Paracelsus Medizinische Privatuniversität (PMU)
Abschlusspräsentationen HTBLuVA Salzburg an der PMU
PMU/Mittermeier

Forschung zum Anfassen: HTBLuVA-Schüler*innen präsentieren Diplomprojekte an der PMU

03. Juni 2026
#News
Abschlusspräsentationen HTBLuVA Salzburg an der PMU
PMU/Mittermeier

Wie entsteht Begeisterung für Wissenschaft? Indem junge Menschen Forschung nicht nur im Unterricht kennenlernen, sondern selbst Teil davon werden. Genau das ermöglicht die langjährige Kooperation zwischen der HTBLuVA Salzburg und der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU). Auch in diesem Jahr präsentierten Schüler*innen der Abschlussklasse 5AHBG der Abteilung Biomedizin- und Gesundheitstechnik ihre Diplomarbeiten an der PMU.

Insgesamt arbeiteten 25 Schüler*innen an elf Projekten zu aktuellen Fragestellungen aus Medizin, Forschung und Gesundheitstechnologie. Die Themen reichten von Neurologie und Hygiene über Tumorforschung bis hin zu KI-gestützter Bildanalyse. Ein Projekt entstand direkt in Zusammenarbeit mit der PMU, drei weitere wurden gemeinsam mit dem Uniklinikum Salzburg umgesetzt.

Forschung mit Praxisbezug

Die Kooperation eröffnet den Jugendlichen die Möglichkeit, bereits während ihrer Schulzeit Einblicke in wissenschaftliches Arbeiten zu gewinnen und modernste Forschungs- und Labortechnologien kennenzulernen. „Die Zusammenarbeit schafft eine wichtige Brücke zwischen schulischer Ausbildung, universitärer Forschung und künftigen Berufsfeldern im Gesundheitsbereich“, betont Andreas Traweger, Institutsvorstand für Sehnen- und Knochenregeneration an der PMU und Mitinitiator der Kooperation.

Wie praxisnah die Projekte sind, zeigte unter anderem das Diplomprojekt „CEREBCheck“. Die Schülerinnen beschäftigten sich mit mobilen EEG-Systemen und untersuchten deren potenzielle Einsatzmöglichkeiten in der neurologischen Diagnostik. Dabei lernten sie nicht nur wissenschaftliche Methoden kennen, sondern auch organisatorische und ethische Rahmenbedingungen klinischer Forschung – einschließlich des Genehmigungsprozesses für einen Ethikantrag.

Einen besonders interdisziplinären Ansatz verfolgte das Projekt „Cirona“. Zwei Schüler entwickelten ein System zur automatisierten Bewegungsanalyse, das Kameratechnik, Sensorik und künstliche Intelligenz kombiniert. Das Projekt verdeutlichte, wie eng Informatik, Medizintechnik und Gesundheitsforschung mittlerweile miteinander verknüpft sind.

Neugier als Schlüssel zur Forschung

Für Andreas Traweger liegt der besondere Wert solcher Kooperationen vor allem darin, junge Menschen aktiv an Wissenschaft heranzuführen. „Besonders motivierend ist es, wenn Schülerinnen und Schüler erkennen, dass ihre Arbeit Teil eines größeren Forschungsprojekts ist“, so Traweger. Dabei seien nicht ausschließlich schulische Leistungen entscheidend. Vielmehr komme es auf Eigenschaften wie Neugier, Interesse und Durchhaltevermögen an, so Traweger.

Gleichzeitig profitieren auch die Forschungseinrichtungen von der Zusammenarbeit. Die Jugendlichen bringen oftmals bereits fundierte Kenntnisse in Bereichen wie Programmierung, Elektronik, Konstruktion oder Sensorik mit und eröffnen dadurch neue Perspektiven auf wissenschaftliche Fragestellungen.

Die Kooperation zwischen HTBLuVA Salzburg, PMU und Uniklinikum Salzburg zeigt,  wie moderne Nachwuchsförderung gelingen kann: Wissenschaft wird nicht nur vermittelt, sondern gemeinsam erlebt und gestaltet.

Übrigens: In der Abteilung Biomedizin- und Gesundheitstechnik der HTBLuVA Salzburg ist das Geschlechterverhältnis mittlerweile nahezu ausgeglichen. Gerade im naturwissenschaftlich-technischen Bereich setzt dies ein wichtiges Zeichen für Vielfalt und Chancengleichheit in Forschung und Entwicklung.

Abschlusspräsentationen HTBLuVA Salzburg an der PMU
© PMU/Mittermeier
Abschlusspräsentationen an der PMU
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