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Digitale Kompetenz als strukturelle Grundlage kritischen KI-Einsatzes in der Pflege. Eine literaturbasierte Analyse
PMU Autor*in
Sebastian Pölzl
Alle Autor*innen
Sebastian Pölzl
Kurzfassung
Hintergrund: Künstliche Intelligenz (KI) wird zunehmend in pflegerische Entscheidungsprozesse integriert. Gleichzeitig zeigen aktuelle Studien, dass digitale Kompetenz und digitale Gesundheitskompetenz bei Pflegefachpersonen heterogen ausgeprägt und häufig nur moderat entwickelt sind. Im Kontext der KI-Nutzung werden jedoch Bewertungs-, Reflexions- und Begründungsfähigkeit als zentrale professionelle Anforderungen beschrieben.
Ziel: Ziel dieser Literaturarbeit ist es, die strukturelle Abhängigkeit eines kritischen und verantwortungsvollen KI-Einsatzes von digitalen Kompetenzdimensionen zu analysieren und konzeptionell zu ordnen.
Methodik: Es erfolgte eine narrative Synthese aktueller systematischer Reviews, Meta-Analysen und empirischer Studien (2023–2026) zu digitaler Kompetenz, eHealth Literacy und KI-bezogener Handlungskompetenz in der Pflege.
Ergebnisse: Die Analyse zeigt, dass KI-bezogene Handlungskompetenz strukturell auf zwei Dimensionen basiert: digitaler Basiskompetenz (Systemnutzung, Datenverständnis, Datensicherheit) sowie digitaler Gesundheitskompetenz (Bewertung digitaler Informationen, Kontextualisierung komplexer Systeme). Zusätzlich beeinflussen Kontextfaktoren wie Training, Systemverständnis und Vertrauen in KI-Systeme die Qualität der Nutzung. KI-Literacy wird in der Literatur als notwendige Kompetenzdimension beschrieben, jedoch bislang nur begrenzt operationalisiert.
Schlussfolgerung: Kritischer KI-Einsatz erweist sich nicht primär als technologische, sondern als professionelle Kompetenzfrage. Digitale Kompetenz bildet die strukturelle Grundlage professioneller Entscheidungs- und Begründungsfähigkeit im KI-Kontext.
Keywords
Digitale Kompetenz, Künstliche Intelligenz, eHealth Literacy, Pflegerische Entscheidungsprozesse, Professionelle Entscheidungsfähigkeit