Paracelsus Medizinische Privatuniversität (PMU)

Pflegerisches Schmerzmanagement
Aufbau und Inhalte

Aufbau

Die Weiterbildung umfasst insgesamt 240 Stunden und ist berufsbegleitend angelegt. Sie besteht aus 200 Stunden Theorie und 40 Stunden Praxis. Die theoretischen Inhalte werden überwiegend über E-Learning-Einheiten und begleitende virtuelle Lehrveranstaltungen vermittelt. Eine Präsenzwoche dient der Vertiefung, Anwendung, Fallarbeit und Reflexion.

Inhalte

Die Weiterbildung ist in Lernfelder gegliedert, die inhaltlich aufeinander aufbauen und eine schrittweise Entwicklung der fachlichen Kompetenzen im pflegerischen Schmerzmanagement ermöglichen.

Format: E-Learning mit Arbeitsauftrag und virtueller Lehrveranstaltung
Umfang: 40 Stunden

Dieses Lernfeld vermittelt zentrale Grundlagen zum Verständnis von Schmerz. Behandelt werden anatomische, physiologische und pathophysiologische Grundlagen, Schmerzbahnen, Schmerzverarbeitung sowie Mechanismen der Schmerzentstehung. Die Teilnehmenden entwickeln ein fundiertes Verständnis für akute, chronische, nozizeptive, neuropathische, gemischte und noziplastiche Schmerzen.

Format: E-Learning mit Arbeitsauftrag und virtueller Lehrveranstaltung
Umfang: 40 Stunden

Im Mittelpunkt stehen Definitionen, Terminologie, historische Entwicklungen und die Rolle der Pflege im Schmerzmanagement. Das biopsychosoziale Schmerzmodell wird als Grundlage für ein ganzheitliches Verständnis von Schmerz eingeführt. Darüber hinaus werden Folgen unzureichender Schmerzbehandlung, Chronifizierungsprozesse und erste pflegerische Handlungsansätze bearbeitet.

Format: E-Learning mit Arbeitsauftrag und virtueller Lehrveranstaltung
Umfang: 40 Stunden

Dieses Lernfeld fokussiert auf strukturierte Schmerzanamnese, Schmerzerfassung und Schmerzdokumentation. Die Teilnehmenden lernen ein- und mehrdimensionale Assessmentinstrumente kennen und wenden diese anhand praxisnaher Fallbeispiele an. Berücksichtigt werden Selbst- und Fremdeinschätzung, Besonderheiten bei Menschen mit kognitiven Einschränkungen sowie rechtliche und qualitätssichernde Aspekte der Dokumentation.

Format: E-Learning mit Arbeitsauftrag und virtueller Lehrveranstaltung
Umfang: 40 Stunden

Dieses Lernfeld vertieft pharmakologische und nicht-pharmakologische Ansätze im Schmerzmanagement. Behandelt werden Grundlagen der Analgetika, Opioide und Nicht-Opioide, Koanalgetika, Nebenwirkungen, Interaktionen und pflegerische Beobachtungsschwerpunkte. Ergänzend werden nicht-medikamentöse Maßnahmen wie Lagerung, Wärme, Kälte, Entspannung, Aktivierung und weitere pflegerische Interventionen bearbeitet.

Format: Präsenzwoche
Umfang: 40 Stunden

Die Präsenzwoche dient der Anwendung, Vertiefung und Reflexion. Im Mittelpunkt stehen komplexe Schmerzsituationen, Chronifizierung, Hyperalgesie, Allodynie, psychosoziale Einflussfaktoren, Schmerz und Psyche, kultursensible Pflege, palliative Fragestellungen, onkologische Schmerzen, postoperative Schmerzen sowie Schmerzmanagement in unterschiedlichen Settings.

Die Teilnehmenden bearbeiten Fallbeispiele, reflektieren pflegerische Entscheidungsprozesse und entwickeln individuelle Pflegepläne. Zusätzlich werden interprofessionelle Fallbesprechungen, ethische Fragestellungen, rechtliche Rahmenbedingungen und Aspekte der Qualitätssicherung behandelt.

Format: Praxis
Umfang: 40 Stunden

Das Praktikum dient dem Transfer der erworbenen Kompetenzen in die Praxis. Es findet in einer Schmerzambulanz, Schmerzklinik oder einer vergleichbaren schmerzbezogenen Versorgungseinheit statt. Die Teilnehmenden führen Schmerzassessments durch, beobachten interprofessionelle Abläufe, wirken an Fallbesprechungen mit und reflektieren die eigene Rolle im pflegerischen Schmerzmanagement.

Das Praktikum wird durch einen Arbeitsauftrag, Reflexion und einen Fallbericht begleitet.

Abschlussprüfung

Die Weiterbildung schließt mit einem Kolloquium bzw. einer Abschlussprüfung ab. Grundlage dafür sind die bearbeiteten Lernfelder, das Praktikum, ein Fallbericht und die Reflexion der eigenen pflegerischen Handlungskompetenz im Schmerzmanagement.

Abschluss - Weiterbildung §64 GuKG

Die Weiterbildung schließt nach Erfüllung aller Leistungsnachweise sowie positiv absolvierter Abschlussprüfung mit einem Weiterbildungszeugnis ab. 

Der erfolgreiche Abschluss berechtigt nach Maßgabe des GuKG zur Führung der Zusatzbezeichnung „Pflegerisches Schmerzmanagement“

Die Zusatzbezeichnung macht die fachliche Vertiefung sichtbar und ergänzt die bestehende Berufsbezeichnung, begründet jedoch keine neue eigenständige Berufsberechtigung.