbedarfs kann durch die Anwendung von Naturheilverfahren vermieden werden, da sie deutlich weniger Nebenwirkungen aufweisen und auch die Interaktionsmuster weniger schädlich verlaufen. Allerdings besteht hier eine Evidenzlu?cke, da Naturheilverfahren trotz ihrer hohen Nutzung in wissenschaftlichen Studien und dabei insbesondere im Setting der Langzeitpflege nicht ausreichend berücksichtigt werden. Dabei ist die Anwendung von Phytopharmaka durch beruflich Pflegende und Angehörige weitgehend ungeklärt. Das Projekt „PhideLa“ untersucht die Anwendung von Phytopharmaka im Rahmen zweier Projektphasen.

Phase 1: Den aktuellen Stand zum evidenzbasierten Einsatz, den Bedarfen und der Outcomes von naturheilkundlichen Therapien anhand einer systematischen Literaturrecherche zu den geriatrischen I‘s aufzuzeigen sowie eine legistische Prüfung der rechtlichen Situation von naturheilkundlichen Verfahren in der Langzeitpflege.

Phase 2: Die aktuelle Verwendung von naturheilkundlichen Verfahren durch Pflegende, Angehörige und Menschen in der stationären Langzeitpflege mittels quantitativer und qualitativer Daten darzulegen. 

PIASMA – Projekt zur Implementierung eines adäquaten Schmerzmanagements in der Altenhilfe

Projektlaufzeit: 2016 - 2019
Studiendesign: Cluster-randomisierte, kontrollierte Studie (C-RCT)
Status: abgeschlossen

Das Projekt PIASMA war ein auf drei Jahre angelegtes Versorgungsforschungsprojekt. PIASMA untersuchte die Schmerzsituation und das pflegerische Schmerzmanagement unter Einbezug palliativer Versorgungsstrukturen in Einrichtungen der stationären Altenhilfe. Im Rahmen der cluster-randomisierten, kontrollierten Prä-Posttest-Interventionsstudie in insgesamt 20 bayrischen Altenheimen eines großen Altenheimbetreibers mit jeweils zehn Kontroll- bzw. Interventionseinrichtungen wurden Strukturdaten sowie bewohnerspezifische Dokumentationen erfasst, Altenheimbewohner*innen je nach kognitiver Leistungsfähigkeit befragt oder mittels Fremdeinschätzungsinstrumenten untersucht und examinierte Pflegende webbasiert befragt. Die Interventionsphase umfasste gezielte Schulungen des Pflegepersonals zu den Themen „Schmerzmanagement“ und „Palliativversorgung“ sowie die Implementierung interdisziplinärer Qualitätszirkel.

Die Studie zielte auf die Verbesserung der Schmerzsituation (Primäroutcome: Schmerzintensität und -stabilität) und schmerzassoziierter Phänomene (z.B. Lebensqualität, Verhaltensstörungen bei Menschen mit Demenz) bei Bewohner*innen sowie auf eine Optimierung des pflegerischen Schmerzmanagements nach Implementierung pflegerischer Interventionen in der stationären Altenhilfe ab.

PICo - Professionelle Identität und Coping-Strategien von Pflegenden angesichts der Corona-Krise

Projektlaufzeit: 2023 lfd.
Homepage:
www.uni-wh.de/pico/inhalt-startseite-pico/
Status: laufend

Das Projekt PICo erfolgt in wissenschaftlicher Zusammenarbeit mit der Privaten Universität Witten/Herdecke gGmbH und beschäftigt sich mit den langfristigen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die stationäre Altenpflege. Personalausfälle, vermehrtes Sterben von Bewohner*innen, strenge Hygieneauflagen sind nur Beispiele für die zusätzlichen Belastungen für das Pflegepersonal. Es zeigen sich vermehrt Langzeiterkrankungen aufgrund von psychischen Belastungen wie Burn-out, posttraumatische Stressstörungen, Ängste und Depressionen. In Coping-Strategien manifestiert sich der Umgang einzelner Pflegepersonen mit dieser angespannten Situation. Mit PICo legen wir den Blick auf dieses Handeln und wie es von individuellen, strukturellen und auch gesellschaftlich-wahrnehmbaren Eindrücken und Bedingungen beeinflusst wurde.

