Paracelsus Medizinische Privatuniversität (PMU)
PMU-Bachelorstudierende als Erstautorin einer wissenschaftlichen Publikation
PMU/Mittermeier

Bachelorstudierende Luise Endler: Erstautorin einer wissenschaftlichen Publikation

11. Feb. 2026
#News
PMU-Bachelorstudierende als Erstautorin einer wissenschaftlichen Publikation
PMU/Mittermeier

Mitten im Bachelorstudium – und schon Erstautorin einer wissenschaftlichen Publikation: Herzlichen Glückwunsch, liebe Luise Endler! Unter Anleitung von Univ.-Prof. Dr. Johannes Pfaff veröffentlichte die PMU-Studierende eine Publikation in einem peer-reviewed Journal (Neurological Research and Practice). In der Studie wurde die KI-assistierte Hämorrhagie-Detektion nach einer endovaskulären Schlaganfallbehandlung untersucht. Dabei wird KI eingesetzt, um Blutungen im Gehirn in medizinischen Bildgebungsverfahren (CT-Scans) automatisch zu erkennen, zu lokalisieren und zu klassifizieren. Diese Systeme fungieren als „zweiter Leser“ für Radiolog*innen mit dem Ziel, die Diagnose zu beschleunigen und die Genauigkeit zu erhöhen. 

Luise hat nach der Matura zunächst in Wien Medizin studiert und nebenbei in einem Labor in der Analytik gearbeitet. Weil sie sich für ihr Studium ein familiäreres Umfeld mit persönlicher Betreuung und engerem Austausch wünschte, wechselte sie nach Salzburg – für Luise eine der schönsten Städte der Welt. Aktuell ist sie im 3. Studienjahr (Jahrgang 2023). 

Im Interview 

Liebe Luise, warum studierst du Medizin?

Gesundheit ist eine zentrale Grundlage des Lebens, weshalb mich der menschliche Körper und seine Erkrankungen seit meiner Kindheit interessieren. Der Wunsch, Menschen aktiv zu helfen, sowie die Vielseitigkeit der Medizin motivieren mich zu einem Humanmedizinstudium. 

Warum die PMU? Mir gefällt das familiäre Umfeld und die Begeisterung der Lehrenden, die jeden Studierenden persönlich fördern, aber auch fordern. Außerdem zählt Salzburg für mich weltweit zu den schönsten Orten.

Wie bist du mit dem Forschungsthema in Berührung gekommen?

Auf das Thema bin ich durch Prof. Pfaff gestoßen, der bei einer Vorlesung im ersten Studienjahr sein Fach und die Möglichkeiten von KI vorgestellt hat. Daraufhin habe ich mich für das Wahlpflichtfach Maschinelles Lernen in der Medizin entschieden und mich so noch intensiver mit dem Thema auseinandergesetzt.

Welche Bedeutung hat diese Publikation für dich und deine weitere wissenschaftliche Laufbahn?

Ich bin überglücklich über die Erstautorenschaft und bedanke mich herzlichst bei Prof. Pfaff für die großartige Betreuung und die Initiative meine Bachelorarbeit zu publizieren. Für mich ist das eine tolle Bestätigung und ich würde mich freuen weiter wissenschaftlich tätig zu sein. Außerdem hat mir diese Arbeit einen sehr guten Einblick in das Fach der Neuroradiologie gegeben und ich hoffe dort auch meine Ausbildung machen zu können. 

Was war für Sie persönlich der spannendste oder herausforderndste Moment in der Arbeit mit KI‑gestützten Analysen?

Ich glaube die größte Herausforderung bei der Arbeit mit KI-gestützten Analysen ist erstmal die Grundlagen von Künstlicher Intelligenz zu verstehen und wie sich diese dann im klinischen Alltag integrieren lassen. Künstliche Intelligenz ist faszinierend... man meint sie würde besser als ein menschliches Auge CT-Bilder analysieren können, allerdings sieht sie auch öfters Auffälligkeiten, die nicht da sind, oder interpretiert diese auch noch falsch. Das muss mitgedacht werden.

Was nimmst du aus den Forschungsergebnissen mit?

Unsere Studie zeigt: KI ersetzt keinen Arzt – kann gute Mediziner*innen aber unterstützen, um noch besser zu werden. So vielversprechend sie ist, bleibt sie fehleranfällig und in der Radiologie kein Ersatz für menschliche Expertise.