Research & Innovation
Publications
Patient and Physician Perspectives on Pharmacotherapy in Parkinson’s Disease Psychosis: A Mixed-Methods Exploratory Study
PMU Authors
Olaf Rose, Eugen Trinka, Bernhard Iglseder, Johanna Pachmayr, Stephanie Clemens
All Authors
Olaf Rose, Tobias Hinteregger, Eugen Trinka, Bernhard Iglseder, Johanna Pachmayr, Stephanie Clemens
Journal association
PHARMACY
Abstract
Psychosen sind eine häufige und stark beeinträchtigende nicht-motorische Komplikation der Parkinson-Krankheit (PK). Clozapin und Quetiapin werden häufig in der Behandlung der Parkinson-Psychose (PDP) eingesetzt. In einer explorativen Studie verglichen wir patientenseitige Erfahrungen mit ärztlichen Verschreibungspraktiken. Hospitalisierte Patientinnen und Patienten mit PDP an einem universitären Zentrum nahmen an halbstrukturierten Interviews zu wahrgenommener Wirksamkeit, Nebenwirkungen und Alltagsfunktion teil. Neurologinnen und Neurologen sowie Geriaterinnen und Geriater, die an Fortbildungsveranstaltungen teilnahmen, füllten einen strukturierten Fragebogen zu Verschreibungsmustern, Einstellungen gegenüber Clozapin und der wahrgenommenen Therapielast aus. Die Daten wurden thematisch analysiert und kohortenübergreifend trianguliert. Insgesamt wurden elf Patientinnen und Patienten eingeschlossen (mittleres Alter 81 Jahre; neun mit Quetiapin, zwei mit Clozapin behandelt).
Die meisten mit Quetiapin behandelten Patientinnen und Patienten berichteten über persistierende Halluzinationen, Sedierung, Schwindel und eine reduzierte Autonomie. Vierzehn Ärztinnen und Ärzte nahmen an der Befragung teil, wobei die Mehrheit Quetiapin bevorzugte und logistische Anforderungen der Überwachung sowie das Agranulozytoserisiko als Barrieren für den Einsatz von Clozapin nannte. Insgesamt lagen die Prioritäten der Patientinnen und Patienten auf Symptomkontrolle und Selbstständigkeit, während ärztliche Entscheidungen vor allem durch Umsetzbarkeit und Sicherheit geprägt waren. Eine erleichterte Umsetzung des Clozapin-Monitorings sowie die systematische Einbindung patientenberichteter Outcomes in die Routineversorgung könnten zu einer stärker patientenzentrierten Versorgung der PDP beitragen.