Das PICo-Projekt zielt jedoch vor allem darauf ab, Empfehlungen zu entwickeln, wie eine qualitativ hochwertige stationäre Altenpflege zukünftig unter hohen Belastungen gewährleistet werden kann. Es werden dabei sowohl individuelle Strategien als auch strukturelle und gesellschaftliche Maßnahmen betrachtet und deren Stakeholder in die Empfehlungsentwicklung einbezogen.

Wichtige Termine des Projektes:

  • Virtuelle Expert:innenkonferenz im November/Dezember 2024
  • Konsensuskonferenz im September/Oktober 2025

Sie fühlen sich angesprochen? Bitte wenden Sie sich an Nadine Schüßler (nadine.schuessler@pmu.ac.at) für weitere Informationen oder besuchen Sie die Webseite des Projektes.

PiloTT-A: Pilotierung der virtuellen Telecare Technologie “Addison”

Projektlaufzeit: Mai 2020 - Oktober 2022
Studiendesigns: Querschnittsstudie, Mixed-Methods Design
Projektpartner*innen: Electronic Caregiver, New Mexico/USA
Status: abgeschlossen

The research of the Institute of Nursing Science and Practice, which focuses on health services research, was supported by Electronic Caregiver in the course of this project to close gaps in knowledge and initiate necessary changes strive to gain fundamental knowledge in this re search area. The collaboration aimed to contribute to basic research in the field of health ser vices research in the area of virtual care and cross-sectoral patient care.

A virtual caregiver platform called Addison care was developed by Electronic Caregiver. This platform is a system and method for a voice based, intelligent, augmented reality based on demand medical assistant. The method comprises several functions e.g. receiving health data of a user medical testing equipment, storing the health data of the user in a retrieval database, processing the health data of the user, the keywords, and the domain of use to determine a medical assessment for the user. According to the embodiments of the present technology, an automated, voice-based and intelligent augmented reality virtual medical assistant is by way of an electronic device. This medical assistant facilitates user interaction with the device to assist the user with various home healthcare activities. The current project aimed to translate the current Addison Care platform dialogues to German. Furthermore, the Addison Care platform was supported backend for platform deployment throughout the German-speaking region(s) of the European Union. Quality assurance was completed and user experience tested. In addition, the project aimed to design and complete small-scale pilot investigations related to Addison Care platform utilization across German-Speaking cohorts.

POET Pain – Prävention operationsbedingter anhaltender Schmerzen durch Einführung eines perioperativen „Transitional Pain Service“

Projektlaufzeit: August 2021 – Juli 2024
Studiendesign: Mixed-Methods-Design
Konsortialführung: Deutsche Schmerzgesellschaft
Konsortialpartner: BARMER, Berufsgenossenschaftliches Universitäts-klinikum Bergmannsheil GmbH, Georg-August-Universität Göttingen, Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden /Göttingen, IKK classic, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden, Universität zu Lübeck, Universitätsklinikum Würzburg, Universitätsmedizin Greifswald, Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Status: laufend

Als interdisziplinäres Team aus Ärzt*nnen, Pflegefachpersonen, Physiotherapeut*innen und Psycholog*innen wird der „Transitional Pain Service (TPS)“, PatientInnen mit dem Risiko für eine Schmerzchronifizierung rund um die Operation begleiten. Auf Basis der multiprofessionellen Einschätzung der Patient*innen wird ein individueller und modularer Behandlungsplan erstellt. Mit der Begleitung durch den TPS bis 6 Monate nach der Operation wird die optimale Umsetzung des Behandlungsplans, die Selbstkontroll- und Problemlösungsstrategien zum Schmerz und auf die Bewältigung der Aktivitäten des täglichen Lebens fokussiert.

