
Erfolgsgeschichte: Von der Hausgeburtshilfe zur Lehrenden

Zur Person:
Elisabeth Kickinger, MSc in Early Life Care
Elisabeth Kickinger arbeitete 17 Jahre lang als Hebamme in der Hausgeburtshilfe und machte 2023 ihren Masterabschluss in Early Life Care. Sie forschte gemeinsam mit ihrer Studienkollegin Sigrid Dier zum Thema „Vernetzung im Early-Life-Care-Feld auf Grundlage des Salzburger Phasenmodells“. Jetzt arbeitet sie als Senior Lecturer an der FH Urstein für den Studiengang Hebammen (Bachelor).
Ihre Early Life Care-Erfolgsgeschichte
Warum hast du dich 2020 für das Early Life Care Studium entschieden?
Nach 17 Jahren intensiver Arbeit in der Hausgeburtshilfe wuchs in mir zunehmend der Wunsch, mich fachlich weiterzuentwickeln. Ich begann mich nach einer Ausbildung umzusehen, bei der mich insbesondere die Dozent*innen durch ihre Haltung und Expertise ansprachen. Dabei stieß ich auf den Masterstudiengang Early Life Care, dessen interdisziplinärer Ansatz und ganzheitliche Perspektive mich sofort ansprachen.
Welche Lehrinhalte waren für dich als Hebamme am relevantesten?
Ganz besonders gerne erinnere ich mich an die Ethik-Vorlesungen mit Dr. Ruth Baumann-Hölzle – was für eine Bereicherung! Die brandneuen Forschungsergebnisse aus dem Early Life Care Institut waren und sind noch immer atemberaubend. Die Fähigkeit, die Feinzeichen eines Babys zu lesen, vermittelte uns Dr. Künstner – einfach großartig! Anna Schachner eröffnete uns mit ihren Evaluierungen zu unterschiedlichen sozialen Projekten einen wissenschaftlich fundierten Zugang zu lebensrelevanten, jedoch wenig beachteten gesellschaftlichen Themen. Bei all diesen Eindrücken komme ich ins Schwärmen und spüre, wie sehr mich diese Inhalte und Persönlichkeiten geprägt haben.
Was hat dir der Studiengang Early Life Care für deine persönliche Weiterentwicklung gebracht?
Mein Blick über den "Tellerrand " ist weiter geworden und mit ihm mein Verständnis für die Zusammenhänge rund um frühe Lebensphasen. Ich fühle mich heute sicherer, fundierter und bestärkt in meiner Arbeit als Hebamme.
Was hat dir der Studiengang Early Life Care für die berufliche Weiterentwicklung als Hebamme gebracht?
Ohne es geplant zu haben, eröffnete mir der Masterstudiengang Early Life Care neue berufliche Perspektiven und führte mich auf einen Weg der Veränderung, den ich zuvor nicht erwartet hätte.
Was hat sich durch den Lehrgang Early Life Care im Umgang mit den betreuten Frauen/Familien verändert?
Im Umgang mit den betreuten Frauen und Familien hat mich der Masterstudiengang darin bestärkt, dass mein Zugang – obwohl oft intuitiv und ‚aus dem Bauch heraus‘ gewählt – bereits evidenzbasiert war und ist. Besonders als langjährig selbstständig tätige Hebamme habe ich die Bedeutung der interdisziplinären Zusammenarbeit noch stärker in den Fokus gerückt. Dieses erweiterte Verständnis bereichert meine tägliche Arbeit und hat mir zugleich die Augen dafür geöffnet, wie sehr gerade benachteiligte Frauen und Familien von einem gut vernetzten interdisziplinären Team profitieren. “No child is left behind” wurde zu meinem persönlichen Leitsatz.
Wie kam es zum Jobwechsel an die FH Urstein?
Ein Zufall oder doch Fügung? Von der Hausgeburtshilfe zur Lehrenden – ich denke, es waren einfach glückliche Umstände, die zur richtigen Zeit zusammenkamen. Rückblickend fühlt es sich wie eine stimmige und bereichernde Entwicklung an.
Warum würdest du den Masterstudiengang Early Life Care anderen Hebammen empfehlen?
Lebenslanges Lernen ist ein Privileg – auch im finanziellen Sinne. Umso mehr empfinde ich es als Geschenk, mich heute Early Life Care Expertin nennen zu dürfen. Diese Weiterbildung hat nicht nur mein Wissen erweitert, sondern auch mein berufliches und persönliches Selbstverständnis nachhaltig gestärkt.
Der Spirit des Masterlehrgangs Early Life Care ist deutlich spürbar: Hier wird nicht nur gelehrt, was sichere Bindung bedeutet, sondern es wird auch gelebt. Von der Organisation bis zur persönlichen Begleitung der Studentinnen: feinfühlig und zuverlässig entsteht eine Atmosphäre, in der Lernen zum Vergnügen wird. Auch wenn es manchmal bedeutet, sich durchzubeißen. Diese Haltung prägt den gesamten Lehrgang und macht ihn zu etwas ganz Besonderem.





























