
Life Sciences Center Salzburg: 15 Millionen Euro für Spitzenforschung und medizinische Innovation

Die Paracelsus Medizinische Privatuniversität (PMU) setzt gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Salzburg und der Universität Salzburg einen Meilenstein für den Gesundheits- und Wissenschaftsstandort Salzburg: Mit dem Life Sciences Center Salzburg (LSCS) entsteht ein neues interuniversitäres Zentrum, das Spitzenforschung, klinische Expertise und konkrete Anwendungen systematisch verbindet. Bund und Land Salzburg investieren in der Aufbauphase von 2025 bis 2027 insgesamt 15 Millionen Euro in das Zentrum.
Am 17. Februar wurde im Unipark Nonntal das Projekt erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Präsentiert wurde das LSCS gemeinsam von Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner, Landesrätin Daniela Gutschi, Annemarie Weißenbacher (Rektorin PMU), Bernhard Fügenschuh (Rektor Universität Salzburg) sowie Silvia Lechner und Thomas Gamsjäger (Geschäftsführung Uniklinikum Salzburg). Die Leiter*innen der beteiligten Forschungsgruppen – darunter etwa Public Health und Regenerative Medizin mit den PMU-Professoren Jürgen Osterbrink und Andreas Traweger – haben ihre Maßnahmen und Programme für das LSCS präsentiert.
Forschung und Klinik enger verzahnt
Das LSCS ist eine gemeinsame Einrichtung der PMU und der Universität Salzburg in enger Kooperation mit dem Universitätsklinikum Salzburg. Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in medizinische Praxis, innovative Therapien und neue Versorgungsmodelle zu überführen. Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner unterstrich die Bedeutung starker wissenschaftlicher Kooperationen: "Fortschritt entsteht dort, wo Wissen geteilt und Verantwortung gemeinsam getragen wird. Das Life Sciences Center Salzburg zeigt, wie Partnerschaft Spitzenforschung stärkt und schneller in gesellschaftlichen Nutzen überführt."
Im Zentrum des LSCS stehen jene Forschungsbereiche, die für Gesundheit, medizinische Versorgung und Lebensqualität von besonderer Bedeutung sind. Schwerpunkte bilden die Krebsforschung und Immunologie, die Neurowissenschaften sowie die regenerative Medizin. Ergänzt werden diese Kernfelder durch interdisziplinäre Querschnittsthemen wie digitale Medizin, Public Health, Pflege, Prävention und Rehabilitation. Gerade die Verbindung von universitärer Grundlagenforschung und klinischer Expertise zählt zu den besonderen Stärken des Standorts.
Rektorin Weißenbacher: Medizinische Exzellenz braucht starke Partnerschaften
Mit dem LSCS setzt die PMU einen strategisch bedeutenden Impuls zur weiteren Stärkung ihrer translationalen Exzellenz und der engen Verzahnung von Forschung und klinischer Praxis. „Das Life Sciences Center Salzburg ermöglicht es uns, klinische Expertise und Forschung noch enger zu verbinden. Unsere medizinischen und wissenschaftlichen Kompetenzen fließen gezielt in gemeinsame Programme ein und sind entscheidend für Qualität und Fortschritt“, betont Annemarie Weißenbacher, Rektorin der PMU.
Ausbildung, Translation und internationale Vernetzung
Neben exzellenter Forschung legt das LSCS einen besonderen Schwerpunkt auf die Ausbildung und Förderung junger Talente. Internationale Doktoratsprogramme, Research Fellowships und praxisnahe Qualifizierungsangebote verbinden wissenschaftliche Exzellenz mit klinischer Erfahrung – eine Verbindung, die am Standort Salzburg insbesondere durch die enge Zusammenarbeit von Universität und Universitätsmedizin getragen wird. Gerade in der translationalen Forschung bringt die PMU ihre besondere Stärke ein: Neue wissenschaftliche Erkenntnisse sollen nicht im Labor verbleiben, sondern rasch in innovative Diagnose- und Therapieansätze sowie in neue Versorgungsmodelle überführt werden. Der gezielte Ausbau von Biobanken, moderner Dateninfrastruktur und KI-gestützter biomedizinischer Forschung schafft dafür die strukturellen Voraussetzungen.
Stärkung des Life-Sciences-Standorts Salzburg
Die erste Aufbauphase des Life Sciences Center (2025–2027) wird von Bund und Land Salzburg mit jeweils 7,5 Millionen Euro finanziert. Damit wird ein zentrales Zukunftsfeld des Wissenschafts- und Gesundheitsstandorts nachhaltig gestärkt. Mit dem LSCS entsteht ein leistungsfähiger Knotenpunkt im bestehenden Life-Sciences-Ökosystem. Bereits heute prägen rund 40 Unternehmen mit mehr als 3.000 Beschäftigten diesen Wachstumsbereich und erwirtschaften gemeinsam etwa eine Milliarde Euro Umsatz pro Jahr. Durch die enge Zusammenarbeit von Universität, Universitätsmedizin und Klinik werden diese Stärken gezielt gebündelt und weiterentwickelt – mit dem klaren Ziel, Salzburg international als Standort für medizinische Spitzenforschung, translationale Exzellenz und Innovation zu positionieren.
Fotos: Innovation Salzburg/Benedikt Schemmer