Die Zielsetzung des Konsortialpartners PMU ist es, neben der Konzeption des Moduls Pflege, die Struktur- und Prozessevaluation der neuen Versorgungsform TPS durchzuführen.

PRE Studie ISI COPD – PRE Studie der Studie interdisziplinäres, strukturiertes und intersektorales COPD (ISI COPD) Management

Projektlaufzeit: 2015 - 2016
Studiendesign: qualitative Studie
Projektpartner*innen: Institut für Allgemein-, Familien- und Präventivmedizin der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Salzburg; Universitätsklinik für Pneumologie Salzburg; Universitätsklinik für Pneumologie Nürnberg
Status: abgeschlossen

Im Rahmen der PRE Studie ISI COPD zum Thema Chronisch Obstruktive Lungenerkrankung (COPD) wurden die Stärken und Schwächen der koordinierten Versorgung von COPD-Patient*innen in Salzburg erfasst. Dazu wurden statistische Daten zum Status Quo der Erkrankung erhoben und anschließend durch Fokusgruppeninterviews Herausforderungen und Verbesserungsmöglichkeiten der Versorgung erarbeitet. Zu den Fokusgruppeninterviews wurden sowohl beteiligte Berufsgruppen wie auch Betroffene eingeladen. Die Ergebnisse der PRE-Studie dienen der Weiterentwicklung der interdisziplinären, strukturierten und intersektoralen COPD Versorgung (ISI COPD). Gefördert wurde die PRE-Studie ISI COPD durch den PMU Forschungsförderungsfonds (PMU FFF).

REIF – Reflection, Empowerment, Evaluation and Identity Formation

Projektlaufzeit: Jänner 2015 - Dezember 2017
Studiendesign: Longitudinale, mixed-method Studie
Kooperationspartner: Gesundheits- und Krankenpflege Schulen Linz, Schwarzach, Steyr, Vöcklabruck, Wels
Status: abgeschlossen

Das REIF Projekt befasste sich mit der Frage, ob es im Laufe der Pflegeausbildung bzw. Pflegestudium zu einer Steigerung der Berufskompetenzen (anhand eines Fragebogens und eines Fallbeispiels) kommt, die Reflexionsfähigkeit erhöht wird, sich eine klare Berufsidentität herauskristallisiert und inwiefern Burnout bzw. Coolout in der Ausbildung eine Rolle spielt. Zu diesem Zweck wurden die Kohorten der 2014 Studienanfänger und angehenden GKP Schüler der kooperierenden Krankenpflegeschulen befragt. Es gab 2 Datenerhebungszeitpunkte (T0=Studenten Anfang 2. Semester & Schüler Frühling 2015, T1=Studenten Ende 6. Semester & Schüler Frühling 2017), wo neben demographischen Daten auch die Instrumente FKK (Fragebogen zur Kompetenz- und Kontrollüberzeugung), GRAS (Groningen Reflection Ability Scale), BIP (Bochumer Inventar zur berufsbezogenen Persönlichkeitsbeschreibung), M&R Larcher Fragebogen zum Burnout Status, sowie Reaktionen zu einem Fallbeispiel erhoben wurden.

91% der Studenten und 72% der Schüler nahmen an der Befragung an beiden Erhebungszeitpunkten teil. Beide Gruppen hatten ähnliche Ergebnisse in Bezug auf die untersuchten Skalen: Eine ausgesprochene Mehrheit beider Gruppen hatten ein unterschwelliges Burnout Risiko, durchschnittliche Reflexionsfähigkeit, sowie keine signifikanten Unterschiede in der Kompetenz- und Kontrollüberzeugung.

Salzburger Palliativgespräche

Veranstaltungslaufzeit: 2016 - 2018
Status:
derzeit ruhend

Hintergrund dieser vom Stiftungslehrstuhl Versorgungsforschung des Instituts für Pflegewissenschaft und -praxis in der Palliative Care konzipierten und organisierten Veranstaltungsreihe waren die drei Fragen, an denen sich die Arbeit des Forschungslehrstuhls orientiert:„Who needs Palliative Care?“ „Who wants Palliative Care?” und „Who gets Palliative Care?”

Die Überlegungen, die hinter der Veranstaltungsserie „Salzburger Palliativgespräche“ standen, waren das Einbeziehen der Bürger*innen aus Salzburg und Umgebung in PMU-Aktivitäten und die Möglichkeit für alle Interessierten sich niedrigschwellig (also ohne etwaige Eintrittsgelder) an moderierten Expert*innendiskussionen zum Thema „Sterben in Würde“ zu beteiligen. Durch angesehene Expert*innen verschiedenster Professionen (bspw. Referent*innen verschiedenster Religionsgemeinschaften, Kulturschaffende, Jurist*innen etc.) und immer unter Einbezug selbst betroffener Patient*innen/Angehöriger/Hinterbliebener als Diskutanten wurde in insgesamt fünf Veranstaltungen der Frage nach dem „würdigem Sterben“ nachgegangen. Die folgenden Salzburger Palliativgespräche haben mit unerwartet vielen Teilnehmenden und einer schönen Presseresonanz stattgefunden:

  • 23.11.2016 (Auftaktveranstaltung): „Komm, sanfter Tod…!“ Gibt es Grenzen zwischen palliativer Sedierung und assistiertem Suizid?
  • 28.06.2017: „Wenn die Flamme des Lebens erlischt…!“ (Sterbe- und Bestattungsriten)
  • 08.02.2017: „Der letzte Atemzug ….!“ (Atemnot am Lebensende)
  • 08.11.2017 „Autonomie und Würde ist unantastbar..!“ (Autonomie und Würde am Lebensende
  • 06.06.2018: „Wer braucht, wer will, wer bekommt Zugang zu Palliative Care?“ (Zugang zu Palliative Care)

SeneCura Campus Produkt: eLearning-Plattform für Mitarbeiter*innen der SeneCura und Optimamed

Projektlaufzeit: Seit April 2015
Produkt-Rollout: 2019
Projektpartner*innen: SeneCura Gruppe
Status: laufend

Mit der SeneCura Gruppe besteht eine jahrelange erfolgreiche Zusammenarbeit im Bereich der Medikamentenversorgungssicherheit, der Ausbildung von PainNurses und weiteren Praxisprojekten. Durch den Einsatz innovativer Bildungsstrukturen können Mitarbeiter*innen und im Speziellen Pflegekräfte den gesellschaftlichen und tätigkeitsspezifischen Anforderungen begegnen.

Pflegestandards und ein Mindestmaß an fachspezifischer Fortbildung für die Tätigkeit müssen zudem erfüllt sein. Eine der wichtigsten Herausforderungen ist der Aufbau einer flexiblen Fort- und Weiterbildungsmöglichkeit im Hintergrund der Erfüllung gesetzlicher Verpflichtungen sowie gleichzeitiger Standardisierung UND Individualisierung von Theorie- und Praxisinhalten zur organisationalen und persönlichen Weiterentwicklung. Der SeneCura Campus ist eine eLearning-Plattform, die in Kooperation mit der SeneCura Gruppe erarbeitet wurde.

Primäres Ziel ist, Pflegenden anhaltend wissenschaftlich aufbereitete Inhalte in Form von Online-Fortbildungen bereitzustellen, wobei die dargelegten Themenbereiche beliebig erweitert sowie orts- und zeitunabhängig via Smartphones, Tablet-PCs oder Laptops konsumiert werden können. Interaktive Lernbausteine, die sich aus Bild-, Ton-, Text- und Quizsequenzen zusammensetzen, stehen im Mittelpunkt. Für erfolgreich bestandene Lernerfolgskontrollen der jeweiligen Kurse erhalten die Teilnehmer*innen ein personalisiertes Zertifikat. Zudem werden online Angebote für Führungskräfte und Mitarbeiter*innen verschiedener beruflicher Qualifikationen angeboten, z. B: Führungskräfteworkshops, Hygiene und Infektionspräventionsinhalte oder Vermittlung von Standards der SeneCura-Gruppe. Der Campus wurde 2017 in einer ersten Pilotphase mit 3 Häusern gestartet und ab 2018 auf 90 Standorte erweitert. Die Ausweitung auf weitere 26 Häuser der OptimaMed erfolgte 2021. Mittlerweile können über 5300 Mitarbeiter*innen ihr Wissen mit denen im Campus angebotenen Bildungsmaßnahmen vertiefen und die Lernplattform zur Fort- und Weiterbildung nutzen. Strategisch erfolgt die zukünftige Ausweitung auf Häuser in der Tschechischen Republik, Slowenien und Kroatien.

SensiCare

Projektlaufzeit: Mai 2023-April 2026
Studiendesign: wissenschaftliche Begleitung, Proof-of-Concept und Wirksamkeitsprüfung
Projektpartner*innen: ITCare Holding AG (Mönchengladbach, Deutschland)
Status: laufend

In Kooperation mit der Firma ITCare Holding AG wird die Implementierung einer sensorgestützten Dekubitus- und Sturzprävention in der stationären Langzeitpflege wissenschaftlich begleitet und damit eine Optimierung der pflegerischen Versorgung angestrebt. Ebenfalls soll die Akzeptanz dieser Systeme erfasst und im Weiteren optimiert werden sowie die bewohner*innen-zentrierten Gesundheitsoutcomes verbessert werden. Aufbauend auf einer systematischen Literaturrecherche und -analyse zu Bedarfen, Evidenz und Einsatzmöglichkeiten sowie auch user-zentrierten Faktoren zur Anwendung sensorgestützter Unterstützungssysteme wird eine sensor-basierte Outcome-Messung mit Hilfe von Expert*inneninterviews und standardisierten Expert*innenratings entwickelt und getestet. Die Implementierung der sensorbasierten Unterstützungssysteme wird nachfolgend wissenschaftliche begleitet, wobei sowohl die Edukation von Anwender*innen in der stationären Langzeitpflege im Fokus steht; darüber hinaus auch deren Unterstützung in der praktischen Anwendung der Systeme. Nachfolgend wird eine Erhebung der Machbarkeit und Praktikabilität zur Einführung sowie zur Eruierung fördernder und hemmender Strukturen und Prozesse erfolgen und abschließend eine Wirksamkeitsprüfung im Sinne einer pragmatisch-kontrollierten Studie durchgeführt.

Senevita Campus Produkt: eLearning-Plattform für Mitarbeiter*innen der Senevita und Senevita Casa

Projektlaufzeit: 2021 - 2024
Produkt-Rollout: 2022
Projektpartner: Senevita AG
Status: laufend

Mit der SeneCura Gruppe besteht bereits eine jahrelange erfolgreiche Zusammenarbeit im Bereich Forschung und innovativer Bildungsstrukturen. Diese Zusammenarbeit wurde mit der Senevita erweitert, die ebenso wie SeneCura teil der ORPEA Gruppe sind. Die Senevita ist Anbieterin für stationäre und ambulante Pflege in der deutsch-, französisch- und italienischsprechenden Schweiz. Sie bietet Wohn- und Betreuungsangebote an 37 Standorten sowie Pflege und Betreuung zuhause an 26 Senevita Casa Standorten. Durch innovative Bildungsstrukturen können Mitarbeiter*innen und im Speziellen Pflegekräfte den gesellschaftlichen und tätigkeitsspezifischen Anforderungen begegnen.

Der Senevita Campus stellt eine eLearning-Plattform dar, die in Kooperation mit der Senevita und SeneCura erarbeitet wird. Die Lerninhalte werden in Deutsch, Französisch und Italienisch aufbereitet. Primäres Ziel ist, allen Mitarbeiter*innen und im speziellen Pflegenden anhaltend wissenschaftlich aufbereitete Inhalte in Form von Online-Fort-bildungen bereitzustellen, wobei die dargelegten Themenbereiche beliebig erweitert sowie orts- und zeitunabhängig via Smartphones, Tablet-PCs oder Laptops konsumiert werden können. InteraktiveLernobjekte, die sich aus Bild-, Ton-, Text- und Quizsequenzen zusammensetzen, stehen im Mittelpunkt. Für erfolgreich bestandene Lernerfolgskontrollen der jeweiligen Kurse erhalten die Teilnehmer*innen ein personalisiertes Zertifikat. Des Weiteren werden onlinebasiert Angebote für Pflegemitarbeiter*innen verschiedener beruflicher Qualifikationen angeboten. Dafür werden zu Beginn bestehende Lernkurse des SeneCura Campus für Senevita adaptiert und übersetzt. Der Campus wurde 2021 in einer ersten Pilotphase mit 3 Häusern gestartet und im Jahr 2022 auf insgesamt 63 Häuser erweitert.

SiMbA – Sicherheit der Medikamententherapie bei Altenpflegeheimbewohnern

Projektlaufzeit: 2016 - 2018
Studiendesign: quasi-experimentelle Felduntersuchung mit Kontrollgruppenplan
Projektpartner*innen: Institut für Allgemein-, Familien- und Präventivmedizin der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Salzburg, SeneCura Kliniken- und HeimbetriebsgmbH
Status: abgeschlossen

Die Versorgung von alten Menschen in der stationären Langzeitpflege steht angesichts der zunehmenden Komplexität der medizinischen und pflegerischen Aufgaben vor vielfältigen Herausforderungen. Eine besondere Herausforderung ist die Sicherheit der Medikamententherapie vor dem Hintergrund vorliegender Multimorbidität und Multimedikation. SiMbA war ein gemeinsames Projekt der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Salzburg und der SeneCura Kliniken- und HeimebetriebsgmbH. Das Projekt unterstützte vor allem die Kooperation der beteiligten Berufsgruppen (Hausärzt*innen, Apotheker*innen, Pflegende). Dies erfolgte durch die Entwicklung einer Online-Fortbildung zu den Besonderheiten des Medikamentenmanagements in der stationären Altenpflege sowie die strukturierte Reflexion der Medikation.

The role of Advanced Practice Nurses (APN) in Austria: Development of a conceptual framework

Projektlaufzeit: Mai 2020 - Mai 2021
Studiendesign: explorative, qualitative Studie
Status: laufend

Internationally, the development of Advanced Practice Nursing (APN) has a long tradition. APN is characterized by an expanded professional knowledge base in specific nursing care, complex decision-making skills, and clinical competencies acquired in a master's degree program. APN roles and core competencies are defined in a conceptual framework required to guide health care professionals, but currently there is no international consensus on the conceptual definition of APN and their roles. In Austria, training of the first APNs began about five years ago, but an official professional title, a professional recognition as well as specific fields of action in nursing practice are missing. For a successful implementation of APN, however, role clarity seems to be essential.

The project’s overall goal is to develop an ‘Austrian APN competency framework’. Based on research and analysis of the current literature, an explorative, qualitative study will be conducted and focus group discussions will be performed with APNs in Austria. The understanding of what constitutes the role of an APN and how it should be implemented varies from country to country, and in some cases within countries. Specific roles, core competencies, and learning outcomes, which can act as a guide for health care professionals, managers, and politicians should be defined in a conceptual framework. A framework, as the general conceptual basis of a study, allows a broader meaning and usefulness of the content. The findings will provide insights into international research as well as national APN roles and competencies. Based on these results, a first conceptual framework for APN in the Austrian health care system will be developed for further consultation with experts.

WIBEPP – Wissenschaftliche Begleitung der Pflegepraxis

Projektlaufzeit: 2019 - 2022
Studiendesign: deskriptive Querschnittsstudie
Projektpartner*innen: OÖG – Oberösterreichische Gesundheitsholding
Status: laufend

Gesundheitseinrichtungen stellen komplexe Organisationen mit einem hohen Risikopotential für Fehler dar, welches sich durch die vorhandene Organisationskultur beeinflussen lässt. Die Sicherheitskultur stellt einen generellen Aspekt der Organisationskultur dar, ihr messbarer Parameter ist das Sicherheitsklima. Das Sicherheitsklima beeinflusst das Verhalten der Mitarbeiter*innen und in weiterer Konsequenz das Outcome der Patient*innen. Basierend auf diesen Überlegungen wurde zu Beginn des Jahres 2019 in der Medizinischen Direktion des Oberösterreichischen Gesundheitsholding GmbH (OÖG) die Entscheidung getroffen, die Sicherheitskultur im Unternehmen zu evaluieren und Maßnahmen zur Stärkung dieser zu entwickeln. Mithilfe einer Online Befragung wurden die Elemente der Sicherheitskultur im Unternehmen der OÖG in allen Kliniken (ausgenommen Kepler Universitätsklinikum) unter Einbezug der multiprofessionellen Perspektive der Mitarbeiter*innen in den patientennahen Bereichen erfasst. Anhand der Ergebnisse sollen Maßnahmen zur Etablierung einer Sicherheitskultur für das Unternehmen abgeleitet und diese im Unternehmen implementiert werden.

Ziel dieses Projektes ist eine Stärkung der Patient*innensicherheit an den Klinikstandorten der Oberösterreichischen Gesundheitsholding.

Zertifizierung von Einrichtungen der SeneCura

Projektlaufzeit: Ende 2019 - Ende 2021
Projektpartner*innen: SeneCura-Einrichtungen
Status: abgeschlossen

Die Erforschung des Schmerzes und der Schmerzbehandlung sowie die Optimierung des Schmerzmanagements in Altenpflegeeinrichtungen zählt zu den Forschungsschwerpunkten des Instituts für Pflegewissenschaft und -praxis. Dies insbesondere deshalb, weil es für die Lebensqualität der betroffenen Personen entscheidend ist. Zu diesem Zweck arbeitete die PMU mit ausgewählten SeneCura-Einrichtungen zum pflegerischen Schmerzmanagement zusammen. Die PMU unterstützte Einrichtungen der SeneCura bei der Zertifizierung „Qualifiziertes Schmerzmanagement in der vollstationären Altenhilfe“. Sämtliche Zertifizierungen erfolgten mittels des anerkannten Verfahrens von Certkom, einem Projekt der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V.. Dieses Verfahren wurde von Certkom in Kooperation mit dem Institut für Pflegewissenschaft und -praxis der PMU entwickelt.

Die Einrichtungen optimierten in diesem Verfahren ihr pflegerisches Schmerzmanagement und die PMU unterstützte in diesem Prozess der Optimierung pflegerischer Handlungskompetenz. Insgesamt wurden 15 Einrichtungen der SeneCura erfolgreich zur die Zertifizierung begleitet. Die zertifizierten Einrichtungen weisen mit der Zertifizierung nach, dass sie ein den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen entsprechendes pflegerisches Schmerzmanagement durchführen, das die Schmerzsituation der betreuten Bewohner*innen und damit ihre Lebensqualität verbessert.

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 Kontakt:

   

   Ass.-Prof. Dr. Patrick Kutschar
   Institut für Pflegewissenschaft und -praxis

   Forschungskoordination und -management des Instituts

   Tel.: +43 662 2420-80344
   E-Mail: patrick.kutschar@pmu.ac.at

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